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27. Rallye Dakar: Jutta Kleinschmidt prescht nach vorn

Jutta Kleinschmidt ist der Spitze bei der 27. Rallye Dakar wieder ein Stück näher gekommen. Sie verbesserte sich am im VW Race- Touareg um einen Rang auf den dritten Platz. Die Führung liegt bei Bruno Saby ebenfalls auf VW.

40 Sekunden hinter dem Franzosen belegt dessen Landsmann, der ehemalige Ski-Weltcupsieger Luc Alphand im Mitsubishi Pajero Platz zwei. Der französische Vorjahressieger Stéphane Peterhansel verbesserte sich mit dem ersten Tagessieg für Mitsubishi vom 14. auf den 5. Platz vor dem finnischen VW-Piloten Juha Kankkunen. Die Allgäuerin Andrea Mayer (Hiemenhofen), 2004 Dakar-Fünfte, fuhr nach ihrem Einsatz am Dienstag als Pannenhelferin für ihren japanischen Mitsubishi-Partner Hiroshi Masuoka wieder auf Rang 17 vor.

Für den Briten Schotten Colin McRae und seine schwedische Beifahrerin Tina Thörner, die am Vortag wieder die Gesamtführung übernommen hatten, endete die Rallye nach 110 Kilometern der 6. Etappe durch einen Unfall. Das Duo im Nissan Pick-up erlitt dabei offenbar nur leichte Verletzungen, wurde aber zur Beobachtung ins Krankenhaus geflogen.

Die Freude im VW-Lager über den Tageserfolg mit drei Race-Touareg unter den ersten Sechs wurde durch das Pech des Amerikaners Robby Gordon getrübt. Der zuvor auf Rang sieben liegende Dakar-Neuling überschlug sich zur Mitte der 492 km langen Prüfung und musste auf den Service warten.

"Die Prüfung ist ganz gut gelaufen. Wir mussten allerdings selbst einen Reifen wechseln, was uns fünf Minuten gekostet hat», meinte Jutta Kleinschmidt. "Wir haben zwar etwas die Piste verloren, sind aber nun Dritte. Und das freut mich», ergänzte die Kölnerin. "Ich bin froh, dass ich auf dieser extrem schweren Prüfung die Führung übernommen habe. Sie war sehr schwierig, schnell, mit vielen Löchern und starkem Wind, der uns die Sicht genommen hat», erklärte der neue Spitzenreiter Saby nach der ersten richtigen Dünen-Prüfung der Rallye.

Für die einzige DTM-Laufsiegerin Ellen Lohr (Mönchengladbach) war die erste Rallye Dakar am Morgen vorzeitig beendet. Lohr trat in ihrem Buggy nicht mehr zur 622 km langen sechsten Etappe von marokkanischen Smara nach Zouérat in Mauretanien an.

In der Motorrad-Wertung übernahm der letztjährige Zweite Cyril Despres (Frankreich) erstmals die Führung. Um 35 Sekunden verwies er seinen am Dienstag noch führenden KTM-Teamkollegen Marc Coma (Spanien) auf den zweiten Platz. Mit seinem ersten Tagessieg verbesserte sich der zweifache Dakar-Sieger Fabrizio Meoni (2001/2002) auf einer weiteren KTM vom sechsten auf den dritten Platz (Rückstand: 1:16 Minuten).

Von Toni Hoffmann/DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.