25. April 2012, 11:00 Uhr

Mehrheit missbilligt Herdprämie

Seit Wochen streitet die Koalition über das Betreuungsgeld - was ziemlich sinnfrei ist, denn die Mehrheit will es ohnehin nicht. Kritisch sind auch die Urteile zur Arbeit von Familienministerin Schröder.

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Betreuungsgeld: Selbst Frauen sind skeptisch©

Das in der Koalition heftig umstrittene Betreuungsgeld für Eltern, die ihre unter dreijährigen Kinder zu Hause betreuen und nicht in eine Kindertagesstätte schicken, wird von einer breiten Mehrheit der Deutschen abgelehnt. In einer Umfrage für das Magazin stern und den Fernsehsender RTL sprachen sich 60 Prozent der Bürger gegen die Einführung dieser staatlichen Hilfe aus. 36 Prozent sind dafür.

Die Umfrage fand zu einem Zeitpunkt statt, als der Vorstoß, Hartz-IV-Empfänger von der Leistung auszuschließen, noch nicht publik geworden war.

Deutliche Unterschiede zeigen sich in den Altersgruppen: Während die Jüngeren (18 bis 29-Jährige) mehrheitlich die von Kritikern so genannte Herdprämie gut fänden (51 Prozent dafür, 43 Prozent dagegen), halten sie die Älteren, ab 60-Jährigen mehrheitlich für falsch (33 Prozent dafür, 61 Prozent dagegen). Frauen (39 Prozent dafür) würden die Einführung der Prämie eher begrüßen als Männer (34 Prozent dafür).

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU), deren Ministerium derzeit einen Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld erarbeitet, kommt bei den Deutschen nicht gut an. 50 Prozent bewerten ihre Arbeit als weniger gut (36 Prozent) oder schlecht (14 Prozent). Nur 27 Prozent schätzen sie als gut ein. Noch am besten schneidet die Familienministerin bei den 18- bis 29-Jährigen ab: Hier äußern sich 33 Prozent zufrieden mit ihr. 35 Prozent dieser Altersgruppe sind unzufrieden.

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mw
 
 
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