Ratgeber Zähne

Vorsicht Schmelzfresser!

Gummibärchen oder Gurkensalat, Cola oder Cornflakes: All das greift den Zahnschmelz an. Daher sollten Sie nach dem Essen oder Trinken immer Ihre Zähne reinigen. Aber richtig: Falsches Putzen kann mehr schaden als nützen.

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Lecker für den Gaumen, schädlich für den Zahn: Süßes, Saures und Klebriges©

Die richtige Ernährung spielt eine große Rolle für gesunde Zähne. Vollkornbrot, Rohkost und Obst sind gut fürs Gebiss, denn diese Speisen müssen Sie kräftig kauen. Dann fließt der Speichel kräftig und hilft, die Zähne zu reinigen.

Neuerdings werden auch einige Käsesorten von vielen Zahnmedizinern gut geheißen: Sie hemmen Karies. Das Fett legt sich - vorübergehend - wie ein Schutzfilm über die Zähne und kann sogar Zuckerpartikel umschließen. Zudem enthält Käse als Milchprodukt einen hohen Anteil an Kalzium. Dieses Mineral ist notwendig, damit der Zahnschmelz richtig hart wird.

Als wissenschaftlich gesichert gilt mittlerweile, dass grüner und schwarzer Tee den Zähnen gut tun: Beide Getränke können das Wachstum der schädlichen Kariesbakterien bremsen - vorausgesetzt, Sie trinken den Tee ohne Zucker. Schwarzer Tee ist übrigens deutlich wirksamer als grüner. Speisesalz mit Fluor schützt ebenfalls vor Karies. Die Fluoridmenge in Lebensmitteln, etwa in Meeresfischen, ist allerdings zu gering für einen effektiven Schutz.

Die Süßen, die Sauren und die Klebrigen

Karies hat viele Verbündete. An erster Stelle stehen süße, saure und klebrige Leckereien. Sie unterstützen die Vermehrung der Karies-Bakterien. Diese Mikroorganismen produzieren zum einen Säuren, die den Zahnschmelz zerstören. Zum anderen bilden ihre Stoffwechselprodukte eine hartnäckige Schicht, die fest an den Zähnen haftet. Deshalb lassen sich Bakterien und Säuren nicht einfach wegspülen.

Schokoriegel und Bonbons fördern Karies, ebenso wie Honig, Haferflocken, Cornflakes, Chips und Salzstangen. Sie enthalten Stärke, also Kohlehydrate, welche die Bakterien mühlelos in Zucker umwandeln können.

Ob Sie Karies bekommen, hängt nicht davon ab, wie viel Süßes Sie essen, sondern davon, wie oft Sie naschen und wie klebrig die Speise ist. Schokoriegel sind besonders ungünstig, weil die Reste an den Zähnen kleben bleiben. Wenn Sie trotzdem ab und zu Lust darauf haben, entfernen Sie nach dem Essen sorgfältig die Reste an den Zähnen.

Softdrinks machen Zähne dünner, empfindlicher, brüchiger

Frischer Orangensaft ist gesund - aber leider nicht für die Zähne. Denn die Säure im Saft greift den Zahnschmelz an. Daher sind stark säurehaltige Drinks auf Dauer nicht gut für Ihre Zähne. Die Säure wirkt zwar nur etwa nur zehn Minuten auf den Zahn ein, aber diese Zeitspanne genügt, um Kalzium und Phosphat aus dem Schmelz herauszulösen und den Zahn so zu demineralisieren. Auf Dauer wird er dadurch dünner, empfindlicher, brüchiger.

Säuren sind in vielen Nahrungsmitteln und Getränken enthalten: in Obst, Essig, Fruchtsäften, Cola, Sportgetränken, Wein, Sekt und allen Produkten mit Ascorbinsäure (Vitamin C). Viele Hersteller mengen ihren Limonaden auch noch Zitronensäure bei, damit sie besser schmecken. Wie sehr ein Getränk den Zähnen schadet, hängt unter anderem von seinem pH-Wert ab. Unter einem Wert von 5,5 beginnt der Schmelz abzubauen. Viele Softdrinks haben einen pH-Wert von etwa 3 - sind also klar sauer und deshalb nichts für die Zähne.

Cola oder Orangensaft zum Beispiel senken den pH-Wert im Mund rapide ab und hinterlassen ein spürbar raues Gefühl auf den Zähnen. Die Säure erhöht - in größeren Mengen - eindeutig das Risiko für Zahnschäden, stellte das Bundesinstitut für Risikobewertung fest.

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