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Dacia Lodgy TCe 115: Preisbrecher

Dacia erweitert sein Angebot um eine zusätzliche Baureihe - den Lodgy. Der Kompaktvan soll Familien mit schmalem Geldbeutel locken.

Ein Kompakt-Van für unter 10.000 Euro? Da muss manchem Automanager erst einmal Luft zugefächelt werden. Nur zum Vergleich: Der Ford C-Max beginnt bei 18.000 Euro, der Mazda 5 bei etwa 20.000 und der VW Touran ist noch eine Ecke teurer. Erst bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass es den Lodgy zwar ab 9990 Euro gibt, dass aber Sinn macht, für einige nützliche Extras zusätzlich tiefer in die Tasche zu greifen. Mit der dritten Sitzreihe und einer Klimaanlage, einer Zentralverriegelung und einem Multimedia-System mit Freisprecheinrichtung zahlt der Kunde 13.000 bis 14.000 Euro. Damit ist der preisliche Abstand zur Konkurrenz nicht mehr ganz so gigantisch.

Der neue Dacia Lodgy soll Kunden anlocken, die bislang zu Gebrauchtwagen gegriffen haben. Aktive junge Familien mit geringen Einkommen und mehr als einem Kind. Und für die ist der Lodgy geradezu ideal. Alle drei Sitze der Rückbank haben Isofix-Befestigungspunkte, sodass auf jeder Position Kindersitze befestigt werden können. Dabei ist das Raumangebot so gut, dass sich auch durchschnittlich große Erwachsene nicht beklagen können. Die Bein- und Kopffreiheit erlaubt selbst auf längeren Strecken entspanntes Reisen. Da trifft es sich gut, das Dacia diesmal besonderen Wert auf die Schallisolierung gelegt hat. Motor und Fahrgeräusche fallen nicht störend auf.

Die Vordersitze im Lodgy sind gut gelungen. Sie sind bequem und geben doch ausreichend Seitenhalt. Nur gegen Aufpreis gibt es einen höhenverstellbaren Fahrersitz und eine variable Lenksäule. Gegen Aufpreis gibt es eine dritte Sitzreihe. In dieser Fahrzeugklasse überbieten sich die Hersteller gern mit einer großen Anzahl, angeblich so praktischer Ablagefächer. Der Lodgy hat davon elf mit einem addierten Volumen von 30 Litern. Reicht das nicht, gibt es im Zubehörhandel noch ein Gepäcknetz. Und wird mal besonders viel Platz benötigt, lassen sich die Rücksitze bequem umlegen und der Stauraum wächst so auf rekordverdächtige 2.617 Liter.

Als Motorisierungen stehen zum Marktstart der bekannte Benziner 1.6 MPI 85 mit 61 kW/83 PS sowie die beiden modernen Common-Rail-Diesel dCi 90 mit 66 kW/90 PS und dCi 110 mit 79 kW/107 PS, mit einem kombinierten Kraftstoffverbrauch von 4,2 bzw. 4,4 Litern pro 100 Kilometer, zur Verfügung. Ab Herbst 2012 rückt der neue TCe 115 mit 115 PS ins Motorenprogramm. Damit benötigt der Lodgy 10,6 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h und die Höchstgeschwindigkeit beträgt 179 km/h. Der durchschnittliche Verbrauch liegt bei 5,8 Liter Super.

Zwar ist der Lodgy mit schwächeren Diesel- und Benzinvarianten ausreichend motorisiert, aber deutlich mehr Spaß machen die beiden Topmotorisierungen. Das Sechsgang-Getriebe ist auf das Benzinsparen ausgelegt und verlangt häufiges Schalten. Für Fahrer und Beifahrer sind die Front- und Seitenairbags serienmäßig. Erstmals bei Dacia ist neben dem ABS auch das ESP serienmäßig. Ab der Ausstattung Ambiance gibt es elektrische Fensterheber und das Multimedia-System Dacia Plug & Radio mit Audioanlage, großem Monitor, MP3-fähigem CD-Player, Lenkradfernbedienung, Bluetooth-Schnittstelle sowie USB- Anschluss an. Das Multimedia-System kostet 250 Euro Aufpreis. Noch eine Ausstattungsstufe höher gibt es für 430 Euro zusätzlich das Navigationssystem Media-Nav.

Das Preismodell von Dacia ist leicht zu verstehen. Die Ausstattungsstufen erfolgen in 1000-Euro Schritten. Der Lodgy 1.6 MPI 85 kostet 9.990 Euro. Die Ausstattung Ambiance mit demselben Motor kostet dann 10.990 Euro und Laureat 11.990 Euro. Beim TCe115 beginnt es mit der Ausstattung Ambiance für 12.490, Laureate kostet dann 13.490 und Prestige, die höchste Ausstattung 14.449 Euro. Der Diesel dCi 90 Ambiance beginnt bei 13.450 Euro und Topdiesel startet erst ab der Ausstattung Laureate für 15.290 Euro.

So gesehen ist es vernünftig ein paar Tausend Euro mehr auszugeben, um überhaupt vom Platzangebot und der Variabilität des großen Autos profitieren zu können. Zumal dem Basismodel, die so wichtigen Aufnahmen für die hinterste Sitzbank fehlen. Der Billig-Lodgy kann noch nicht mal nachtäglich zu einem 7-Sitzer aufgerüstet werden und ist eher ein großer Kombi als ein Familien-Van. Die höheren Ausstattungen sind für die dritte Sitzreihe bereits vorbereitet. Die Sitzbank selbst ist in keiner Ausstattung enthalten und kostet inklusive eigener Deckenleuchte und eigenem Ablagefach und ausstellbare Seitenfenster 590 Euro.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.