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20. Dezember 2008, 20:13 Uhr

USA schicken weitere 30.000 Soldaten

Die USA wollen bis zu 30.000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan schicken, um die wiedererstarkten Taliban in den Griff zu bekommen. Die neuen Truppen sollen spätestens im Sommer einsatzbereit sein. Der neue US-Präsident Barack Obama will Afghanistan mehr Aufmerksamkeit widmen.

Afghanistan, US-Truppen, Nato

US-Admiral Mike Mullen hat angekündigt, dass die USA bis zu 30.000 weitere Soldaten nach Afghanistan entsenden wollen© Rahmat Gul/AP

Die USA wollen bis zu 30.000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan schicken, um ein weiteres Aufblühen der radikal-islamischen Taliban zu verhindern. Die genaue Zahl der neuen Soldaten stehe zwar noch nicht fest, sagte US-Admiral Mike Mullen vor Journalisten in Kabul. "Nach heutigem Stand werden es aber 20.000 bis 30.000 sein."

Sie sollten spätestens im Sommer einsatzbereit sein. Der Nato-Oberkommandierende in Afghanistan, US-General David McKiernan, hat zusätzliche Soldaten angefordert, um vor allem im Süden und Osten des Landes gegen die wiedererstarkten Taliban besser vorzugehen zu können. Der künftige US-Präsident Barack Obama will dem Land mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

US-geführte Truppen hatten 2001 die regierenden Taliban in Afghanistan kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gestürzt. Derzeit haben die USA in Afghanistan 31.000 Soldaten stationiert, die in Teilen unter Nato-Kommando stehen. Zur Nato-Truppe gehören 51.000 Soldaten, darunter rund 3500 von der Bundeswehr.

Die Aufstockung ist Mullen zufolge unter anderem deshalb möglich, weil die USA die Zahl ihrer Truppen im Irak verringern werden. Bislang war in den USA diskutiert worden, in den kommenden ein bis zwei Jahren zusätzliche rund 20.000 Soldaten nach Afghanistan zu schicken.

Reuters
 
 
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Afghanistan Aufstockung Irak Kabul NATO-Truppe Soldat
KOMMENTARE (8 von 8)
 
aeternitas (21.12.2008, 16:41 Uhr)
auch 100.000 Soldaten nützen nichts
Wie viele paschtunische Terroristen sind denn bisher in der internationalen Terroristenszene aufgetreten?
Rechtfertigt eine vermutete Anwesenheit im felsigen Hinterland von Afghanistan, dass die ohnehin schon arme Bevölkerung noch weiter unter Beschuss genommen wird? Mir ist nicht wohl dabei, dass 30.000 Soldaten da stationiert sind. Die werden bestimmt nicht alle Bin Laden + die Taliban jagen, im Gegenteil. Sie hätten dann ja keinen Vorwand mehr in Afghanistan zu sein. Die Frage ist, für welchen Krieg werden sie dort stationiert? Gegen den Iran??? Soll es einen neuen Weltkrieg geben, oder wie stellen sich die USA das vor? Sie haben es ja noch nicht mal geschafft, den vergleichsweise kümmerlich bewaffneten Irak zu besiegen. Was haben sie im Iran vor? Giftgas? Milzbrand? Pocken? Mir macht das Angst. Das wird böse enden.
Blacky007 (21.12.2008, 12:40 Uhr)
Never ending story
Erst haben sich die Russen in Afghanistan vergeblich versucht und nun versucht sich die USA mit einigen Verbündeten seit Jahren und sie werden sich auch in 10 Jahren noch vergeblich dort versuchen. Jeder Soldat schürt den Hass aufs Neue und lässt wenigstens einen Afghanen bei den Talibans hinzukommen. Jeder tote Zivilist bringt das Blut der Afghanen -verständlicher Weise- erneut zum Kochen und formt den Wunsch, den unliebsamen Westeindringling in die Hölle zu schicken. Die Amis sind unbelehrbar - sie haben weder aus dem Desaster von Vietnam gelernt, noch aus dem des Iraks und nun ist eben Afghanistan das Vietnam des 21. Jahrhunders. USA und ihre Verbündeten unternehmen, zu Lasten der Steuerzaler, riesige Anstrengungen um sich vor Twerroranschläge zu schützen und auf der anderen Seite wird das Geld der Seuerzahler dafür ausgegeben, dass man den Terroristen immer weitere Gründe liefert, um erneute Anschläge zu verüben. Die Dummen sind die vielen Unschuldigen, die dieses sinnlose Treiben mit ihrem Leben oder als Kriegskrüppel bezahlen und die ganzen Steuerzahler, die dafür arbeiten gehene, damit diese Kriegsspielsüchtigen ihre Rüstungskonzerne mit Milliarden füttern.
flyingfree (21.12.2008, 02:59 Uhr)
Taliban?
Schreibt doch gleich Afghanen. Diese sogenannten Taliban sind afghanische Bürger, die solange terrorisiert wurden bis sie sich schließlich dem Widerstand angeschlossen haben.
Die West-Truppen haben sich Gegner aus allen Nachbarländern in´s land geholt, aber Taliban sind Afghanen und waren es immer.
Dieses Land wird kein zweites USA, auch nicht mit 1 Million frischem Fleisch.
Letztlich mussten alle Invasoren wieder verschwinden. Auch USA und Deutschland. Es wird nur immer noch mehr Tote geben.
Mensch.Student (21.12.2008, 01:45 Uhr)
bin kein wirtschafsexperte
aber folgen aus mehr schulden (im dollarland) nicht mehr belastung und damit abwertung für den dollar? allein die logistik dürfte den dollar von grün auf blau prügeln ...
chaom (21.12.2008, 00:44 Uhr)
@Goldfire
Der Norden ist nicht deshalb sicher weil da die Deutschen sind, sondern weil es da kaum Talibans gibt!
Ernst1 (20.12.2008, 21:50 Uhr)
Man kann kein Land befrieden
wenn die Besatzer nicht willkommen sind.
Goldfire (20.12.2008, 21:28 Uhr)
Cowboy-Taktik
Die Taliban konnte nur deswegen in diesen Gebieten wieder an Boden gewinnen, weil sich US-Soldaten wie Cowboys aufgeführt haben. Dagegen setzt z.b. die Bundeswehr auf ein friedliches miteinander, was auch umstritten ist [Drogen], aber auch den Vorteil hat, dass der Norden, gesichert durch die Deutschen, relativ "harmlos" ist. Dennoch fielen für die Republik 30 Soldaten. Meiner Meinung nach bringt es herzlich wenig die Soldatenzahl zu erhöhen, solange nicht Rückhalt und damit der Wille in der Bevölkerung herrscht. Deswegen Aufbau, Vertrauen und vorallem ein Miteinander - wie in der Nachkriegszeit.
hamburg123 (20.12.2008, 20:28 Uhr)
Wiedererstarkte Taliban?
Nach 8 Jahren "Krieg gegen den Terror"? Na super Strategie...
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