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2. Februar 2012, 13:55 Uhr

Raketenschild soll aus Ramstein gesteuert werden

Er soll Europa vor einer Bedrohung durch Länder wie dem Iran schützen: Der Nato Rakentenschild, dessen Pläne noch aus der Bush-Ära stammen. Jetzt heißt es aus Diplomatenkreisen, das Kommando des Abwehrsystem werde im rheinland-pfälzischen Ramstein eingerichtet.

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Die Nato-Militärbasis in Ramstein: Hier soll offenbar das Kommando für den geplanten Raketenabwehrschild eingerichtet werden© Ronald Wittek/DPA

Das Kommando für den geplanten Nato-Raketenabwehrschild wird nach Diplomatenangaben auf dem Stützpunkt des Militärbündnisses im rheinland-pfälzischen Ramstein eingerichtet. Das sagte ein Nato-Diplomat am Donnerstag in Brüssel. Der Raketenschild soll Europa Schutz bieten vor einer möglichen Bedrohung durch Mittelstreckenraketen.

Beim Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel wollte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) diese Angaben nicht bestätigen. Er verwies auf die Überlegungen, US-Truppen aus Deutschland abzuziehen. "Aber auch nach dem Abzug, der da in Rede steht, wird Deutschland die wichtigste, strategisch bedeutendste Stationierung der Vereinigten Staaten in Europa sein", sagte de Maizière. "Das begrüßen wir sehr, und dazu gehört insbesondere auch Ramstein in seiner für die Luftwaffe strategischen Bedeutung."

Bei dem Raketenschild gehe es "um eine in Europa stationierte Raketenabwehr gegen Bedrohungen aus dem Nahen Osten, insbesondere aus dem Iran", sagte de Maizière. "Deutschland kann sich vorstellen, die Patriot-Raketen, die in Deutschland sind, auch als Teil dieses Systems zur Verfügung zu stellen."

Schutz vor dem Iran und anderen Akteuren

Der Raketenschild stößt in Russland auf massive Vorbehalte. Die ursprünglichen Pläne der US-Regierung unter dem damaligen Präsidenten George W. Bush wurden zwar aufgegeben, doch dringt Washington innerhalb der Nato weiter auf die Realisierung des Raketenschildes. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte erklärt, das Abwehrsystem richte sich nicht gegen Russland, sondern vor allem gegen den Iran und andere Akteure, die bedrohliche Raketentechnik entwickelten.

Mehrere Staaten haben bereits ihre Beteiligung an dem Schild zugesagt, unter ihnen Polen, Spanien, Rumänien und die Türkei. So sollen in Spanien bis zum Jahr 2013 mit einem Raketenabfangsystem ausgestattete US-Militärschiffe auf einer US-Marinebasis im südlichen Rota stationiert werden.

mad/AFP
 
 
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