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23. November 2009, 07:18 Uhr

Radioaktivität in US-Kernkraftwerk ausgetreten

In einem Reaktor des US-Atomkraftwerks Three Mile Island ist während Wartungsarbeiten Radioaktivität frei gesetzt worden. Etwa 150 Arbeiter mussten das Areal verlassen. Das Kraftwerk war vor 30 Jahren Schauplatz des bisher schlimmsten Atomunfalls in den USA.

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30 Jahre nach dem schlimmsten Atomunfall der USA wird aus dem Kernkraftwerk Three Mile Island ein erneuter Störfall gemeldet© Tom Mihalek/AFP

In dem Kernkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg im US-Bundesstaat Pennsylvania sind geringe Mengen Radioaktivität ausgetreten. Rund 150 Arbeiter des Kraftwerks wurden vorsichtshalber nach Hause geschickt, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf eine Erklärung des Betreibers Exelon Nuclear. Es habe aber keinerlei Gefahr für ihre Gesundheit bestanden, teilte das Energieunternehmen mit.

Außerhalb des Gebäudes wurde dem Betreiber zufolge keine radioaktive Verschmutzung festgestellt. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden, erklärte auch ein Sprecher der Atom-Aufsichtsbehörde.

Das Kraftwerk war im März 1979 Schauplatz des bisher schlimmsten Atomunfalls in den USA, als es in einem Reaktorblock zu einer teilweisen Kernschmelze kam. Gesundheitsschäden wurden seinerzeit weder bei Arbeitern noch bei Anwohnern festgestellt. Dennoch sind in den USA seitdem keine neuen Kernkraftwerke mehr gebaut worden.

US-Kontrollbehörde will den Vorfall untersuchen

Der Exelon-Erklärung zufolge war es in einem Teil der Anlage, die seit Ende Oktober wegen Wartungsarbeiten geschlossen ist, am Samstag plötzlich zu einem Strahlen-Alarm gekommen. Ein Monitor habe für kurze Zeit einen leichten Anstieg von Radioaktivität gemessen, aber dann wieder einen normalen Stand registriert. Zwei weitere Kontrollgeräte hätten überhaupt keine erhöhte Strahlung festgestellt.

Einer der Wartungsarbeiter sei einer Strahlung von 16 Millirem ausgesetzt gewesen, hieß es weiter. Die Obergrenze der zulässigen jährlichen Dosis für Exelon-Arbeiter liege bei 2000 Millirem. Bei Röntgen-Aufnahmen der Brust werden Patienten jeweils einer Strahlenbelastung von sechs Millirem ausgesetzt, zitierte CNN die nukleare US-Kontrollbehörde NRC. Sie will den Vorfall untersuchen.

 
 
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