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17. März 2008, 17:08 Uhr

Tibeter randalieren in München

Vor dem chinesischen Konsulat haben 30 Tibeter demonstriert - aber nicht lange friedlich. Sie verbrannten die chinesische Flagge und wollten gewaltsam in das Konsulat einzudringen. Nach einem Handgemenge mit der Polizei wurden 26 Protestierende festgenommen.

Aufgebrachte Tibeter haben mit Sprühfarbe die Eingangstüre des chinesischen Generalkonsulats in München beschmiert© Oliver Lang/DDP

Bei Protesten von Tibetern in München gegen die Gewalt chinesischer Sicherheitskräfte in Tibet sind 26 Demonstranten vorläufig festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilte, versammelten sich bis zu 30 Tibeter zunächst friedlich vor dem chinesischen Generalkonsulat. Einige von ihnen begannen dann jedoch, Farbparolen wie "Stop killing in Tibet" und "Free Tibet" an die Außenmauern zu schreiben. Sie verbrannten eine chinesische Staatsflagge und versuchten, die Vertretung zu stürmen. Einige der Chinesen in dem Konsulat wurden bei den Auseinandersetzungen leicht verletzt. Bei den folgenden Festnahmen kam es auch zu Handgreiflichkeiten gegenüber den Polizeibeamten.

Zu erneuten Demonstrationen aufgerufen

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte an, vor dem Generalkonsulat würden vorübergehend Sicherheitsposten eingerichtet. Gewalt gegenüber ausländischen Vertretungen müsse unterbunden werden. Gegen die festgenommenen Demonstranten wird unter anderem wegen Hausfriedensbruchs, Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt.

Die Tibet Initiative München rief unterdessen alle Tibeter zu Gewaltlosigkeit auf. "Wir von der Tibet Initiative München haben Verständnis für die Gefühle der tibetischen Flüchtlinge, fordern aber von solchen Grenzüberschreitungen abzusehen und dem Aufruf des Dalai Lama zur Gewaltlosigkeit Folge zu leisten", erklärt eine Sprecherin. Die Tibet Initiative hat für Dienstag zu einer erneuten Demonstration und Mahnwache vor dem chinesischen Generalkonsulat aufgerufen.

DPA
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
RegiFecht (18.03.2008, 09:59 Uhr)
@masta949
nicht rechtfertigt die Gewalt der Tibeter. Es geht hier um die Art der Berichtserstattung, um die Manipulation durch die Medien. Dass ein paar Tibeter randalieren wird an erste Stelle gesetzt und der Mord an Hunderten von Tibetern läuft unter 'ferner liefen'.
Merkt denn hier keiner, wie die Macht verteilt ist. China ist eine WirtschaftsMACHT und erst am Anfang. Mehr dazu nicht, sonst schreien gleich wieder einige was von Verschwörungstheorien.
masta949 (18.03.2008, 09:01 Uhr)
Menschenverachtend
Wie kann es die Muenchener Polizei wagen, protestierende Tibeter die ein Gebaeude beschaedigen und andere Menschen physisch angreift einfach so zu verhaften. Ja, so geht das nicht, das ist gegen die Menschenrechte.
Wenn ich Tibeter bin und randaliere, da kann ich mich aber auch auf die Menschenrechte stuetzen, wenn ich das in Bayern tue. Bin doch sowieso unterdrueckt.
Bitte, wenn ich das Vorgehen gegen Randalierer in Tibet veurteile, dann muss ich aber auch unserer Polizei Menschenrechtsverletzungen vorwerfen. Ist doch alles absurd.
tripex (18.03.2008, 01:10 Uhr)
Egal, was in Tibet ablaeuft...
...es ist doch kein Freibrief fuer Gewalt woanders, oder?
Klaus_P (17.03.2008, 19:48 Uhr)
@ScoutHH
Ich möchte mal wissen was Sie tun würden wenn Sie wüssten dass Ihre Freunde, Bekannten und Verwandte in der fernen Heimat abgeschlachtet werden und die ganze Welt einfach nur zuschaut.
Wie krank ist diese Welt eigentlich?
ScoutHH (17.03.2008, 19:07 Uhr)
@RegiFecht
Völliger Quatsch, was Sie hier schreiben.
Weder der Stern noch andere Journalisten haben einen halbwegs verlässlichen Überblick, was in Tibet passiert. Da kann man als ernstzunehmendes Magazin keinen seriösen Bericht schreiben, sondern nur Vermutungen anstellen und sich auf Berichte von Touristen etc. verlassen.
Und die Tibeter in München? Nun ja, Friedfertigkeit und Gewaltlosigkeit, wie von den Tibetern immer gepredigt, sieht anders aus!!!!
RegiFecht (17.03.2008, 18:49 Uhr)
Chinesen MORDEN in Tibet,
und der Westen, alle großkotzigen Demokraten schauen weg. Und der Stern berichtet über randalierende Tibter in München, der Stern, ein Knecht der Bilderberger.
Klaus_P (17.03.2008, 18:41 Uhr)
Liebe Tibeter
eure Proteste werden wohl ungehört bleiben. Was zählen ein paar Menschenleben im Vergleich zum großen Geld und Macht.
Mit China darf man es sich nicht verscherzen, immer schön kuschen und nen Kniefall machen.
Schön dass wir in Deutschland Politiker haben ohne Rückgrat und Courage.
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