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18. November 2011, 12:30 Uhr

Griechische Wirtschaft liegt am Boden

Die griechische Wirtschaft schrumpft in der Schuldenkrise deutlich, die Arbeitslosigkeit schnellt in die Höhe. Dennoch will die neue Regierung das Haushaltsdefizit im kommenden Jahr drücken.

Griechenland, Krise, Wirtschaftswachstum, Rezession, Arbeitslosigkeit

Die neue Regierung unter Ministerpräsident Lucas Papademos will das griechische Haushaltsdefizit auf 5,4 Prozent drücken© Vladimir Rys/Getty Images

Die griechische Wirtschaft erlebt eine tiefgreifende Krise und schrumpft in diesem Jahr um 5,5 Prozent. Zudem werde die Arbeitslosigkeit 15,4 Prozent erreichen, hieß es im Haushaltsentwurf der neuen griechische Regierung unter Ministerpräsident Lucas Papademos. Für das kommende Jahr wird mit einer Arbeitslosenquote von 17,1 Prozent gerechnet.

Mit Hilfe eines Schuldenschnitts und Privatisierungserlösen in Milliardenhöhe will Griechenland sein Haushaltsdefizit im kommenden Jahr auf 5,4 Prozent senken. Das sieht der nun veröffentlichte Entwurf der Regierung vor. Ohne den teilweisen Forderungsverzicht privater Gläubiger würde das Defizit demnach 6,7 Prozent der Wirtschaftsleistung betragen. In diesem Jahr wird ein Minus von neun Prozent erwartet. Neben den Schuldenschnitt erhofft sich das hoch verschuldete Land erhebliche Mehreinnahmen durch die Privatisierung von Staatsunternehmen. Das soll 2012 rund 9,3 Milliarden Euro in die Kassen spülen, nach 1,7 Milliarden Euro in diesem Jahr.

Der Schuldenstand wird dem Entwurf nach im kommenden Jahr auf 309,3 Milliarden Euro oder 145,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes fallen - vorausgesetzt, der Schuldenschnitt kommt. 2011 wird mit 352 Milliarden Euro gerechnet, was den Angaben nach 161,7 Prozent der Wirtschaftsleistung entspräche.

Reuters
 
 
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