Am Freitag öffnete der Iran die Straße von Hormus wieder. Einen Tag später macht Teheran dies rückgängig. Was folgt jetzt? Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wichtige Updates
Rune Weichert
Bei Kämpfen im Süden des Libanon ist nach Armeeangaben ein israelischer Soldat getötet worden. Der 31-Jährige sei „im Gefecht gefallen“, erklären die israelischen Streitkräfte, ohne nähere Angaben zu machen. Zwischen Israel und dem Libanon war eigentlich in der Nacht auf Freitag eine zehntägige Waffenruhe in Kraft getreten. Der 31-Jährige ist der zweite israelische Soldat, der seit Beginn der Waffenruhe getötet wurde.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Iran: Weit von endgültiger Einigung mit USA entfernt
Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf gibt Fortschritte bei den Verhandlungen mit den USA zur Beendigung des Krieges bekannt. Von einer Einigung seien beide Seiten aber noch weit entfernt, sagte Ghalibaf am Samstagabend im iranischen Fernsehen.
„Wir sind noch weit von der letzten Gesprächsrunde entfernt“, sagt Ghalibaf, der einer der iranischen Unterhändler ist, und fügt hinzu: „Wir haben in den Verhandlungen Fortschritte erzielt, aber es gibt viele Diskrepanzen und einige grundlegende Punkte sind nach wie vor offen.“
Ghalibaf und seine Delegation hatten am vergangenen Wochenende in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Gespräche mit US-Vizepräsident JD Vance geführt.
Ghalibaf sagte am Samstag, der Iran habe den Krieg „auf dem Schlachtfeld“ gewonnen. Die USA hätten ihre Kriegsziele nicht erreicht und der Iran kontrolliere die strategisch wichtige Straße von Hormus.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Der Chef der libanesischen Hisbollah-Miliz sieht die zwischen Israel und dem Libanon vereinbarte Waffenruhe als Erfolg seiner Schiiten-Organisation. Die Feuerpause wäre nicht ohne den Kampf seiner Miliz im Südlibanon erreicht worden, sagt Naim Kassim laut einer am Samstagabend veröffentlichten Mitteilung. Kurz nach Beginn des Irankriegs Ende Februar hatten sich auch die vom Iran unterstützte Hisbollah und Israels Militär erneut Kämpfe geliefert. In der Nacht zum Freitag trat die Waffenruhe in Kraft. Die libanesische Regierung und ihre Armee sind dabei selbst nicht Konfliktpartei.
Eine Waffenruhe bedeute die vollständige Einstellung aller Feindseligkeiten, sagt der Hisbollah-Chef laut Mitteilung. Da man dem Feind aber nicht traue, würden die Kämpfer seiner Miliz mit den Händen am Abzug im Einsatz bleiben und auf Verstöße entsprechend reagieren, heißt es. Als nächste Schritte – mit Blick auf einen dauerhaften Frieden – führte Kassim die Einstellung der Angriffe seitens Israels und einen Abzug von dessen Truppen aus dem Libanon an.
Kassim zufolge sei die Hisbollah „vollständig bereit zur Zusammenarbeit mit den libanesischen Behörden in einem neuen Kapitel, das auf der Verwirklichung der libanesischen Souveränität beruht.“
Eine Waffenruhe bedeute die vollständige Einstellung aller Feindseligkeiten, sagt der Hisbollah-Chef laut Mitteilung. Da man dem Feind aber nicht traue, würden die Kämpfer seiner Miliz mit den Händen am Abzug im Einsatz bleiben und auf Verstöße entsprechend reagieren, heißt es. Als nächste Schritte – mit Blick auf einen dauerhaften Frieden – führte Kassim die Einstellung der Angriffe seitens Israels und einen Abzug von dessen Truppen aus dem Libanon an.
Kassim zufolge sei die Hisbollah „vollständig bereit zur Zusammenarbeit mit den libanesischen Behörden in einem neuen Kapitel, das auf der Verwirklichung der libanesischen Souveränität beruht.“
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kai Müller
Irans Revolutionsgarden drohen mit Beschuss aller Schiffe an Straße von Hormus
Die iranischen Revolutionsgarden haben mit Angriffen auf alle Schiffe gedroht, welche die für den Welthandel immens wichtige Straße von Hormus zu durchfahren versuchen. „Jeder Versuch, sich der Straße von Hormus zu nähern, wird als Kooperation mit dem Feind betrachtet werden“, warnen die Revolutionsgarden in einer Erklärung auf ihrer Website „Sepah News“. Jedes Schiff, das auf die Meerenge zufahre, werde „ins Visier genommen“.
Die Revolutionsgarden warnen alle Schiffe „von jeglicher Art“ davor, ihre Ankerplätze im Persischen Golf und dem Golf von Oman nicht zu verlassen. Dies sind die beiden Meeresgebiete, die durch die Straße von Hormus verbunden werden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kai Müller
Eigentlich warteten alle auf einen neuen Verhandlungstermin im Iran-Konflikt. Nun nimmt Teheran die Öffnung der Straße von Hormus zurück. Wie reagiert Trump?
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Iran: Hormus-Sperre als Hebel gegen Sanktionen
Der Iran nutzt die Sperrung der Straße von Hormus nach eigenen Angaben gezielt als politisches Druckmittel gegen internationale Sanktionen. Wie der Erste Vizepräsident Mohammed-Resa Aref laut Nachrichtenagentur Fars sagt, sei Teheran durch die Verwaltung der Meerenge in der Lage, allen wirtschaftlichen Strafmaßnahmen standzuhalten. Das Ende des Krieges mit den USA und Israel wird aus Sicht von Aref mit einem Ende der Sanktionen zusammenfallen.
Nach Auffassung des Vizepräsidenten liegt die Verwaltung der Wasserstraße völkerrechtlich in der alleinigen Verantwortung des Irans. Diese Aussage ist aber höchst umstritten und entspricht nicht der herrschenden internationalen Rechtsauffassung.
Der Iran unterliegt seit Jahren einem Geflecht von internationalen Strafmaßnahmen – unter anderem des UN-Sicherheitsrats, der USA und der EU. Die Sanktionen hängen unter anderem mit dem Atom- und Raketenprogramm sowie schweren Menschenrechtsverletzungen zusammen.
Nach Auffassung des Vizepräsidenten liegt die Verwaltung der Wasserstraße völkerrechtlich in der alleinigen Verantwortung des Irans. Diese Aussage ist aber höchst umstritten und entspricht nicht der herrschenden internationalen Rechtsauffassung.
Der Iran unterliegt seit Jahren einem Geflecht von internationalen Strafmaßnahmen – unter anderem des UN-Sicherheitsrats, der USA und der EU. Die Sanktionen hängen unter anderem mit dem Atom- und Raketenprogramm sowie schweren Menschenrechtsverletzungen zusammen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
US-Präsident Donald Trump lässt sich nach eigenen Angaben nicht von der iranischen Blockade der Straße von Hormus unter Druck setzen. Teheran gehe seit Jahren so vor – „damit können sie uns nicht erpressen“, sagt er vor Journalisten im Weißen Haus. Trump betont, dass beide Seiten weiterhin verhandelten. „Wir führen derzeit sehr gute Gespräche. Es läuft wirklich sehr gut“, sagt er. Bis zum Ende des Tages könnte es einige neue Erkenntnisse geben.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Bei der vorübergehenden Öffnung der Straße von Hormus haben Schifffahrtsdaten zufolge mehr als ein Dutzend Tanker die Meerenge passiert. Bei den Schiffen, die die Route durch iranische Gewässer südlich der Insel Larak nahmen, handelt es sich demnach vorwiegend um ältere Frachter, die nicht westlichen Besitzern gehören. Darunter befinden sich auch mehrere mit Sanktionen belegte Schiffe. Der Iran habe die Durchfahrt für eine begrenzte Anzahl von Öltankern und Handelsschiffen auf Basis vorheriger Vereinbarungen erlaubt, teilten die iranischen Revolutionsgarden mit.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Einen Tag nach Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel ist ein französischer Blauhelmsoldat bei einem Angriff im Süden des Libanon getötet worden. Drei weitere französische Blauhelmsoldaten seien bei dem Angriff am Samstag verletzt worden, teilt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Onlinedienst X mit. Es deute alles darauf hin, dass die pro-iranische Hisbollah „für diesen Angriff verantwortlich ist“.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Das US-Militär setzt nach eigenen Angaben eine Seeblockade gegen Schiffe durch, die iranische Häfen und Küstengebiete anlaufen oder verlassen wollen. Seit Beginn der Maßnahme seien 23 Schiffe der Anweisung der US-Streitkräfte gefolgt und seien in Richtung Iran zurückgekehrt, teilt das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Der oberste iranische Führer Modschtaba Chamenei droht in einer ihm zugeschriebenen schriftlichen Botschaft der US-Armee mit einem vernichtenden Schlag. Die „tapfere iranische Marine“ sei bereit, ihren Feinden „neue Niederlagen“ zuzufügen, erklärt Chamenei im Onlinedienst Telegram. Kurz zuvor hatten iranische Kanonenboote nach Angaben einer britischen Behörde auf einen Tanker in der Straße von Hormus geschossen.
Modschtaba Chamenei hatte nach der Tötung seines Vaters Ayatollah Ali Chamenei zu Beginn des Iran-Krieges dessen Nachfolge als politisches und religiöses Oberhaupt des Iran angetreten. Seit seiner Ernennung ist er bislang nicht öffentlich aufgetreten und hat nur wenige schriftliche Erklärungen abgegeben.
Modschtaba Chamenei hatte nach der Tötung seines Vaters Ayatollah Ali Chamenei zu Beginn des Iran-Krieges dessen Nachfolge als politisches und religiöses Oberhaupt des Iran angetreten. Seit seiner Ernennung ist er bislang nicht öffentlich aufgetreten und hat nur wenige schriftliche Erklärungen abgegeben.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Im Streit über die Passage von Schiffen durch die Straße von Hormus warnt der stellvertretende iranische Außenminister Said Chatibsadeh die USA vor Konsequenzen. Der Iran habe angekündigt, die sichere Durchfahrt von Handelsschiffen im Einklang mit der jüngsten Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon zu gestatten. „Die andere Seite, die amerikanische Seite, hat versucht, dies zu sabotieren, indem sie erklärte, die Straße sei offen, außer für Iraner“, sagt Chatibsadeh. „Das war der Grund, warum wir gesagt haben: Wenn Sie die Bedingungen der Waffenruhe verletzen, wenn die Amerikaner ihr Wort nicht halten, wird das Konsequenzen für sie haben'.“
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
In der Straße von Hormus ist es nach Angaben eines Schiffsverfolgungsdienstes zu einem Schusswechsel zwischen den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) und indischen Handelsschiffen gekommen. Wie der Dienst TankerTrackers.com unter Berufung auf den maritimen Notrufkanal berichtet, drängten iranische Einheiten zwei Schiffe gewaltsam zurück. Betroffen sei unter anderem ein VLCC-Supertanker, der zwei Millionen Barrel (rund 272.000 Tonnen) irakisches Rohöl transportiert. Ob es sich um den Tanker handelt, der nach Angaben der UKMTO beschossen wurde, ist derzeit noch nicht bekannt (Lesen Sie dazu unseren Eintrag von 13.11 Uhr)
Rune Weichert
Britische Behörde: Iranische Boote schießen auf Tanker in Straße von Hormus
Die britische Seefahrtsbehörde UKMTO erhält nach eigenen Angaben Berichte über den Beschuss eines Tankers. Der Vorfall habe sich demnach 20 Seemeilen nordöstlich des Oman ereignet, teilt die Behörde mit. Der Beschuss sei von zwei Kanonenbooten ausgegangen, die in Bezug zu den iranischen Revolutionsgarden stehen sollen, teilt UKMTO unter Berufung auf den Kapitän mit. Dem Kapitän des Tankers zufolge eröffneten die Angreifer das Feuer ohne vorherige Warnung über Funk. Das Schiff und seine Besatzung befänden sich aber den Berichten nach in Sicherheit. Auch Sachschäden seien nicht entstanden.
Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Nach Angaben von Libanons Ministerpräsident Nawaf Salam hat es einen Angriff auf UN-Blauhelme gegeben. Betroffen gewesen seien Mitglieder des französischen Unifil-Kontingents. Salam verurteilt auf X den Angriff und ordnet eine Untersuchung des Vorfalls an.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Schifffahrtskreisen zufolge haben einige Handelsschiffe eine Funkmeldung der iranischen Marine erhalten, wonach die Straße von Hormus erneut gesperrt sei. Kein Schiff dürfe die wichtige Meerenge mehr passieren. Das brichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
DPA · AFP · Reuters · SID
due / mod / nik / km / urb / tkr