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11. Oktober 2005, 11:16 Uhr

Schröder geht nicht zu Gazprom

Die "Bild"-Zeitung berichtete, dass Bundeskanzler Schröder bei dem russischen Energiekonzern Gazprom eine Stelle als Berater angeboten bekommen würde. Regierungssprecher Bela Anda dementierte den Bericht.

Bela Anda zu Gerhard Schröder: "Ich bin ganz sicher, dass er weiter ein political animal bleiben wird"© Wolfgang Kumm/DPA

"Das stimmt nicht", sagte Regierungssprecher Bela Anda am Dienstag in Berlin. Dabei bezog er sich ausdrücklich auf einen Bericht der "Bild"-Zeitung, der er vorwarf, trotz Kenntnis seines Dementis dies nicht in ihrer Berichterstattung erwähnt zu haben.

Die Zeitung hatte sich auf eine Meldung des russischen Radiosenders "Echo Moskwy" bezogen. Dieser hatte berichtet, Gazprom könnte Schröder bald ein Beraterangebot machen. Das Thema sei angeblich auch bei Schröders Kurzbesuch beim russischen Präsidenten Wladimir Putin am vergangenen Freitag aufgekommen. Anda nannte das eine "haltlose Spekulation". SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter sprach von einem "üblen Gerücht".

Gazprom steht unter maßgeblichem staatlichem Einfluss und ist der weltweit größte Gasförderer. Der Konzern betreibt umfangreiche Geschäfte mit Deutschland.

"Gerhard Schröder wird sich nicht einfach aufs Altenteil zurückziehen. Er wird gegebenenfalls mehr Freizeit haben. Aber ich bin ganz sicher, dass er weiter ein political animal bleiben wird", sagte Benneter im Sender N24. Auf die Frage, ob Schröder möglicherweise doch Vizekanzler einer großen Koalition werden könnte, antwortete Benneter ausweichend. "Wir hoffen und wir wünschen uns, dass Gerhard Schröder weiter ganz führend bei uns mitmischt", sagte der SPD-Generalsekretär.

Reuters

 
 
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