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10. Februar 2010, 07:00 Uhr

Koalition ist auf steiler Talfahrt

Die Zustimmung der Bürger zur schwarz-gelben Koalition sinkt rapide. Im stern-RTL-Wahltrend kann das linke Lager den Vorsprung auf satte acht Prozentpunkte ausbauen. Das freut besonders die Grünen.

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Schlechte Stimmung auf der Regierungsbank: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Guido Westerwelle© Michael Gottschalk/DDP

Die Entscheidung, die Steuersünder-CD zu kaufen, hat Union und FDP in der Wählergunst einbrechen lassen. Im stern-RTL-Wahltrend sackte die Union im Vergleich zur Vorwoche um 2 Punkte auf 34 Prozent ab, die FDP fiel um einen Punkt auf 8 Prozent. Für die SPD würden sich unverändert 22 Prozent der Wähler entscheiden. Die Grünen klettern erneut um einen Punkt und erreichen mit 17 Prozent ein neues Umfragehoch. Die Linke steht wie schon seit Jahresbeginn stabil bei 11 Prozent. Bei "sonstigen Parteien" würden 8 Prozent der Wähler ihr Kreuzchen machen (+2).

Vorbehalte wegen Steuersünder-CD

Gemeinsam kommt Schwarz-Gelb nur noch auf 42 Prozent der Stimmen und liegt damit 8 Punkte hinter SPD, Grünen und Linken (gemeinsam 50 Prozent). So schlecht standen Union und FDP zusammen im stern-RTL-Wahltrend zuletzt vor achteinhalb Jahren im Herbst 2001, als sich die Bevölkerung nach den Terroranschlägen von New York stark hinter die damalige rot-grüne Regierung Schröder/Fischer stellte.

Forsa-Chef Manfred Güllner begründete gegenüber dem stern den Absturz der Regierungsparteien damit, dass zahlreiche Anhänger von Union und FDP große Vorbehalte gegen den Kauf der Steuersünder-CD hätten. Güllner: "Viele Mittelständler verstehen nicht, dass der Staat sich nicht um den Datenschutz schert, den er den Betrieben immer stärker abverlangt, und Geschäfte mit Kriminellen betreibt." Die Grünen erhalten nach seinen Worten weiter Zulauf aus dem Lager früherer SPD-Wähler, für die Grün zunehmend attraktiv werde.

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Lesen Sie mehr zur Koalition... ... in der neuen Ausgabe des stern

 
 
KOMMENTARE (10 von 16)
 
FishermansFriend (11.02.2010, 13:52 Uhr)
Grober Unfug
Das ist ja wohl der allergrößte Unfug! Den Einbruch bei den Umfragewerten der Koalition mit dem Kauf der Steuerhinterzieher-CD zu begründen. Das ist das einzig Richtige was die Schwarz-Geld Koalition bisher geschafft hat und das hat auch in der Bevölkerung für gropße Sympathie gesorgt. Der eigentliche Grund ist die aktive Nichtpolitik, der ständige Dauerstreit zwischen -man weiß ja gar nicht mehr wer gegen wen- und das desaströse Gesamtbild, das eher einer Trümmertruppe als einer Regierung einer wirtschaftlichen Weltmacht gleicht. Na ja, werden wir auch nicht mehr lange sein, weil uns die Schulden irgendwann aufressen werden.

Es sei denn; wir finden noch die ein oder ander CD. Denn Geld ist eigentlich genug da.
leboz (10.02.2010, 22:28 Uhr)
Wie sang schon Vico Torriani?
...Zwei Spuren im Schnee führ'n herab aus steiler Höh'...
gokahe (10.02.2010, 19:26 Uhr)
Respekt Herr Güllner,
die Idee einen Zusammenhang CD und Wahlverhalten zu zimmern ist logisch ,wie beschrieben eigentlich unterirdisch aber konsequent im Versuch zielgerichtet meinungsbildend nicht meinungsabildend tätig zu sein. Wie es ein Vergleich mit den Emnidzahlen von heute CDU/CSU -36%, SPD -25%(?), GR -14%(?), FDP -9%, Linke -11%, sonstige -5%(?) wieder eindrucksvoll belegt.
mit freundlichen Grüßen gokahe
Blogger93 (10.02.2010, 15:05 Uhr)
Andere 8%
Ich bin so froh, dass die Leute sehen, dass CDU und CSU und FDP die Leute die ganze Zeit verarscht haben! - Mit Wahlsprechen, die nicht haltbar sind und es nie waren.
Hoffen wir, dass es 2013 oder schon früher eine Ohrfeigen-Wahl gegen Schwarz-Gelb gibt.

Grüne 17%. Das ist sehr schön.
SPD 22% Ok. Könnte noch besser sein.
FDP: 8% (-1) bitte weiter so nach unten!
CDU/CSU: 34% (-2) und weiter abwärts geht die fahrt
andere: 8% (+2) Rekord. Wer meint ihr steckt zu wie viel dahinter???





5% PIRATEN?
Was meint ihr?
MBALZ (10.02.2010, 13:51 Uhr)
Gleichnis zur Erklärung realer Wirtschaftspolitik
Wirtschaftspolitik, verständlich erklärt anhand von 2 Kühen:

Christdemokrat:
Sie besitzen 2 Kühe. Ihr Nachbar keine.
Sie behalten eine und schenken Ihrem armen Nachbarn die andere.
Danach bereuen Sie es.

Freidemokrat:
Sie besitzen 2 Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine.
Na und?

Amerikanisches Unternehmen
Sie besitzen 2 Kühe.
Sie verkaufen eine, leasen sie zurück; gründen eine AG und zwingen die beiden Kühe, das Vierfache an Milch zu geben. Sie wundern sich, als eine tot umfällt. Sie geben eine Presseerklärung heraus, in der Sie erklären, Sie hätten Ihre Kosten um 50% gesenkt.
Ihre Aktien steigen.

Britisches Unternehmen.
Sie besitzen 2 Kühe. Beide sind wahnsinnig.

Italienisches Unternehmen
Sie besitzen 2 Kühe, aber wissen nicht, wo sie sind. Während Sie sie suchen, sehen Sie eine schöne Frau. Sie machen Mittagspause.
Das Leben ist schön.

Polnisches Unternehmen
Ihre beiden Kühe wurden letzte Woche gestohlen.
Laramie (10.02.2010, 13:30 Uhr)
Herr Guellner irrt sich
Herr Guellner irrt sich hier oder setzt verbreitet bewusst die Unwahrheit (vielleicht hat er ja auch ein Schweizer Konto) . Der CD Ankauf war bis jetzt das einzige vernuenftige was diese Regierung gemacht hat. Es steht allerdings noch offen ob sie von den Daten auch Gebrauch machen. Ich koennte mir vorstellen dass die diese CD kaufen und klammheimlich verschwinden lassen um ihre Klientel nicht zu verprellen ....
erichmonika (10.02.2010, 13:26 Uhr)
Pfeffersäcke
Komisch oder ist es gerade bezeichnend, dass die Inhaber großer Portemonnaie plötzlich den Rechtsstaat entdecken, wenn es um die Daten von Steuersündern geht. Wenn es um die Daten von anderen Rechtsbrechern geht, habe ich von denen noch nie was gehört. Der betroffene Hund bellt halt.
knilch_59 (10.02.2010, 12:04 Uhr)
@tannebaum: Zur Rolle der FDP bei der Staatsverschuldung
Es gibt eine statistische Korrelation zwischen FDP-Regierungsbeteiligung und zunehmendem Tempo bei der Staatsverschuldung. Gerade die pseudoliberale Klientelpartei hat ein massives Interesse an staatlicher Kreditaufnahme. Das ist der sichere Hafen für das Geld der Wohlhabenden. Warum investieren und riskieren, wenn es doch viel bequemer geht? Derzeit zahlt der Bund jährlich 38 Milliarden an Zinsen - an wen eigentlich? Sollte die Wirtschaft wieder anspringen und die Zinsen steigen, wird sich dieser Betrag in 5 Jahren locker verdoppeln. Wohlhabende sind DIE Profiteure der Staatsverschuldung, zumal Kapitalerträge niedriger besteuert werden als erarbeitetes Einkommen. Wenn ich in meinen Laden investiere und mir den Gewinn entnehme, zahle ich dafür bis zu 45% Spitzensteuersatz, und muss mir Sorgen machen. Wenn ich das Geld dem Staat geben kann, schlafe ich ruhig und spare Steuern.
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Wenn ich Gewinne mache, muss ich mich als gierigen Kapitalisten verunglimpfen lassen. Und so, als Darlehnsgeber an den Staat, kann ich natürlich noch prima über die Schmarotzer herziehen, und mir insgeheim die Hände reimen.
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So funktioniert Guidos Spaßpartei wirklich!
knilch_59 (10.02.2010, 11:47 Uhr)
Zuerst kann man es nicht allen Recht machen, ...
... und dann kann man es Niemanden mehr Recht machen. Die SPD hat erlebt, was umfassender Vertrauensverlust bedeutet, und das ist auch gut so. Schade ist nur, dass sich die anderen Parteien, statt eigene Erfolge und Betätigungsfelder zu finden, im Misserfolg der SPD ausgeruht haben. Sind die Massen mal derart aufgewühlt und in Bewegung gebracht worden, ist das nur schwer zu stoppen.
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Natürlich kann man darüber streiten, wie hoch denn Sozialhilfesätze sein müssten. Wenn man es lässt und wegtaucht, wie diese Regierung und ihr Vorgänger und es getan haben und damit zulässt, dass das Bundesverfassungsgericht die politischen Handlungszwänge diktiert, stellt die Demokratiefähigkeit in Gänze in Frage. Das System Merkel, der ?präsidiale Führungsstil? *gröhl*, steht auf dem Prüfstein. Nur keine Fläche machen, reicht in Krisenzeiten als politische Handlungsmaxime ausdrücklich nicht.
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Die Menschen haben das gemerkt und eiern in ihrem Wahlverhalten wild in der Gegend rum. Weil die Politik sich vor den Antworten drückt: Staatsverschuldung, soziale Grundsicherung, auskömmliche Rente, Krankenversicherung, Ankurbelung der Wirtschaft, Bildung, ... Man fragt sich wirklich, was eigentlich noch funktioniert, und ob die Politik daran noch einen Anteil hat, oder ob es nur klappt, weil sich Angie, Guido und Frank-Walter des Themas noch nicht angenommen haben.
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Das Volk hat ein Recht darauf, ein Gesamtkonzept vorgelegt zu bekommen. Das Sich Drücken hiervor wird allmählich zum Problem. Wenn jede Wahlentscheidung zwangsläufig dazu führt, dass die Partei, die in A gewonnen hat, hinterher bei der nächsten Wahl verliert, ist das ein beunruhigendes Zeichen. Politik braucht eben auch Kontinuität. Wir hatten zuviel davon, jetzt kommt die Gegenbewegung. Hoffentlich schaukelt sich das nicht auf!
tannebaum (10.02.2010, 11:35 Uhr)
jaja, immer druff....
schwarz/rot hat sich die hochwerte mit immer neuen schulden gekauft. sonst hätte man die auch zum teufel gejagt. Problem ist doch, dass keiner die wahrheit sagen will, sondern nur scheibchenweise rauslässt...

im endeffekt ist rente, gesundheit, pflege und nun auch hartzIV am ende. zu teuer, nicht bezahlbar, aber keiner will es wahrhaben. und die wähler wollen von verzicht und ende der fahnenstange erst recht nichts wissen. naja, nach 60 jahren ununterbrochenem wohlstandswachstum auch schwer zu verstehen, dass es mal zu ende sein kann...

fett, faul, arbeitsüberdrüssig, bildungsarm, überbeansprucht, selbstgefällig, nur spassorientiert, übersteigerte anspruchsvorstellungen und so weiter... das zeichnet unsere gesellschaft aus. ein träge herde kühe, gemästet durch subventions- und schuldenfutter.
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