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BMW M3: Prinz der breiten Puschen

Auf dem Genfer Salon stand er noch als Studie auf dem BMW-Stand. Jetzt haben die Münchner die ersten Fotos und mehr Einzelheiten zum schnellsten 3er aller Zeiten veröffentlicht. Zum Beispiel den Preis: ab 66.650 Euro.

Basis für das Powerpack ist das 3er-Coupé. Mit dem "M" im Namen wird es von einem bärenstarken und hoch drehenden V8-Aggregat angetrieben - man scheut sich, es profan "Motor" zu nennen. Der V8 ist weitgehend identisch mit dem V10 im M5 - aber eben um zwei Zylinder gekappt. Die 420 PS kommen bei ihm aus vier Litern Hubraum und liegen erst bei 8300 U/min an - kurz, bevor bei 8400 U/min der rote Bereich beginnt. Entsprechend auch das maximale Drehmoment: 400 Nm bei 3.900 U/min. Für die Kraftübertragung sorgt ein manuelles Sechsganggetriebe, kein sequenzielles Siebengang-Getriebe wie im M5.

Entsprechend die Fahrwerte, die BMW für den heckgetriebenen M3 angibt: In 4,8 Sekunden spurtet das 1655 Kilo Kraftpaket auf 100 km/h, bei 250 km/h wird elektronisch abgeregelt. Der Preis für so viel Vorwärtsdrang ist nicht nur bei der Anschaffung entsprechend: 12,4 Liter verbraucht der M3 laut Werksangabe - Super Plus, versteht sich. Entsprechend liegt der CO2-Ausstoß bei satten 295 g/km.

Plastikdach

Nicht nur beim Motor hat sich die hauseigene M-GmbH was einfallen lassen. Um Gewicht zu sparen, besteht das Dach aus kohlefaserverstärktem Kunststoff - erstmals bei einem Serienfahrzeug und natürlich mit einer deutlich sichtbaren Gewebestruktur der Kohlefaser. Allein so spart BMW rund fünf Kilo Gewicht ein. Auch das völlig neu entwickelte Fahrwerk ist in Leichtbauweise konstruiert - mit zum Beispiel Teilen der Radaufhängung aus Aluminium. Nicht zu vergessen die Motorhaube ebenfalls aus Aluminium - ein eigener Blickfang. Denn deren Optik wird geprägt von einem üppigen Powerdome und zwei zusätzlichen Luftöffnungen. Für die nötige Luftzufuhr des V8 sorgen auch drei große zusätzliche Lufteinlässe unter dem Kühlergrill. Da blieb kein Platz mehr für Nebelscheinwerfer.

In den breit ausgestellten Radhäusern finden sich Leichtmetallräder im 18-Zoll-Format mit 245/40er Bereifung vorne und 265/40er Reifen hinten. Die Compound-Bremsanlage verzögert 360 und 350 Millimeter großen Keramikscheiben. Weitere Designmerkmale: Spezielle Seitenschweller, M-typische Kiemen mit integriertem Blinker vorne an den Seiten und aerodynamisch optimierte Rückspiegel. Hinten fällt ein maßvoller Spoiler auf und vier weniger maßvolle Endrohre, die optisch in einen Heckdiffusor integriert sind.

Fahrverhalten auf Bestellung

Der Fahrer soll viele Möglichkeiten haben, die Fahrdynamik seines M3 zu beeinflussen. So stehen für die Motorsteuerung drei Kennfelder zur Wahl und das ESP ist komplett abschaltbar. Außerdem kann er über die optionale elektronische Dämpferkontrolle (EDC) das Dämpfungs- und Schwingungsverhalten der Dämpfer über drei Tasten (Normal, Komfort, Sport) wählen. Und es gibt zusätzlich eine MDrive-Taste, mit der er das Ansprechverhalten der Servotronic (Normal, Sport) vorwählen kann.

Auf der IAA in Frankfurt soll er zum ersten Mal offiziell gezeigt werden, bevor der M3 dann ab dem 15. September in den Handel kommen soll. Wie zu erwarten kein Schnäppchen: Mindestens 66.650 Euro wird man für ihn hinblättern müssen.

Pressinform / PRESSINFORM
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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