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A8 bei Bernau: Autofahrer rast durch Rettungsgasse – und baut dabei weitere Unfälle

Auf der A8 bei Bernau ging es einem 72-Jährigen anscheinend nicht schnell genug: Nach einem Unfall nutzte er die Rettungsgasse zum Weiterfahren. Dabei beschädigte er zwei weitere Autos.

Rettungsgasse

Rettungsgasse für Einsatzkräfte – ein 72-jähriger Schweizer nutzte den Platz, um den Stau zu umgehen

DPA

Ein 72-jähriger Autofahrer hatte es auf der A8 bei Bernau besonders eilig – damit hat er sich allerdings in eine schwierige Lage manövriert. Der Schweizer wollte auf der Autobahn nicht im Stau warten, nachdem sich auf der Strecke vor ihm ein schwerer Unfall ereignet hatte. Ein Tesla war auf der nassen Fahrbahn gegen Betonwand und Leitplanke geschleudert worden und auf der Straße liegengeblieben, berichtet die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf die Verkehrspolizei Traunstein. 

Während die anderen Fahrer eine Rettungsgasse für den Krankenwagen bildeten, nahm der Mercedes-Fahrer keine Rücksicht darauf. Er steuerte seinen Wagen durch die Gasse und beschädigte dabei zwei weitere Autos. Offenbar hatte er die Breite seines Wagens selbst unterschätzt.

Schweizer muss seinen Führerschein abgeben

Die Polizei wurde von einem BMW-Fahrer auf den Vorfall aufmerksam gemacht – der Mann gehörte zu den Geschädigten, die auf dem Autobahnabschnitt zwischen Bernau und Felden Richtung Salzburg von dem ruppigen Fahrer gerammt wurden. Der Mann hatte sich das Kennzeichen gemerkt, so konnte der Schweizer von der Polizei wenig später gestellt werden.

Wie die Polizei mitteilte, war sich der Schweizer keiner Schuld bewusst. Laut Zeugenaussagen sei er sogar ausgestiegen, nachdem er einen Lkw touchiert und dabei seinen eigenen Außenspiegel verloren hatte, um mit den anderen Beteiligten zu diskutieren. Seine Daten wollte er allerdings nicht hinterlassen, stattdessen brauste er einfach davon.

Weit kam der Unfallflüchtige jedoch nicht. Jetzt muss er mit den Konsequenzen leben. Noch vor Ort musste er seinen Führerschein abgeben, ihn erwartet außerdem eine Anzeige wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Um seine Rückkehr aus Bayern in die Schweiz musste er sich selbst kümmern, mit dem Auto wird er für längere Zeit nicht mehr unterwegs sein können.

Quellen: "Passauer Neue Presse" / "nordbayern.de"

Im Video: Das Technische Hilfswerk Freising postet ein Video einer perfekten Rettungsgasse auf Facebook. Selbst erfahrene Rettungskräfte sind diesen Anblick nicht gewohnt!

Rettungsgasse THW Freising
epp

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