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28. März 2010, 13:36 Uhr

Bewaffnete greifen Schweizer Casino an

Zehn vermummte und bewaffnete Männer haben am Morgen das Grand Casino in Basel überfallen. Die Täter erbeuteten mehrere Hunderttausend Franken und gingen äußerst brutal vor.

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Das Grand Casino in Basel: Schüsse vor den Tresortüren© Markus Stuecklin/EPA

Der Berliner Poker-Raub hat mit einem Überfall einer Gruppe bewaffneter und vermummter Männer auf das Kasino im schweizerischen Basel offenbar Nachahmer gefunden. Zehn vermummte und mit Pistolen bewaffnete Männer überfielen am frühen Morgen das Grand Casino Basel und erbeuteten mehrere hunderttausend Franken, wie die Schweizerische Depeschenagentur (SDA) meldete. Nach Angaben der Basler Staatsanwaltschaft seien die Angreifer mit zwei grauen Audis vorgefahren und hätten dann das Gebäude gestürmt. Laut SDA hätten die Täter zunächst mit einem Vorschlaghammer die Eingangstüren der Spielbank zertrümmert und dann im Eingangsbereich Gäste und Angestellte bedroht. Diese hätten sich auf den Boden geworfen.

Einige Täter überfielen im Untergeschoss die Kasse. Als sie vergeblich versuchten, die Zugangstüren zum Tresor zu öffnen, seien mehrere Schüsse gefallen. Die übrigen Räuber hätten die Kasse im Obergeschoss ausgeraubt. Nach kurzer Zeit seien die Täter aus dem Casino geflüchtet und in ihre Wagen gestiegen, hieß es in dem Bericht. Eine Frau, deren Wagen den Fluchtweg der Täter blockierte, sei von den Männern aus dem Wagen gezerrt und geschlagen worden. Danach seien die Täter ins benachbarte Frankreich geflüchtet.

Schläge und Fusstritte gegen die Gäste

Die schweizerische Polizei leitete zusammen mit den französischen Behörden Ermittlungen ein. Durch die Schüsse in der Spielbank wurde niemand getroffen. Die Täter hätten aber einige Gäste sowie einen Sicherheitsmann durch Schläge und Fußtritte leicht verletzt.

Der Raub erinnerte an den spektakulären Raubüberfall auf ein Pokerturnier im Berliner Nobelhotel Grand Hyatt Anfang März. Vier maskierte Täter hatten das Hotel am Potsdamer Platz gestürmt und Sicherheitsleute sowie Angestellte mit Pistolen und einer Machete bedroht. Insgesamt sollen die Räuber 242.000 Euro erbeutet haben. Vier mutmaßliche Täter sitzen mittlerweile in Haft. Ein weiterer Mann, der sich gestellt und seine mutmaßlichen Komplizen benannt hatte, wurde wegen seiner Zusammenarbeit mit der Polizei wieder auf freien Fuß gesetzt.

hef/AFP/DPA
 
 
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