Auf wen Merkel und Steinmeier hören

30. Dezember 2008, 11:00 Uhr

Zwei Männer planen am politischen Reißbrett die Wirtschaftsordnung, in der wir morgen leben werden: Markus Klimmer berät SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier, Norbert Röttgen denkt für Kanzlerin Merkel voraus. stern.de hat die "Brains" der großen Parteien besucht. Von Hans Peter Schütz

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Alle Jetons auf Bildung: Markus Klimmer (links) und Norbert Röttgen©

Markus Klimmer, SPD
Norbert Röttgen, CDU
Wo kommt er her?

Er ist "Mecki", wie sich die McKinsey-Mitarbeiter intern nennen. Allerdings mit SPD-Parteibuch. Und zudem Genosse mit seltenem Zuschnitt. Geboren wurde der 44-Jährige in St. Anton am Arlberg, wo jeder zweite Skilehrer Klimmer heißt. Aufgewachsen jedoch ist der Sohn einer Arbeiterfamilie - "meine Mutter stand 40 Jahre am Band" - im hessischen Hanau. Bekam dort, wie er sich dankbar erinnert, "als Kind der hessischen Bildungsreform" die Chance, Abitur zu machen. Es öffnete ihm den Weg an die London School of Economics, zur University of California in Los Angeles sowie zur Uni Hamburg, wo er Politik- und Verwaltungswissenschaft, Volkswirtschaft sowie Öffentliches Recht studierte. Österreichisch ist an dem promovierten Analytiker von Politik und Staat nur noch sein Pass. Nicht einmal mehr Skifahren mag er heute.
Wo kommt er her?

Norbert Röttgen, Katholik, geboren im rheinischen Meckenheim, versprüht den Charme eines mustergültigen Schwiegersohnes. Dass er noch mehr kann, machte sich früh bemerkbar. In der Küche seiner Bonner Studentenbude eroberte er gedanklich die Welt, erinnert sich ein Kumpel. Nach seinem Abschluss in Jura machte Röttgen, ein Bewunderer des ehemaligen CDU-Generalsekretärs Heiner Geißler, geradlinig Karriere: 1994 zieht er in den Bundestag ein, wird rechtspolitischer Sprecher, kungelt mit den Grünen in der legendären "Pizza-Connection", 2005 ist er schon parlamentarischer Geschäftsführer. "Ich schätze seine Kompetenz und sein bescheidenes Auftreten", sagt Klaus Peter Müller, Präsident des Bundesverbands deutscher Banken, zu stern.de. "Röttgen ist ein heller Kopf", meint Kanzler-Enkel Patrick Adenauer, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger Unternehmen.
Wen berät er?

SPD-Spitzenkandidat Frank Walter Steinmeier braucht im Wahlkampf kommunikativen Biss. Den liefert Klimmer für das Feld der Wirtschaftspolitik. "Das ist die Fähigkeit, klar, verbindlich und unmissverständlich Ziele, Anforderungen und Fortschritte des Projekts artikulieren zu können, so dass sie jeder versteht", " sagt er zu stern.de. Klimmer, im Hauptberuf Partner der Unternehmensberatung McKinsey, arbeitet vom Jahresanfang 2009 bis zur Wahl im September für Steinmeier - ohne einen Euro Honorar, obwohl die SPD bereit war, ihn zu bezahlen. Er hat abgelehnt, "das darf ich mir schon mal leisten." Klimmer und Steinmeier kennen sich seit 15 Jahren. Damals war Steinmeier noch Medienreferent in Gerhard Schröders Staatskanzlei in Hannover. Gemeinsam organisierten sie das Projekt "Ausgliederung der Transplantationszentren aus den medizinischen Hochschulen." Nach wenigen Wochen fühlten sie sich freundschaftlich verbunden, duzten sich und Klimmer dachte: "Wenn es so einen wie Steinmeier im öffentlichen Sektor gibt, kann es um diesen Bereich nicht so schlimm bestellt sein."

Was verbindet ihn mit seinem Chef?

Im Sommer 2008, die Republik diskutierte über den Fall Zumwinkel und die horrenden Managergehälter, hielt Steinmeier eine Rede vor 1500 Alumni von McKinsey. "Wann hat ein Politiker schon einmal die Gelegenheit, Manager beschimpfen zu dürfen", freute sich Steinmeier. Was er denn auch tat. Und er verblüffte sein Publikum mit einem klaren Bekenntnis zur Agenda 2010. Mit ihr, fuhr er fort, sei die angebliche Kraftlosigkeit der Politik widerlegt. "Wir haben jedenfalls keine Politik gemacht, die nur auf den nächsten Wahltag geschielt hat." Die "Meckis" waren beeindruckt. Vor ihnen stand einer, der sich dazu bekannte, dass über wirtschaftliches Wachstum diskutieren muss, wer soziale Probleme lösen will. Einer, der sagt: ohne Wertschöpfung kein Verteilungsspielraum. Ein roter Marktwirtschaftler. Das ist exakt die Linie, auf der sich auch sein Berater Klimmer bewegt.
Wen berät er?

Ist er "Muttis" Liebling? Die Antwort auf die Frage hat in der CDU politisches Gewicht. Denn "Mutti" steht für Angela Merkel. Dass sie Norbert Röttgen schätzt - keine Frage. Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mag die Lieblings-Frage nicht gegenüber stern.de kommentieren. Man darf, sagt Röttgen lächelnd, journalistische Kurzformeln nicht mit der Wirklichkeit verwechseln. Ein Dementi ist das nicht. Sein Parteifreund Philipp Missfelder, ganz neu im CDU-Bundesvorstand und Vertreter der jungen Generation, hat unlängst nach einer glaubwürdigen Führungsfigur der CDU in Sachen Wirtschaftspolitik gerufen. Die "offene Flanke" im Bereich Soziale Marktwirtschaft müsse gedeckt werden, am besten aus "einer Mischung von Norbert Röttgen und Friedrich Merz." Ist Röttgen ein halber Merz? "Ich bin wie ich bin", sagt er. Röttgen gehörte zu den Autoren des neoliberalen Wahlprogramms von Leipzig, mit dem Merkel in die Bundestagswahl 2005 ging und beinahe verlor. Dann schwenkte er mit seiner Chefin um, begann, die soziale Marktwirtschaft zu predigen. Spätestens nach seiner Rede zur Finanzkrise im Bundestag, die selbst Peer Steinbrück, SPD, lobte, dämmerte jedem, was in ihm steckt. Röttgen ist der ökonomische Vordenker der Kanzlerin.

Was verbindet seine Chefin mit ihm?

Röttgen ist fleißig, eher zurückhaltend und unbedingt loyal. Das ist der Typus Mann, mit dem Angela Merkel gut kann. Weil das so ist, sitzt Röttgen in ihrem Küchenkabinett - und hilft, Leipzig vergessen zu machen. Er sagt solche Sätze wie: "Der Markt ist keine moralfreie Zone, in der die Akteure ohne ethische Verpflichtung handeln." Oder auch: "Soziale Marktwirtschaft ist für uns ein Wertesystem, ein Ordnungssystem, und kein ungezügelter Elitewettbewerb." Das könnten auch Sätze aus einer Rede Angela Merkels sein.
Was will er?

Klimmer ist kein Mann aus der roten Kaderschmiede, der meint, jetzt Konsumgutscheine übers Land streuen zu müssen, um die Linkspartei auszustechen. Solche Aktionen haben für ihn keine Perspektive. Klimmer will eine neue Balance zwischen Globalisierung, Marktwirtschaft und sozialer Absicherung. Weg mit der Fixierung auf kurzfristige Renditen, her mit der langfristigen Unternehmensfinanzierung, rauf mit der Mindestreserven der Banken. Renditen von 25 Prozent plus x passen da nicht rein. Auch die Vergütung von Managern müsse sich endlich wieder am langfristigen Erfolg orientieren. Klimmer sieht sich in der Nähe zu Willy Brandts "Modell Deutschland" aus dem Wahlkampf 1976. Eine Partnerschaft, die sagt: Eine Wirtschaftsordnung bleibt stark durch soziale Stabilität. Klimmers zweiter wichtiger Punkt: Man müsse über die aktuelle Krise hinaus denken und vor allem in den Bildungssystemen mehr Durchlässigkeit organisieren - was Klimmer in eine bemerkenswerte Nähe zu Röttgen rückt. Mehr Bildung ist für den SPD-Mann der Schlüssel für die Zukunft Deutschlands. "Wir sind ein Spitzenstandort für Produktion, der erhalten werden muss." Groß sei die Gefahr, dass der Bundesrepublik für ein neues Wachstum die Facharbeiter fehlten sowie die Ingenieure.
Was will er?

Die Beschlüsse des Leipziger CDU-Parteitages sind längst in die Tonne getreten. Das weiß auch Röttgen, er formuliert es nur anders. In Leipzig sei es um die wirtschaftliche Modernisierung des Landes gegangen, um Steuer- und Beitragssätze. Jetzt aber, "nachdem wir durch die globale Finanzkrise in den Abgrund geschaut haben," gehe es um die Ordnungsfrage. "Wie gelingt es, dass wir unter den Bedingungen der Globalisierung eine wirtschaftlich erfolgreiche und zugleich solidarische Gesellschaft bleiben?" Dafür brauche es eine Grundsatzdebatte, die helfe, die Wirtschaft zu stärken und neu zu legitimieren. Wohlstand und Teilhabe könnten nicht für jene reserviert sein, die in einen hohen sozialen Stand hineingeboren worden seien. Es gehe vielmehr um "Chancen für alle, nicht zuletzt für die Schwächeren." Daraus leitet der CDU-Mann, quasi Seite an Seite mit der von ihm bewunderten Parteifreundin Ursula von der Leyen, seinen interessantesten Reformansatz ab: Die Bildungspolitik müsse die Chancen von Kindern aus sozial schwachen Verhältnissen verbessern. Hier müsse massiv Geld investiert werden, denn hier liege "die wahre soziale Frage."
Welches Netzwerk hat er?

Organisatorisch tief verwurzelt ist Klimmer in der SPD nicht. Seine bisherigen Auftraggeber sind in der Wirtschaft zu finden - oder auch im anderen politischen Lager. Klimmer hat zwar den österreichischen SPÖ-Kanzler Alfred Gusenbauer beraten. Er saß aber auch im Technologierat, den CDU-Kanzler Helmut Kohl in den 90er Jahren eingerichtet hatte. In Berlin engagierte er sich an der Seite des CDU-Wirtschaftssenators Wolfgang Branoner, aber auch bei der SPD-Politikerin Jutta Limbach als es um die Strukturreform der Goethe-Institute ging. Als Unternehmensberater hat Klimmer seit 1992 in fast jedem europäischen Land gearbeitet. Ein Mann, der eigentlich in kein Schema passt.

Was kann er werden?

Selbst wenn Steinmeier die Wahl gewinnen würde - was derzeit kaum möglich scheint: Würde Klimmer auf seinen lukrativen Job bei McKinsey verzichten, um in die Politik zu wechseln? Sein Geschäftsbüro hat er jedenfalls noch. Es liegt an der schicksten Ecke des Berliner Kudamm. Im Parterre des Hauses residiert der Herrenausstatter Emilio Zegna. Auf der Straßenseite gegenüber reihen sich Hermès, Valentino, Louis Vuitton. Sozialdemokraten sind seltener ihre Kunden. Klimmer anscheinend auch nicht. Er trägt einen schlammfarbenen Rollkragenpulli, als ihn stern.de besucht, nicht Nadelstreifen, wie ihn viele seiner Company-Kollegen schätzen. Doch das mag sich wieder ändern.
Welches Netzwerk hat er?

In aller Stille pflegt Röttgen seit zwei Jahren einen Diskussionskreis. Ein Dutzend Gesprächs- und Denkpartner gehören dazu, darunter Bodo Herzog, bis vor kurzem Leiter des Teams Wirtschaftspolitik bei der Adenauer-Stiftung und jetzt Professor für Makroökonomie in Reutlingen. Oder der Bonner Ökonom Stefan Kohns, früher Generalsekretär des Sachverständigenrats und heute Chefvolkswirt von Bosch. Mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft für Außenpolitik, der Vodafone-Stiftung Deutschland und der Bertelsmann-Stiftung. Sie diskutieren über die Globalisierung und über die Verwerfungen der sozialen Marktwirtschaft. Röttgens Ziel: Eine wirtschaftspolitische Agenda für die CDU im Wahljahr 2009 aufstellen zu können.

Was kann er werden?

Röttgens Einsatz als Parlamentarischer Geschäftsführer erinnert viele in der CDU an einen Michael Schumacher, der auf der väterlichen Gokart-Bahn Rennsport übt. BDI-Hauptgeschäftsführer hätte er schon werden können, lehnte es aber ab, für den Posten sein politisches Mandat abzugeben. Fraktionschef Volker Kauder war glücklich darüber, die Kanzlerin erleichtert. Nach der Wahl 2009 sehen ihn viele als Kanzleramtsminister. Manche auch als Nachfolger von Kauder im CDU/CSU-Fraktionsvorsitz. Aber die Politik dort wäre ihm zu sehr nach innen gerichtet. Natürlich könnte er den Wirtschaftsminister, zumal er über die wichtigste Voraussetzung reichlich verfügt - Redetalent. Doch sein Traum-Ressort, sagen jene, die ihn gut kennen, was nicht so einfach ist, wäre der Bundesbildungsminister.
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KOMMENTARE (10 von 13)
 
Jaynay (02.01.2009, 03:46 Uhr)
@Braintrust:
Dank solcher "eggheads" egal ob bei SPD oder bei den Konservativen, dank solcher Lobby-eggheads, geht unser Land am Arsch.
Es wird weiterhin aufs falsche Pferd gesetzt.
braintrust (01.01.2009, 13:07 Uhr)
Auf wen Merkel und Steinmeier hören
Ich bin froh, dass wir verantwortungsvolle SpitzenpolitikerInnen haben, die nicht glauben, sie allein hätten die weltumspannende Weisheit verinnerlicht, sondern die realistischerweise ihre Grenzen kennen. Wieso nicht den Rat von intelligenten, sachkundigen Leuten einholen? Die Entscheidung treffen die Verantwortlichen am Ende selbst. Wer glaubt, die EntscheiderInnen hingen am Tropf der BeraterInnen, malt schwarzweiß und sollte mal seine Glaubenssätze überprüfen.
Ich finde es gut, dass Steinmeier einen so qualifizierten, über jeden Zweifel erhabenen "Egghead" in sein Beratungsteam geholt hat. Eine kluge Entscheidung!
starmax (31.12.2008, 13:45 Uhr)
Beides echte Ohrfeigengesichter
wie nicht anders zu erwarten: Karrieristen, die stets das Mäntelchen nach dem Wind hängen werden!
innovationen-kloss (31.12.2008, 11:24 Uhr)
Zum Nachdenken
Von unseren heutigen Politikern, die fast ausschließlich aus verwaltenden Berufen und Tätigkeiten kommen, sind eigene, sinnvolle Ideen und Lösungen nicht zu erwarten. Dagegen sind Menschen aus führenden Berufen, die voraus denken und gestalten müssen, wesentlich besser geeignet, eigene Ideen zu entwickeln und somit auch in der Lage, Entwicklungen konstruktiv und frühzeitig beeinflussen zu können.
Da unsere Politiker (dies gilt auch für unsere Manager) dazu neigen, sich möglichst Berater aus ihren engen Denkkreisen zu nehmen, sind wirkliche Verbesserung nicht zu erwarten. Wir müssen wohl damit leben, dass das Beratertum in unserem Lande weiterhin zu einer Aneinanderreihung unfähiger Denkschablonen führt. Deshalb wird die kommende Wirtschaftskrise auch viel dramatischer verlaufen, als sie verlaufen müsste.
bestoff5 (31.12.2008, 10:19 Uhr)
Na dann....
...eine gute Nacht allerseits.
Zwei Dummschwätzer außerhalb des realen Wirtschafts und Gesellschaftslebens,ein Anwalt und ein Unternehmensveräter,da wird einem ja einiges klar.
Jaynay (31.12.2008, 03:27 Uhr)
Informativ.
Im englischen gibt es soviel ich weiss, die Redewendung vom "devil and the deep blue sea", was sich an Homers Erzählungen von Skylla und Charybdis orientiert.
Weicht man dem einen aus, frisst einen der andere.
Wieso kann es eigentlich angehen, dass man nur die Wahl zwischen einem McKinsey Typ und einen ehemaligen BDI Anwärter hat, der sein Fähnchen in den Wind hält, wie es die Chefin will.
Wie kann das sein?
Wie tief ist unsere politische Landschaft abgeglitten, dass solche Idioten, deren Rezepte in der Vergangenheit schon nicht funktionierten - nun weitermachen dürfen ?
Haben wir ernsthaft keine Alternativen ?
Und der Stern Artikel ist ja an sich auch ein Witz.
Ich habe ihn zwar letztendlich Pro -SPD Mann gewertet, aber letztendlich unterstützt der STERN damit eine SPD, die keine mehr sein will, sondern eine rot angepinselte Lobbyistenpartei, die ihr Klientel bescheisst.
Langsam verliere ich die Hoffnung.
Selbst wenn Röttgen durch eine Herzattacke dahingerafft werden sollte, dann rücken bestimmt so Menschen wie Ronald Pofalla nach, diese personifizierten benutzten Taschentücher.
Ist das alles, was unser politischer Pool hergibt?
Ich behaupte nein.
Ich behaupte, es wird immer nur den selben Pfeiffen eine Plattform geboten.
Wieso wird eigentlich nicht über die Grünen berichtet?
Oder was macht grad eigentlich die FPD ?
Vielleicht darf ich ja auch noch hoffen, etwas zur Linkspartei zu hören, das nicht gleich zur Hetze wird.
Ja, ich will was von den kleinen Parteien hören.
Ja, auch von der FPD. Ich halte sie für eine Partei von Schleimern und Pfeiffen, aber sie ist eine demokratische Partei und sie sollte auch zur Finanzkrise Rede und Antwort stehen.
Wieso wird sich nur auf die "großen Volksparteien" fokussiert, obwohl diese schon längst den Kontakt zum Volk verloren habe und deren Stimmen am Fallen sind?
Woher diese Niebelungentreue der Presse?
Ich behaupte - Geld. Schmiere.
Mag sein, dass ich damit einen ganzen Berufsstand verleumde,vielleicht habe ich auch Unrecht,aber ich bin der Überzeugung, dass ein Großteil der bekannten Redaktionen einschlägig geschmiert werden.
SethusCalvisius (31.12.2008, 00:52 Uhr)
Wenn's nur Berater wären,
wäre es ja in Ordnung. Man hat aber schon den Eindruck, dass die Politiker hier nur noch nachplappern, was ihre "Berater" ihen einflüstern. Das haben wir ja schon bei Schröder und Hartz gesehen. Plötzlich verkündet ein Politiker die totale Wende in der Politik, die ihm ein anderer eingeredet hat. Da kommt ja schon die Frage auf: Wozu brauchen wir da noch Politiker?
Das muss man Oskar ja lassen: Der denkt wenigstens noch selbst.
Sternchen2020 (30.12.2008, 14:35 Uhr)
Danke an den Autor Schütz
Diese Infos haben einen ordentliche Nutzwert und sind interessant.
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In Deutschland wird ja um die Tatsache, dass hinter vielen Entscheidungen in Wahrheit Berater stehen, ein ziemlich großes Geheimnis gemacht.
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Anders in den Vereinigten Staaten. Dort werden die Berater der breiten Öffentlichkeit vorgestellt, was ich persönlich auch für Deutschland für eine völlig selbstverständliche Sache halten würde. Schließlich geht uns alle an, was da ausgebrütet wird und von wem. Wichtig auch, um zu prüfen, ob derjenige (oder diejenige) gleichzeitig in inkompatiblen Abhängigkeiten steckt.
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Wenn ich einen Wunsch formulieren darf: Recherchieren Sie doch bitte einmal, wer Ulla Schmidt berät.
utospatz (30.12.2008, 14:00 Uhr)
Wenn ich mit christlichem Heiligenschein
verspreche, springe für jeden HartzIV-Empfänger in die Bresche, dann kann mein christlicher Optiker mir sagen:" Bei den nächsten Wahlen, kannst einen christlichen Angriff du wagen"! Irgendwann hat selbst das medienpolitisch verblödetste Volk von christlich-sozialen Idioten genug!
Benkku (30.12.2008, 13:08 Uhr)
Zu Röttgen:
Denkmuster "Soziale Marktwirtschaft" und Denkmuster "Anpassung an die Gesetze des Weltmarktes" sind zwei grundverschiedene Paar Schuhe. Es geht entweder nur das eine oder das andere. Der verhinderte Hauptgeschäftsführer der deutschen Industrie (unter versuchter Beibehaltung seines Mandats) weiß das sehr wohl. Daß er unter dem Deckmantel der "Sozialen Marktwirtschaft" scheinheilig versucht, uns seinen Neoliberalismus zu verkaufen, ist ein plumper wahltaktischer Winkelzug. Der Mann ist nun wirklich der Hinterletzte, der uns mit seiner "Bescheidenheit" beglücken kann. Die möglichen schlimmen Folgen einer Mischung Röttgen/Westerwelle nicht auszudenken. Seltsam, daß sich selbst ein Hans-Ulrich Jörges von solchem "Heilsbringer" beeindrucken läßt.
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