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1. Januar 2008, 15:14 Uhr

Erneut Gewalt in der Münchner U-Bahn

Wieder ist es zu Gewalt in Münchens U-Bahn gekommen, wieder sind Jugendliche verwickelt: Drei junge Männer haben auf die Aufforderung, ihre Musik leiser zu stellen, mit Schlägen ins Gesicht reagiert. Ein Opfer verfolgten sie bis auf den Bahnsteig, wo sie es verprügelten.

Innerhalb kurzer Zeit kam es in der Münchner U-Bahn zu mehreren Vorfällen mit gewalttätigen Jugendlichen© Benno Grieshaber/DDP

Erneut haben in der Münchner U-Bahn jugendliche Gewalttäter mehrere Menschen angegriffen und verletzt. Wie die Polizei mitteilte, hatten die drei Täter am Sonntagmorgen auf der Linie der U 5 derart laut Musik gehört, dass sich andere Fahrgäste belästigt fühlten. Als ein Fahrgast an die jungen Männer herantrat und sie darum bat, die Musik leiser zu stellen, wurde er mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Einen Halt der Bahn nutzte das Opfer, um sich ins Freie zu retten.

Daraufhin beschwerten sich zwei andere Fahrgäste über die laute Musik. Einem von ihnen wurde ebenfalls mit der Faust ins Gesicht geschlagen. An der Haltestelle Innsbrucker Ring flohen die beiden Fahrgäste aus dem Zug, wurden aber von den jungen Männern verfolgt. Im Zwischengeschoss des Bahnhofs schlugen die Täter einen der Männer nieder und traten auf ihn ein. Dem anderen warfen sie außerhalb der Haltestelle einen Ziegelstein an den Kopf. Die beiden Geschädigten erlitten Prellungen und Schürfwunden beziehungsweise eine Kopfplatzwunde und mussten im Krankenhaus ambulant behandelt werden. Die Schläger, die Zeugenaussagen zufolge etwa 19 bis 20 Jahre alt sind, konnten unerkannt entkommen.

Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) bekräftigte ihre Forderung nach einem schärferen Jugendstrafrecht. Das ausschließlich dem Erziehungsgedanken verpflichtete Jugendstrafrecht sei nicht mehr voll geeignet, die Menschen vor jugendlichen und heranwachsenden Intensiv- und Gewalttätern zu schützen, sagte Merk. "Wir müssen die Höchststrafe im Jugendstrafrecht endlich von 10 auf 15 Jahre erhöhen." Auch Jugendliche könnten schwerste Schuld auf sich laden, bei der es mit zehn Jahren Jugendstrafe allein nicht getan sei. Wer die Augen davor verschließe, sehe die Welt durch eine rosa Brille, so Merk.

Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) forderte eine raschere Ausweisung ausländischer Straftäter. "Ich meine, wir müssen auch gerade bei Heranwachsenden höhere Strafen verhängen können und wir müssen jede Chance zur Ausweisung nutzen", sagte er dem "Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung". "Wenn die Integration hier nicht gelingt, ist das oft die einzige Möglichkeit." Der Übergriff der zwei Jugendlichen auf einen Rentner habe einmal mehr "massive Integrationsdefizite" aufgezeigt.

Verschiedene Fälle

Am Freitag vor Silvester hatten drei Jugendliche in einer U- Bahn-Station zwei Erwachsene beleidigt, verprügelt und mit einer Bierflasche geschlagen. Die drei wurden festgenommen. Der schwerste Vorfall hatte sich eine knappe Woche vor Weihnachten ereignet, als zwei Schläger einen Rentner mit Schlägen und heftigen Tritten gegen den Kopf schwer verletzt hatten. Gegen den 17-jährigen Griechen und den 20 Jahre alten Türken wurden Haftbefehle wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung erlassen. Der Mann hatte die Männer gebeten, in der U-Bahn ihre Zigaretten auszumachen. Bei dem Übergriff erlitt er schwerste Kopfverletzungen.

Dieser brutale Überfall hatte bundesweit eine heftige Debatte über das Jugendstrafrecht und Jugendkriminalität ausgelöst. So klagte Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) über "zu viele kriminelle junge Ausländer". Die hessische SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Andrea Ypsilanti, warf Koch deshalb vor, eine "schmutzige Kampagne" zu führen. "Das ist die Methode Koch, Sündenböcke für seine verfehlte Politik zu suchen", sagte sie der Süddeutschen Zeitung.

 
 
KOMMENTARE (10 von 84)
 
Bobi1 (06.01.2008, 12:13 Uhr)
Doch die Ausländer
Das sehen wir ja wieder bei dem neusten Zwischenfall in der Münchner U-Bahn. Es waren türkische Jugendliche. Da kann keiner sagen, nicht immer die Ausländer. Man sieht es doch, wer es ist, also raus aus Deutschland mit denen. Wir fahren doch auch nicht in die Türkei u. machen Randale u. böbeln andere Menschen an. Klar, wenn es Deutsche sind müssen sie auch ganz hart bestraft werden. Ich bin auch für viel härtere Strafen für Jugendliche u. die konzequente Ausweisung von gewaltätigen Ausländern.
Aprotheus (05.01.2008, 14:44 Uhr)
Noch nicht genung?
Ich als "Nichtdeutscher" kanns ja offen sagen: Deutsche, wacht doch entlich auf und zeigt es Ihnen!
Kasper_Hauser (05.01.2008, 13:33 Uhr)
Ganz einfache Handhabung...
Straftäter bei eindeutigen Videobeweis ohne Verhandlung für die maximale Strafe in den Knast.
Ausländische Straftäter dannach ohne weitere Worte sofort ausweisen.
Nicht immer erst viel Blabla machen.. handeln und das ohne Rücksicht, alles andere wirkt nicht abschreckend genug.
Kasper Hauser
fx60 (03.01.2008, 12:38 Uhr)
Schnatterinchen
Schnatterinchen, sie rechtschaffene userin des Sterns! Nuztzen Sie wieder einmal die Gelegenheit, um Menschen in Ihren braunen Sumpf zu führen! So wie einst, als Sie mir über den Stern unaufgefordert eine spam mit link zur NPD-Seite schickten! Ihresgleichen würde ich gleich mit ausweisen :p
Marty_D (03.01.2008, 09:32 Uhr)
Nicht so schön
Bitte liebe Jugendliche hört auf Leute zu verprügeln.
Und was die Ausländischen Schläger angeht, einmal aufegfallen sofort ausgewiesen, und zwar ohne lange verfahren, erst knast dann abschub und zwar zack zack! Dieses asoziale Pack wollen wir hier nicht! Und das sind locker 90% der asusländer die gewaltätig sind und kriminell!
oder was?
Loki-Asgard (03.01.2008, 06:53 Uhr)
@yasartan
Diese Unterstellung verbitte ich mir,niemals habe ich diesen Menschen unterstützt.
yasartan (03.01.2008, 01:45 Uhr)
Nicht immer die Ausländer...
Man soll bitte nicht alles auf Ausländer/Türken schieben und den tat raus kristalisieren. Man soll auch die hintergründe untersuchen. Fall Marco zumbeispiel, wenn Marco eine Ausländer in Deutschland wäre, würdeman ihn als kinderschänder behandeln, aber ganze deutschland hat ihn unterstütz, und sein tat nicht als kriminel angesehen. Natürlich gibt es immer wieder schwarze schafe aber nicht alle sind gleich. Man soll auch die andren "Fällen" wie babys in den letzten tagen getötet werden nachgehen. Gotseidank sind unter den babys keine Ausländer babay dabei. Das wäre wider mal was tolles für die deutsche Medien, denn Ausländer = Türken in diesem Land.
kb26919 (02.01.2008, 15:54 Uhr)
Gewalt gegen Gesellschaft
Es geschehen einfach zuviele Gewalttaten,egal von rechts oder links oder jugendlichen Migranten.Ganz offensichtlich muss es Konsequenzen fuer solche Kriminalitaet geben,fuer Auslaender sollte auch die Abschiebung 'im Raum' stehen.Die deutschen Schlaeger,die sich wiederholt durch Gewalt gegen die Gesellschaft zur Geissel machen sollten so lange wie moeglich weg gesperrt werden und es sollte auch verlangt werden dass diese Kriminellen Wiedergutmachung und Schadenersatz zahlen.Es muss auch dem hartgesottensten Schlaeger klar sein dass seine Taten Konsequenzen fuer ihn haben werden.
YoungManKoblenz (02.01.2008, 12:11 Uhr)
re. re. ausweisen
also ausländer in der 2. oder 3. generation hier leben und noch nicht richtig deutsch können sind immernoch ausländer. viele von denen meckern doch immer in der türkei oder so ist es viel besser als hier. dann sollen sie sich dahin verpissen. aber da bekommen sie wahrscheinlich kein geld in den arsch geschoben. und wenn sie nen deutschen pass haben dann sollen sie auch zum bund gehen und halt dann hier entsprechend bestraft werden.
es gibt genug ausländer die sich anpassen und sich entsprechend benehmen und vorallem richtig deutsch können. ich kenne genug von denen und komme super mit ihnen aus. warum können die anderen das denn nicht auch? sie wollen das wir "ihre frauen" nicht anfassen, wenn doch sind wir so gut wie tot und "ihre frau" auch, aber unsere deutschen mädchen wollen sie f*****!!?
ich meine wenn wir auswandern in ein anderes land müssen wir auch die sprache lernen und uns an die regeln halten. da ist es komischerweise kein problem einen deutschen auszuweisen wenn er mist baut.
YoungManKoblenz (02.01.2008, 12:04 Uhr)
YoungManKoblenz
Ausländer die sich nicht an die gesetze halten müssen raus aus dem land ganz einfach und das am besten mit einem schnellverfahren und nicht eins was über monate geht wo die leute noch untertauchen können. aber typisch politik... erst wenn was passiert wird gehandelt... war doch nur eine frage der zeit und vorhersehbar das sowas passiert. und so vorfälle passieren täglich in städten, u-bahnen, schulen usw.
ach und wenn sie schon das strafrecht von 10 auf 15jahren für jugendliche anheben können sie die 15jahre lebenslängelich für erwachsene vielleicht mal endlich auf lebenslang erhöhen.
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