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Der frühere britische Finanzminister Alistair Darling hat in einem neuen Buch heftige Kritik an seinem früheren Kabinettchef Gordon Brown geübt.
Gehen oder bleiben? Londons Banker sollen angeblich eine Massenflucht vorbereiten, um der Bonus-Supersteuer zu entkommen. Zu merken davon ist in der Stadt allerdings wenig. Im Gegenteil: Der Markt für Luxus-Apartments boomt.
Die britische Wirtschaft befindet sich immer noch in der Rezession, der Schatzkanzler muss soviel Geld leihen wie noch nie in Friedenszeiten ? Großbritannien steht am Abgrund. Dennoch glauben die Briten, dass bald alles wieder gut wird.
Die Briten trauen sich. Die Franzosen trauen sich. Und Deutschland sollte auch eine Sondersteuer auf Banker-Boni einführen. Möglich ist das - und moralisch und politisch ein Muss.
Der Staat schlägt zurück: Großbritannien erhebt eine Sondersteuer auf Boni. Der Vorstoß trifft die Londoner Banker ins Mark - doch das Geschrei vom Ende des Finanzplatzes ist reine Heuchelei.
Bonuszahlungen - das Reizwort des Jahres. Da die Briten den Banker-Boni zuleibe rücken, diskutieren die anderen europäischen Nationen auf Hochtouren. Die EU scheint entschlossen, Deutschland nicht.
"Charmant" - mehr aber wohl nicht: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich positiv zu einer Strafsteuer für Banker-Boni geäußert. Großbritannien und Frankreich hatten zuvor eine entsprechende Sonderabgabe angekündigt. Deutschland hält allerdings einen anderen Weg für erfolgversprechender.
Großbritannien besteuert die Boni der Banker einmalig mit 50 Prozent. Die einst umgarnten City-Boys sind schockiert. Damit hatten sie nicht gerechnet - die Bonusregeln waren bislang sehr lasch ausgefallen.
Großbritannien und Frankreich wollen Banki-Boni mit einer Sondersteuer belegen. Die Bundesregierung hält davon allerdings nichts. Eine solche "Strafsteuer" werde es nicht geben. Eine Äußerung mit Konfliktpotenzial, denn Briten und Franzosen schwebt eine weltweite Regelung vor.
In New York wurde Gordon Brown jüngst zum "Staatsmann des Jahres" ernannt. In seiner Heimat hat der britische Premier aber jeden Respekt verloren. Nun zieht er in einen Wahlkampf, um New Labour wieder Leben einzuhauchen.
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Alistair Maclean Darling ist ein britischer Politiker der Labour Party und seit Juni 2007 Schatzkanzler in der Regierung von Gordon Brown. Obwohl in London geboren, ist der Sohn eines Bauingenieurs schottischer Abstammung. Er ging in Kirkcaldy und in Musselburgh zur Schule und studierte Jura an der Universität Aberdeen (LL. B). Anschließend betätigte er sich als Anwalt. Seit 1987 ist er Mitglied des britischen Unterhauses für den Wahlkreis Edinburgh South West (früher Edinburgh Central). Darl...
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