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4. Juni 2007, 10:36 Uhr

Das ist der Schwarze Block

Ob 2001 in Genua, regelmäßig zum 1. Mai oder jetzt wieder in Rostock: Der Schwarze Block sorgt auf Demos immer wieder für Krawalle und liefert sich Straßenschlachten mit der Polizei verantwortlich gemacht. Wer steckt hinter dem Schwarzen Block?

Schwarzer Block und Links-Autonome - die Grenzen sind oft fließend© Fabian Bimmer/AP

Anders als die Bezeichnung vermuten lässt, ist der Schwarze Block keine einheitliche, homogene Gruppierung. Vielmehr handelt es sich um ein Sammelsurium linksextremer, anarchistischer und autonomer Gruppen. Deren Angehörige fallen vor allem bei Demonstrationen wie jetzt in Rostock aber auch anlässlich des 1. Mais etwa in Berlin regelmäßig durch Krawalle und Straßenschlachten mit der Polizei auf.

Dem gewaltbereiten linksextremistischen Bereich gehören laut Verfassungsschutzbericht 2006 in Deutschland rund 6000 Personen an. Davon stammte Ende 2006 der überaus größte Teil - mehr als 5500 - aus dem autonomen Umfeld. "Dabei zielen Autonome - wie alle Linksextremisten - im Kern auf die Überwindung des 'herrschenden Systems'", heißt es in dem Bericht.

Zwei Tage lang Randale in Genua

Schon bei den Demonstrationen zum G8-Gipfel in der italienischen Hafenstadt Genua 2001 trat der Schwarze Block in Erscheinung. Damals lieferten sich Randalierer zwei Tage lang erbitterte Kämpfe mit der Polizei. Dabei wurde am 20. Juli 2001 ein Demonstrant von einem Polizisten getötet.

Der Name Schwarzer Block leitet sich aus der meist einheitlich schwarzen Kleidung der Demonstranten ab, die auch ihr Gesicht oft mit schwarzen Tüchern verhüllen. Hervorgegangen ist der Block nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes aus der militanten Szene der Hausbesetzer und Kernkraftgegner Ende der 70er Jahre.

 
 
 
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