Seit in deutschen Supermärkten gentechnisch veränderter Reis gefunden wurde, sind die Verbraucher verunsichert. stern.de beantwortet die wichtigsten Fragen zu Gentechnik im Essen. Von Nicole Heißmann

Bei Edeka Südwest, Kaufland und Aldi Nord gelangte genveränderter Reis in den Handel. Inzwischen wurden die Produkte aus den Regalen genommen© David Adair/DDP
Was sind genveränderte Pflanzen?
Ein Züchter verändert das Erbgut seiner Pflanzen durch Kreuzung, Inzucht und Auswahl innerhalb einer Art, etwa Soja oder Mais. Bei der Gentechnik werden ins Pflanzengenom Erbgut-Stücke von Arten eingebaut, die sich nicht mit der entsprechenden Pflanze kreuzen könnten. Genveränderte Sorten tragen häufig Schnipsel aus dem Erbgut von Bakterien.
Diese Sequenzen sollen etwa gegen Unkrautmittel immun machen: Sprüht ein Bauer Herbizide auf sein Feld, sterben unerwünschte Kräuter ab, genveränderter Mais, Raps oder Soja nicht. Ebenfalls weit verbreitet sind Sorten, die mit Hilfe von Genen aus dem Bakterium Bacillus thuringiensis selbst Gifte gegen Insekten produzieren ("Bt-Pflanzen").