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Elektromobilität Diese elektrischen Mobilitätskonzepte könnten unseren Alltag revolutionieren

Fahrbare Sitzbank
Fahrbare Sitzbank
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Die Mobilität der Zukunft wird nicht nur aus Elektroautos bestehen. Gerade in den Innenstädten werden innovative Lösungen benötigt, die älteren Mitmenschen helfen, aktiv zu bleiben. Diese kreativen Innovationen sollen dabei helfen.

Um die letzte Meile ist es aktuell etwas stiller. Die Konzepte scheinen klar. Die Menschen nutzen E-Scooter, E-Bikes oder gleich ein E-Fahrrad, um die verbliebene Strecke zum Ziel zurückzulegen. Doch in Zukunft wird sich das urbane Leben tiefgreifender verändern, als man das bislang meint. Es wird nicht mehr nur darum gehen, von A nach B zu kommen, sondern auch das soziale Miteinander und eine Art, die Freizeit zu verbringen. 

Fahrbare Sitzbank und mobiles Hotelzimmer

Wie wäre es, wenn man aus dem Wohnzimmer direkt zum Treffen mit Freunden rollen könnte, ohne von der Sitzbank aufzustehen? Genau diese Idee verfolgt das Konzept der fahrbaren Sitzbank, die als Gewinner der Ford Smart Mobility Challenge mit einem Preisgeld von 14.500 Euro bedacht worden ist. Die Idee stammt von den beiden Designstudenten Corentin Janel und Guillaume Innocenti, welche mit der mobilen Sitzbank die nächste Stufe der Mobilitätshilfen zünden wollen. Es geht um eine neue Art der Individualmobilität, die dem Menschen Spontanität beim gesellschaftlichen Leben ermöglicht. Vor allem, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel überfüllt sind. Hier müssen die Automobilhersteller in Zukunft noch aktiver sein, wenn Sie die Transformation zum Mobilitätsdienstleister erfolgreich vollziehen wollen.

"Die fahrbare Sitzbank ist ein gutes Beispiel dafür, wie innovatives Design das Stadtgefüge multifunktional und zugleich unterhaltsam bereichern kann. Das clevere Konzept macht Mobilität zu einem Teil der Stadt und regt Menschen gleichzeitig zur Interaktion an, sodass sich urbane Räume völlig neu erleben lassen", erklärt Amko Leenarts, Designdirektor bei Ford Europa. Die Sitzbank bietet im "Normal"-Modus bis zu drei Personen Platz und kann mit ein paar Handgriffen in einen zweisitzigen Elektroroller mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h umgebaut werden.

Die rollende Hotel Suite des Aprilli Design Studios treibt die Idee der beweglichen Möbel auf die Spitze, indem es das autonome Fahren mit der Idee eines beweglichen Hotelzimmers kombiniert. Die Idee ist simpel, aber genial. Anstelle von Hotel zu Hotel zu wechseln, zieht man in ein oder mehrere Zimmer ein und erstellt einen Reiseplan. Die Robo-Suite fährt dann in der Nacht oder zu jeder beliebigen Tageszeit zum nächsten Ziel und dockt dort an. Diese runden Hotels haben mehrere Ebenen, sind ebenfalls speziell konstruiert und ermöglichen so dem mobilen Zimmer, jederzeit weiterzuziehen.

Elektro-Rollstuhl aus Österreich

Auch für die ältere und körperlich eingeschränkte Bevölkerung soll das Tempo bei der Mobilitätswende angezogen werden. Ob zu zweit auf einem Tandem-Rollstuhl oder alleine, die Fortbewegung per Elektroantrieb hilft, Mobilitätsdefizite auszugleichen. Die Zukunft gehört Sharingangeboten und flexiblen Antriebshilfen, die ohne großen Aufwand einsetzbar sind.

Ein Smart-Device, das diese Anforderungen erfüllt, kommt aus Österreich. Der Name "Klaxon Klick" ist Programm. Die Antriebseinheit besteht im Grund aus einem Akku, einem Rad, einem Lenker sowie einem Elektromotor und kann mit wenigen Handgriffen an einen konventionellen Rollstuhl angeklipst werden. Der so elektrifizierte Rollstuhl ist bis zu 15 km/h schnell, schafft mit einer Akkuladung bis zu 50 km und nach 4,5 Stunden sind die Batteriezellen wieder gefüllt. Fahrten über Kies und kleinere Schwellen sollen problemlos machbar sein.

Mittlerweile bietet das österreichische Unternehmen verschiedene Systeme, wie eine Hybridlösung für Tretmobile oder eine Variante, bei der durch Drücken und Ziehen beschleunigt und bremst, an. Das Anbausystem ist schnell wieder entkoppelt und kann so unterwegs - beispielsweise im Zug - einfach verstaut werden. Zusammen mit dem schwedischen E-Scooter-Verleiher Voi entwickeln die Österreicher zudem gerade eine Variante, die für die "Shared Mobility" in urbanen Gegenden geeignet ist.

Wie sich Italdesign das Seniorenmobil der Zukunft vorstellt, zeigt der Prototyp WheeM-i (Wheelchairs Mobility Interface). Der futuristisch entworfene Rollstuhl nutzt ein ganz einfaches Prinzip, um dem Fahrer den Wechsel des Gefährts zu ersparen. Der Mensch fährt mit seinem eigenen analogen Rollstuhl über eine Rampe in das Gestell hinein und nutzt dann dieses als Transportmittel. Der Rolli-Laster verfügt über Sensoren, die Kollisionen und ähnliche Unglücke vermeiden sollen. Der WheeM-i wird per App geordert. Sobald das Ziel erreicht ist, verlässt der Fahrer per Rampe das Fahrzeug, und der nächste Kunde kann das Elektro-Vehikel nutzen. Die Batterie ist im Unterboden verstaut und soll ausreichende Reichweite garantieren.

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