Elektroauto Ampera Opel unter Strom


Die Autobranche ist derzeit elektrisiert. Kaum ein Autobauer hat sich nicht die Serienreife eines Elektrofahrzeugs ganz oben auf die Fahne geschrieben. Opel stellt jetzt den Ampera vor, der technisch und optisch auf dem Chevrolet Volt der amerikanischen Mutter GM basiert.

In dieser Kompaktlimousine stecken die Hoffnungen des schwer angeschlagenen General-Motors-Konzerns – und auch ein bisschen die Zukunft der deutschen Tochterfirma. Auf dem Genfer Autosalon Anfang März will Opel das Elektroauto Ampera vorstellen. Der Ampera basiert auf dem US-Modell Chevrolet Volt, das bereits Ende 2010 marktreif sein soll. Techniker im Entwicklungszentrum von GM in Warren, Michigan, arbeiten mit Hochdruck an diesem Projekt.

Nur etwa ein halbes Jahr später, im Frühsommer 2011, will dann Opel das Schwestermodell für den europäischen Markt präsentieren. Bei dem Ampera handelt es um ein Mittelklasse-Fahrzeug, das weitgehend in den USA entwickelt wurde. Es wird von einem Elektromotor angetrieben und hat mit seiner gut 200 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Batterie eine Reichweite von 60 Kilometern – genug für Mehrheit der Berufspendler, so Opel.

Das Besondere an dem Volt-Konzept ist ein sogenannter range extender, ein Reichweitenverlängerer. Ein Vierzylinder-Benzinmotor, der in ähnlicher Form in den Opel-Modellen Corsa oder Astra läuft, produziert im Ampera Strom und kann die Batterie laden. So soll die Reichweite des Fahrzeugs auf die eines herkömmlichen Personenwagens mit Benzinmotor ausgedehnt werden. Von rund 350 Kilometern ist die Rede. Für den Ampera, für den Opel noch keine weiteren Details bestätigt, erwarten Branchenexperten einen Kaufpreis von rund 30.000 Euro.

Abgesehen vom europäischen Design mit deutlichen erkennbarer Opel-Herkunft wird dieses Elektroauto allerdings ein weitgehend amerikanisches Produkt sein – gebaut im GM-Werk Hamtramck in Michigan.

Frank Janßen

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