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900-PS-Sportwagen De Tomaso P900 – das Hypercar mit V12-Motor, das nur 18 Mal produziert wird

Der De Tomaso P900. Der Sportwagen in seitlicher Frontansicht
Der De Tomaso P900 soll ein äußerst seltener Sportwagen sein
© De Tomaso Automobili
Der P900 ist De Tomasos Rückkehr ins Rennsport-Geschäft. Das Hypercar aus dem Hause der italienischen Sportwagenschmiede ist nicht für den Straßenverkehr gebaut, sondern ausschließlich für die Rennstrecke. Es kostet ein siebenstelliges Vermögen und ist streng limitiert.

Mit dem De Tomaso P900 will die alte Sportwagenschmiede wieder in das Rennsport-Geschäft einsteigen – zumindest ein Stück weit. Denn das am Dienstag enthüllte Hypercar besitzt einen V12-Saugmotor mit 900 PS und kommt auf bis zu 12.300 Umdrehungen pro Minute. Der Motor soll mit einem Gewicht von 220 Kilogramm der bisher leichteste und kleinste seiner Art sein. So gibt es jedenfalls der Hersteller an. Leer wiegt das Fahrzeug 900 Kilogramm, sodass jedes Kilogramm Fahrzeuggewicht auf ein PS kommt.

Der P900 ist nicht für die Anwendung im Straßenverkehr gebaut sondern ausschließlich für die Rennstrecke. So soll er an die "romantische Ära der Motorsport-Vergangenheit" erinnern, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens, das einst von dem Rennfahrer Alejandro de Tomaso gegründet wurde. Weitere Motordaten, wie etwa Beschleunigungswerte und Höchstgeschwindigkeit nennt De Tomaso noch nicht.

Während inzwischen viele Fahrzeuge – auch Sportwagen – von einem Elektromotor angetrieben werden, setzt der P900 auf einen Verbrennungsmotor. Damit verzichtet er auf einen emissionsfreien Antrieb, wird jedoch mit synthetischem Kraftstoff betankt. Der verbaute Motor stammt aus dem Hause Capricorn. Der deutsche Autozulieferer besitzt viel Erfahrung im Motorsport und sei etwa durch seine Schlüsselrolle bei der Auslieferung des Rennwagens Porsche 919 EVO bekannt.

Optisch ähnelt der P900 einer Weiterentwicklung des straßentauglichen Sportwagens P72, welcher 2023 in Produktion gehen soll – der wiederum wurde inspiriert vom De Tomaso P70-Rennwagen aus 1965. Das Hypercar hat etwa die Scheinwerfer an den Kotflügeln und die Glashaube vom Straßenfahrzeug übernommen. Die Karosserie ist hingegen zum größten Teil neu: die Motorhaube hat einen neuen Lufteinlass, die vorderen Kotflügel sind ausgeprägter und mit integrierten Kiemen. Besonders deutlich verändert hat sich das Heck. Das Fahrzeug besitzt einen großen Heckflügel mit aktiver Aero-Technologie. Die LED-Rückleuchten sind rund gestaltet und mit goldfarbenen, runden Endrohren verbunden. Fotos vom Interieur gibt es noch nicht, sodass ein Blick auf das Fahrzeuginnere bislang ausbleibt.

Sportwagen für drei Millionen US-Dollar

Der P900 befindet sich noch in der Entwicklung, welche ebenso wie die ausstehende Validierung auf dem Nürburgring erfolgt. Im Sommer 2023 soll der Sportwagen dann in der Öffentlichkeit gezeigt und vollständig enthüllt werden. Für Ende 2024 ist die Auslieferung des streng limitierten Autos geplant, das lediglich 18 Mal produziert werden soll. Der Preis für das 900-PS-starke Gefährt liegt bei stolzen drei Millionen US-Dollar.

Bis das Hypercar für die stark begrenzte Anzahl von Kundinnen und Kunden erhältlich sein soll, ist vorher noch eine Alternative mit V10-Motor zu haben. Sie stammt aus dem 1997er Benetton B197 F1-Einsitzer, ein Formel-1-Auto mit rund 750 PS im Rennsport. 

Quellen: De Tomaso Automobili, Carscoops

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