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26. August 2008, 10:56 Uhr

Zwölf Tote durch verdorbenes Fleisch

In Kanada sind bis zu zwölf Menschen an einer Lebensmittelvergiftung durch verdorbenes Fleisch gestorben. Nach Regierungsangaben handelt es sich um eine Listeriose-Infektion. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Erkrankten noch deutlich steigt. Die betroffene Firma "Maple Leaf" nahm mehr als 200 Fleischprodukte vom Markt.

Aus dieser Fabrik kam das verdorbene Fleisch: Maple Leaf in Toronto© AP

Nach dem Verzehr von bakterienverseuchten Fleisch-Spezialitäten sind in Kanada zwölf Menschen an einer Lebensmittelvergiftung gestorben. 14 weitere Menschen seien nach dem Verzehr von Fleischprodukten der Firma Maple Leaf an Listeriose erkrankt, erklärten die Gesundheitsbehörden am Montag. 29 Verdachtsfälle würden noch überprüft. Es werde damit gerechnet, dass die Zahl der Erkrankten noch weiter steige, warnte Gesundheitsminister Gerry Ritz.

Vor einer Woche hatte die kanadische Lebensmittelaufsicht zahlreiche Produkte der Firma Maple Leaf wie Corned Beef, Roastbeef, Salami, Würste, Räucherschinken und Putenfleisch wegen einer Verseuchung mit Erregern der Gattung Listeria monocytogenes zurückgerufen. Inzwischen wurden 220 verschiedene Produktarten der Firma im Gesamtwert von 20 Millionen Dollar (13,5 Millionen Euro) zurückgerufen.

Mit Listerien verseuchte Lebensmittel sind am Geruch oder Geschmack nicht zu erkennen. Ihr Verzehr kann hohes Fieber, schwere Kopfschmerzen, Nackensteife und Übelkeit auslösen. Besonders gefährdet sind Schwangere, ältere Menschen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Bei Schwangeren kann eine Listeriose Früh- oder Totgeburten auslösen.

AFP/DPA
 
 
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