. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
22. September 2008, 12:06 Uhr

Nestlé bestreitet Gefahr für Deutschland

Deutsche Verbraucher können offenbar beruhigt weiter Milchprodukte kaufen: Nach der Entdeckung belasteter Nestlé-Waren in Hongkong hat das Unternehmen eine Gefahr für Deutschland ausgeschlossen. Auch die Verbraucherschutz-Organisation "Foodwatch" versicherte, der Melamin-Skandal sei ein rein "chinesisches Problem".

Banges Warten: Chinesische Mütter wollen ihre Babys in einem Krankenhaus in Shanghai untersuchen lassen© Qilai Shen/EPA

Trotz nachgewiesener Spuren der Chemikalie Melamin in Nestlé-Milch in Hongkong müssen sich deutsche Kunden dem Unternehmen zufolge keine Sorgen machen. "Kein Nestlé-Baby-Milch-Produkt, das in Deutschland auf dem Markt ist, enthält Melamin", versicherte Nestlé am Montag. Das werde durch zertifizierte Rohstoffquellen und Qualitätskontrollen sichergestellt. Außerdem sei der Import chinesischer Milch und Molkereiprodukte in die EU nicht zugelassen.

Der Melamin-Skandal sei ein rein "chinesisches Problem", betonte auch die Verbraucherschutz-Organisation "Foodwatch". Angesichts vermehrter illegaler Lebensmittelimporte über die Schwarzmeer-Häfen in Osteuropa seien neben Kontrollen allerdings auch politische Maßnahmen gefragt, mahnte "Foodwatch"-Geschäftsführer Thilo Bode im ZDF. Er forderte eine verstärkte Haftung auch von Importeuren und Einzelhändlern für die von ihnen verkauften Waren.

Das in Hongkong analysierte Nestlé-Produkt habe Melamin-Spuren aufgewiesen, "die 25-fach niedriger sind, als es der in der EU zugelassene Grenzwert erlaubt", teilte Nestlé weiter mit. Ursache für die gefundenen Spuren könne Kunststoff in der Verpackung sein. Die Milch stammte nach Behördenangaben von einem Tochterunternehmen Nestlés in der chinesischen Küstenstadt Qingdao und war für die Gastronomie bestimmt.

Unterdessen nimmt der Milchskandal in China immer größere Ausmaße an. Fast 53.000 Kleinkinder mussten im Krankenhaus behandelt werden. Bei rund 40.000 Kindern genügte eine ambulante Behandlung, aber knapp 13.000 Säuglinge und Kleinkinder mussten stationär behandelt werden, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Bislang hatten die Behörden von mehr als 6.200 Erkrankten gesprochen. Vier Kinder sind in Folge der Vergiftung mit Melamin an Nierensteinen gestorben.

Der Leiter der Behörde für Qualitätssicherung in China zog am Montag Konsequenzen aus der Affäre und trat zurück. Das Kabinett habe der Entscheidung Li Changjiangs zugestimmt, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

DPA/AP
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Milchpulver-Skandal in China Jetzt schon 50.000 Kleinkinder erkrankt

Der Skandal um verseuchte Milchprodukte in China nimmt immer größere Ausmaße an. Nach Behördenangaben mussten weit über 50.000 Kleinkinder medizinisch versorgt werden, knapp 13.000 liegen noch in Krankenhäusern. Auch der Weltkonzern Nestlé ist betroffen: In einem seiner Produkte wurden Spuren des giftigen Melamins entdeckt. mehr...

Giftskandal Auch Frischmilch mit Chemie verseucht

Der Skandal um verseuchte Milch in China weitet sich auch: Nicht nur bei Milchpulver, sondern jetzt auch in haltbarer Frischmilch ist die Chemiekalie Melamin nachgewiesen worden. Die Unternehmen müssen die betroffene Milch nun aus dem Handel zurückrufen. mehr...

Babymilch-Skandal in China Jetzt auch Joghurt und Eiscreme verseucht

Der chinesische Babymilch-Skandal zieht immer größere Kreise. In acht von 30 untersuchten Stichproben des Olympia-Sponsors Yili wurde die giftige Chemikalie Melamin nachgewiesen. Inzwischen sind auch Milch, Joghurt und Eiscreme betroffen. Ein viertes Baby ist nach dem Genuss von verseuchter Babymilch gestorben. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe