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3. August 2011, 17:01 Uhr

Bombe um Mädchenhals war Attrappe

Zehn Stunden lang tickte eine vermeintliche Bombe am Hals einer 18-Jährigen in Sydney. Ein Einbrecher hatte sie ihr angelegt, offenbar um die reiche Familie zu erpressen. Dann befreite ein Spezialkommando die Schülerin - und der grausame Betrug flog auf.

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Villen evakuiert: Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an© Paul Miller/DPA

Der reale Psychothriller am Mittwoch in Sydney ist durch eine geschickt gemachte Fälschung ausgelöst worden: Die vermeintliche Bombe am Hals einer überfallenen Millionärstochter war eine Attrappe. Die australische Polizei stellte jetzt klar: Die Apparatur enthielt keinen Sprengstoff. "Es sah aber absolut wie eine echte Bombe aus", sagte ein Sprecher. Ein Sprengstoffkommando hatte die 18-Jährige erst um kurz vor Mitternacht nach zehnstündigem Drama in einem der wohlhabendsten Vororte von Sydney befreit.

Anweisungen und Erpresserbrief hinterlassen

Ein Einbrecher war am Mittwochnachmittag in die Villa eingedrungen, hatte die Schülerin, die allein zu Hause war, überfallen und ihr eine komplizierte Apparatur um den Hals gelegt, die er mit Ketten befestigte. Es handele sich um eine Bombe, die er jederzeit detonieren lassen könne, sagte der Mann. "Der Eindringling hinterließ Anweisungen", sagte der Polizeisprecher. "Sie waren sehr präzise und so geschrieben, dass wir glauben mussten, es mit einer echten und ernsten Bedrohung zu tun zu haben."

Die Polizei hielt sich mit weiteren Einzelheiten zurück, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Zeitungen berichteten aber, dass der Mann einen Erpresserbrief hinterließ. Die Familie gehört zu den reichsten Einwohnern Sydneys. Der Mann verschwand anschließend. Die Fahndung nach dem Täter blieb bisher erfolglos.

fw/DPA
 
 
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