Israel und die USA greifen den Iran an und töten den obersten Führer. Das Regime in Teheran schlägt zurück. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Alle aktuellen Informationen im Liveblog:
Wichtige Updates
Stefan Düsterhöft

Eskalation im Iran – die Lage im Überblick:
- Die USA und Israel greifen seit Samstagmorgen den Iran an. Dabei wurde auch Irans Oberster Führer Ali Chamenei getötet.
- Bis Sonntag beschießen die Streitkräfte beider Länder nach eigenen Angaben insgesamt 2000 Ziele im Iran.
- Der Iran bezeichnet die Ermordnung Chameneis als „Kriegserklärung an die Muslime“. Es gibt Gegenangriffe: auf Israel, aber auch auf US-Militärbasen im Nahen Osten.
- Bei pro-iranischen Protesten in Pakistan sind mehrere Menschen gestorben. Sie haben versucht, das US-Konsulat zu stürmen.
- Rund 30.000 Reisende deutscher Veranstalter sind aktuell vom gesperrten Luftraum über dem Nahen Osten betroffen.
- Mindestens 150 Tanker, darunter Rohöl- und Flüssiggasschiffe, ankern in den offenen Gewässern vor der Straße von Hormus, weil Teheran den Schiffsverkehr gestoppt hat.
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Lennard Worobic
Das israelische Militär hat eine neue Angriffswelle im Libanon begonnen. Ziel seien Stellungen der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz, teilt die Armee am Morgen mit. Dazu gehörten Waffenlager sowie weitere Infrastruktur der Schiiten-Miliz in mehreren Gebieten des nördlichen Nachbarlandes. Die Hisbollah hatte in der Nacht mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Eine wurde laut Israels Militär abgefangen, mehrere weitere Geschosse seien auf offenem Gelände niedergegangen.
Nach libanesischen Angaben sind bei den Angriffen mindestens 31 Menschen getötet worden. 149 weitere Bürger seien bei den „feindlichen israelischen Luftangriffen“ auf den Südlibanon und südliche Vororte der Hauptstadt Beirut verletzt worden, erklärt das Gesundheitsministerium.
Nach libanesischen Angaben sind bei den Angriffen mindestens 31 Menschen getötet worden. 149 weitere Bürger seien bei den „feindlichen israelischen Luftangriffen“ auf den Südlibanon und südliche Vororte der Hauptstadt Beirut verletzt worden, erklärt das Gesundheitsministerium.
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Lennard Worobic
Der iranische Sicherheitschef Ali Laridschani schließt Verhandlungen mit den USA aus. Teheran werde nicht mit Washington verhandeln, erklärte Laridschani am Montag auf der Plattform X. Er reagierte damit auf einen Bericht, wonach der Iran versuche, die Verhandlungen wiederzubeleben.
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Lennard Worobic
Drohne trifft britischen Militärstützpunkt auf Zypern
Die britische Luftwaffenbasis Akrotiri auf Zypern ist in der Nacht zum Montag Behörden zufolge von einer Drohne getroffen worden. Der Angriff habe begrenzten Schaden verursacht, aber keine Verletzten gefordert, teilten die zyprischen Behörden und das britische Verteidigungsministerium mit. Nach Informationen aus verschiedenen Quellen habe es sich um eine unbemannte Drohne gehandelt, erklärte ein Sprecher der zyprischen Regierung. Die britische Militärverwaltung rief die Anwohner in der Umgebung von Akrotiri nach dem Drohneneinschlag dazu auf, bis auf Weiteres in ihren Häusern zu bleiben.
Zyperns Regierung hatte zuvor Berichte zurückgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der Mittelmeerinsel abgefeuert worden seien. Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis schrieb am Sonntag auf der Plattform X, entsprechende Darstellungen träfen nicht zu.
Zyperns Regierung hatte zuvor Berichte zurückgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der Mittelmeerinsel abgefeuert worden seien. Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis schrieb am Sonntag auf der Plattform X, entsprechende Darstellungen träfen nicht zu.
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Matthias Urbach
Israel bombardiert Ziele im Libanon
Nachdem die Hisbollah-Miliz erklärt, sie sei verantwortlich für den Angriff auf den Norden Israels in der Nacht, beschießt das israelische Militär nun Ziele im Libanon. Dabei handele es sich um Stellungen der Hisbollah, erklärt das Militär. Die Hisbollah wiederum bezeichnet ihren Angriff als Vergeltung für Israels Angriffe auf den Iran.
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Matthias Urbach
Die israelische Luftwaffe attackiert in der Nacht offenbar erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt. Es sei eine neue umfangreiche Angriffswelle „im Herzen Teherans“ begonnen worden, teilte das israelische Militär mit – ohne weitere Details zu nennen.
In den ersten zwei Tagen haben die Streitkräfte Israels und der USA nach Angaben der US-Regierung 2000 Ziele im Iran getroffen. Das berichtet die „New York Times". Derweil hat der Iran als Reaktion auf die Angriffe offenbar rund 400 Raketen und 800 Drohnen auf Ziele allein am Persischen Golf abgefeuert. Dazu kommen Vergeltungsschläge auf Israel.
In den ersten zwei Tagen haben die Streitkräfte Israels und der USA nach Angaben der US-Regierung 2000 Ziele im Iran getroffen. Das berichtet die „New York Times". Derweil hat der Iran als Reaktion auf die Angriffe offenbar rund 400 Raketen und 800 Drohnen auf Ziele allein am Persischen Golf abgefeuert. Dazu kommen Vergeltungsschläge auf Israel.
Explosion über Teheran von einer früheren Angriffswelle in der Nacht zum Sonntag. IMAGO/Anadolu Agency
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Matthias Urbach
Israel ist offenbar vom nördlichen Nachbarland Libanon aus beschossen worden. Das meldet das Militär. In der Nacht heulten in mehreren Gebieten im Norden Israels deshalb die Sirenen. Um was für Geschosse es sich handelt und wer sie abschießt, war zunächst unklar.
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Matthias Urbach
Nach iranischen Vergeltungsangriffen auf US-Militärbasen im Nahen Osten kündigen die Golfstaaten Gegenmaßnahmen an. Die Außenminister der sechs Staaten des Golf-Kooperationsrats beklagen bei einer Konferenz am Sonntag "ausgedehnte Schäden als Folge der verräterischen iranischen Angriffe" auf Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Saudi-Arabien, Oman, Katar und Kuwait. Allein die Emirate sprechen davon, schon über 150 Raketen und mehr als 500 Drohnen abgewehrt zu haben.
Man werde alle notwendigen Maßnahmen" zum Schutz ergreifen, "einschließlich der Option, auf die Aggression zu antworten". Auch fordern die Golfstaaten ein sofortiges Ende der iranischen Angriffe.
Man werde alle notwendigen Maßnahmen" zum Schutz ergreifen, "einschließlich der Option, auf die Aggression zu antworten". Auch fordern die Golfstaaten ein sofortiges Ende der iranischen Angriffe.
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Matthias Urbach
Großbritannien unterstützt die USA militärisch
Der britische Premierminister Keir Starmer hat den USA erlaubt, britische Militärstützpunkte zu nutzen, um Schläge im Iran auszuführen. Dabei gehe es ausdrücklich nur um die Bekämpfung von iranischen "Depots und Abschussrampen" für Raketen, so der Premier in einer Videobotschaft. Es bleibe aber dabei, dass sich Großbritannien nicht an „offensiven Maßnahmen“ gegen den Iran beteilige.
Zur Begründung sagt Starmer: Obwohl sich sein Land nicht an den Angriffen beteiligt habe, hätten die Iraner „trotzdem die Briten angegriffen." Dabei sei britisches Personal nur knapp verfehlt worden. Die gewährte Unterstützung der Briten für das US-Militär stehe daher im Einklang mit dem Völkerrecht.
Zur Begründung sagt Starmer: Obwohl sich sein Land nicht an den Angriffen beteiligt habe, hätten die Iraner „trotzdem die Briten angegriffen." Dabei sei britisches Personal nur knapp verfehlt worden. Die gewährte Unterstützung der Briten für das US-Militär stehe daher im Einklang mit dem Völkerrecht.
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Matthias Urbach
Trotz der aktuellen Kriegshandlungen setzt Außenminister Johann Wadephul weiter darauf, dass ein Nuklearabkommen mit dem iranischen Regime möglich ist. Deutschland, Frankreich und Großbritannien hätten einer Verhandlungslösung gearbeitet, sagt Wadephul in der ARD-Sendung „Caren Miosga”. „Das ist bisher nicht erfolgreich gewesen", räumt Wadephul ein und fügt hinzu: „Ich hoffe immer noch, dass das gelingen kann, dass das iranische Regime versteht, dass es auf die Nuklearwaffe verzichten muss, auf ballistische Raketen."
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Leonie Scheuble
Donald Trump wendet sich erneut an die Amerikaner: In einer sechsminütigen Videobotschaft spricht er von der „größten, komplexesten und überwältigendsten Militäroffensive, die die Welt je gesehen hat“ – und kündigt an, dass die Kampfhandlungen „mit voller Kraft fortgesetzt werden, bis alle unsere Ziele erreicht sind“.
Während er der durch iranische Gegenangriffe getöteten US-Soldaten gedachte, schwört der Präsident das amerikanische Volk darauf ein, dass es weitere Opfer geben werde. „Leider wird es wahrscheinlich noch mehr geben, bevor es vorbei ist“, so Trump. Abschließend wiederholte er den Aufruf an das iranische Volk, „euer Land zurückzuerobern“.
„Der Rest liegt bei euch, aber wir werden euch dabei helfen“
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Phil Göbel
Die Liste der bei den amerikanisch-israelischen Luftangriffen getöteten Offiziellen wird immer länger. Die Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte am Abend die Namen von sieben Generälen, die zu „Märtyrern“ wurden, wie es hieß.
Darunter sind unter anderem Mohammed Schirasi, der Stabschef des ebenfalls getöteten Revolutionsführers Ayatollah Ali Chamenei, sowie dessen Stellvertreter Akbar Ebrahimzadeh.
Darunter sind unter anderem Mohammed Schirasi, der Stabschef des ebenfalls getöteten Revolutionsführers Ayatollah Ali Chamenei, sowie dessen Stellvertreter Akbar Ebrahimzadeh.
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Phil Göbel
Der Krieg mit dem Iran könnte nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump noch vier Wochen dauern. Von Anfang an sei man davon ausgegangen, dass es etwa vier Wochen gehen würde, sagte Trump laut „Daily Mail“ in einem Telefoninterview. Der Iran sei ein großes Land. „Es wird vier Wochen dauern – oder weniger.“
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Phil Göbel
Bundesregierung droht Iran mit Militärschlägen
Die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich und des Vereinigten Königreichs haben die Raketenangriffe des Iran auf Länder der Region verurteilt und militärische Abwehrmaßnahmen angedroht. Die Angriffe des Iran seien „wahllos und unverhältnismäßig“, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung, die auch das Bundespresseamt veröffentlichte.
„Wir fordern den Iran auf, seine rücksichtslosen Angriffe unverzüglich einzustellen“, erklärten die Staats- und Regierungschefs. „Wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Interessen und die unserer Verbündeten in der Region zu verteidigen. Dies kann potentiell auch, falls notwendig, das Ermöglichen von verhältnismäßigen militärischen Defensivmaßnahmen einschließen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören.“
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Niels Kruse
Der Iran hat bei seinen Gegenangriffen auf Israel und US-Militäreinrichtungen auch Stützpunkte der Bundeswehr im Irak und in Jordanien beschossen. Seit Samstagmorgen seien mehrere iranische Drohnen und Raketen auf eine multinationale Militärbasis in der Nähe von Erbil im Nordirak sowie auf ein Feldlager der Bundeswehr im Osten Jordaniens abgefeuert worden, berichtete der "Spiegel". Alle Geschosse und Drohnen seien durch Flugabwehrsysteme abgefangen worden.
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DPA · AFP · Reuters
due/rw