Ex-Bayern-Star Breno bleibt in Haft

28. Januar 2013, 17:35 Uhr

Breno, der ehemalige Fußball-Profi von Bayern München, bleibt in Haft. Nach Informationen von stern.de hat der Bundesgerichtshof das Urteil gegen ihn bestätigt. Von Malte Arnsperger, München

Breno, Bayern, Brandstiftung, FC Bayern

Vermindert schuldfähig, nicht schuldunfähig: Ex-Bayern-Profi Breno©

Schwerer Rückschlag für Breno: Der Bundesgerichtshof hat das Urteil gegen den Ex-Profi von Bayern München bestätigt und eine Revision verworfen. Das sagte Brenos Anwalt Steffen Ufer zu stern.de. Der brasilianische Fußballer hatte im Jahr 2011 das von ihm im Münchner Nobelvorort Grünwald angemietete Haus angezündet. Das Landgericht München hatte ihn daraufhin im vergangenen Jahr zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und neun Monaten Haft wegen schwerer Brandstiftung verurteilt.

Das Gericht hatte zwar festgestellt, dass Alkohol und Medikamente, die Breno vor der Tat genommen hatte, wesentlich zu der Tat beigetragen haben. Wegen einer krankhaften seelischen Störung sei Breno aber "nur vermindert schuldfähig" und nicht schuldunfähig gewesen, so das Gericht.

Seine Verteidigung hatte in der Revision gerügt, das Landgericht habe sich zu wenig mit der Frage beschäftigt, ob Breno in der Tatnacht möglicherweise nicht doch unzurechnungsfähig war. Denn Breno habe in der Nacht nicht nur sehr viel Alkohol getrunken, sondern auch Tabletten genommen, die Bewusstseinsstörungen hervorgerufen könnten, sagte sein Anwalt Steffen Ufer zu stern.de. Bei der Revision müssen formelle Rechtsfehler nachgewiesen werden. Diese habe der BGH aber nicht gesehen, sagte Ufer.

Hoeneß fragt nach

Der Münchner Jurist hat für Breno auch Verfassungsbeschwerde gegen die sofortige Verhaftung Brenos nach dem Urteil gestellt. Diese sei zwar "sehr aussichtsreich", aber durch die Entscheidung des BGH sei sie nun aber gegenstandslos.

Nun ist weiter offen, wie die Zukunft des Ex-Stars ausssehen könnte. Breno hat zwar mittlerweile einen Vertrag bei Brasiliens Erstligist FC Sao Paulo unterschrieben. Der bis 2015 datierte Kontrakt tritt aber erst mit der Freilassung Brenos in Kraft. Laut seines Anwalt Ufer gebe es aber nach wie vor die kleine Hoffnung, dass Breno Freigänger werden könnte und dann bis zu dem endgültigen Ende der Haftzeit bei einem deutschen Verein spielen könnte. Auch könnte Breno vor dem Ende seiner Haft aus Deutschland ausgewiesen werden. Auch darüber werde demnächst entschieden, sagte Ufer. Breno selber gehe es den Umständen entsprechend. Aber der Spieler werde von seinem Ex-Verein Bayern München sehr gut unterstützt: Steffen Ufer: "Uli Hoeneß fragt immer nach, ob er was tun kann, besucht ihn und kümmert sich wirklich um Breno."

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