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23. November 2009, 09:37 Uhr

Radioaktivität in US-Kernkraftwerk ausgetreten

In einem Reaktor des US-Atomkraftwerks Three Mile Island ist während Wartungsarbeiten Radioaktivität frei gesetzt worden. Etwa 150 Arbeiter mussten das Areal verlassen. Das Kraftwerk war vor 30 Jahren Schauplatz des bisher schlimmsten Atomunfalls in den USA.

Zoom
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30 Jahre nach dem schlimmsten Atomunfall der USA wird aus dem Kernkraftwerk Three Mile Island ein erneuter Störfall gemeldet© Tom Mihalek/AFP

In dem Kernkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg im US-Bundesstaat Pennsylvania sind geringe Mengen Radioaktivität ausgetreten. Rund 150 Arbeiter des Kraftwerks wurden vorsichtshalber nach Hause geschickt, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf eine Erklärung des Betreibers Exelon Nuclear. Es habe aber keinerlei Gefahr für ihre Gesundheit bestanden, teilte das Energieunternehmen mit.

Außerhalb des Gebäudes wurde dem Betreiber zufolge keine radioaktive Verschmutzung festgestellt. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden, erklärte auch ein Sprecher der Atom-Aufsichtsbehörde.

Das Kraftwerk war im März 1979 Schauplatz des bisher schlimmsten Atomunfalls in den USA, als es in einem Reaktorblock zu einer teilweisen Kernschmelze kam. Gesundheitsschäden wurden seinerzeit weder bei Arbeitern noch bei Anwohnern festgestellt. Dennoch sind in den USA seitdem keine neuen Kernkraftwerke mehr gebaut worden.

US-Kontrollbehörde will den Vorfall untersuchen

Der Exelon-Erklärung zufolge war es in einem Teil der Anlage, die seit Ende Oktober wegen Wartungsarbeiten geschlossen ist, am Samstag plötzlich zu einem Strahlen-Alarm gekommen. Ein Monitor habe für kurze Zeit einen leichten Anstieg von Radioaktivität gemessen, aber dann wieder einen normalen Stand registriert. Zwei weitere Kontrollgeräte hätten überhaupt keine erhöhte Strahlung festgestellt.

Einer der Wartungsarbeiter sei einer Strahlung von 16 Millirem ausgesetzt gewesen, hieß es weiter. Die Obergrenze der zulässigen jährlichen Dosis für Exelon-Arbeiter liege bei 2000 Millirem. Bei Röntgen-Aufnahmen der Brust werden Patienten jeweils einer Strahlenbelastung von sechs Millirem ausgesetzt, zitierte CNN die nukleare US-Kontrollbehörde NRC. Sie will den Vorfall untersuchen.

KOMMENTARE (10 von 10)
 
mowgli (25.11.2009, 20:49 Uhr)
regt euch doch mal ab
...da hat ein Arbeiter weniger als 1% der zulässigen Jahresdosis abgekriegt (ungefähr soviel wie 3 x röntgen) und hier geht schon wieder eine Grundsatzdebatte über unsere Kernkraftwerke los
OttoB (23.11.2009, 14:06 Uhr)
@Admins
Das es nur um Geld geht ist unsachlich und das ich das Geld den Namen gab, es ist für viele leider ein ....
claatu (23.11.2009, 13:16 Uhr)
immer das Selbe
Die Rente... äähh Atomkraft ist sischää...
ich kann es nicht mehr hören.
BiffBoffo (23.11.2009, 13:04 Uhr)
Da fällt mir ein ...
Die Amis sind ja keine Weicheier die halten das aus. ;-)

Hättense besser mal auf die Hippies gehört lol
tobix (23.11.2009, 12:23 Uhr)
@endbenutzer
Sie wissen es besser? Was genau ist denn passiert, wer kam zu schaden?
Administrator (23.11.2009, 11:58 Uhr)
@OttoB
Ihr Kommentar wurde gelöscht. Bitte argumentieren sie sachlich.

Herzliche Grüße,

Ihre stern.de-Admins

BiffBoffo (23.11.2009, 11:42 Uhr)
Erst wenn man fühlt!
Erst wenn nochmal eine Art Tschernobyl stattfindet werden sie merken das dies wohl doch nicht so toll ist.

Schwarz-Gelb könnte doch mal für ein paar Tage die Asse besuchen. Is doch kein Problem. Besteht ja keine Gefahr für Mensch und Umwelt. Oder z.b. Ferien machen beim Hochradioaktivem müll in Karlsruhe. Die Karlsruher werden hier shcon lange verarscht. Ja, aber is doch kein problem, besteht ja keine gefahr für mensch und umwelt.
Medienbeobachter (23.11.2009, 10:38 Uhr)
Konzerne enteignen
Es wird allerhöchste Zeit, dass die Energiekonzerne in Deutschland (und evt. auch in der Welt) verstaatlicht werden. Energieerzeugung und Vertrieb gehört in staatliche Hände. Produktion und Verkauf kann nicht nacht den Kriterien von Gewinnmaximierung (!) ablaufen. Hier muss zum Vorteil von Natur und Verbraucher gewirtschaftet und entwickelt werden. Konzerne, die schamlos die Preise erhöhen und möglichst hohe Gewinne zu erzielen, auf Kosten von Natur und Kunden gehören enteignet.
Wenn jetzt z. B. die EWE die Preise um 14 % erhöht, obwohl aufgrund der Wirtschaftskrise viel weniger Strom verbraucht wird, ist das ein Skandal. Die Atomkraftwerke in Deutschland sind marode Gelddruckmaschinen. Ihre Betreiber pressen ohne Rücksicht auf Verluste ihre Kunden aus. Damit muss endlich Schluss sein.
Rubicon (23.11.2009, 10:04 Uhr)
Bin ich der einzige,
der sich an der Formulierung der Überschrift stört? Radioaktivität ist eine Eigenschaft und kann nicht austreten. Interessanterweise hat sueddeutsche.de dazu die gleiche Wortwahl. Allerdings sei mal dahin gestellt, wer hier von wem abschreibt.
endbenutzer (23.11.2009, 08:27 Uhr)
Und wie immer....
..bestand natürlich keinerlei Gefahr für Mensch und Umwelt. Man kann es nicht mehr hören..
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