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Faszination: Mondauto der NASA: Der Space-Bulli

Bald kann die NASA 40 Jahre bemannte Mondlandung feiern. Spätestens 2020 will sie wieder Astronauten hoch schicken. Und weil Amerikaner ungern zu Fuß gehen, steht das neue Mondauto schon parat.

Ein kleiner Schritt für Neil Armstrong, ein großer Schritt für die Menschheit – jeder kennt die Geschichte der ersten bemannten Mondlandung. Auch die Bilder der Astronauten, wie sie bei späteren Apollo-Missionen in ihrem ulkigen Mondauto über den Erdtrabanten hüpften, gingen um die Welt. Der Lunar Rover war ein kleiner vierrädriger Roadster, eine Art Jeep für Raumfahrer. Wenn die NASA wie geplant um 2020 wieder Menschen auf den Mond schickt, wird ihr Fortbewegungsmittel ganz anders aussehen.

Der neue Lunar Rover ist ein zwölfrädriges Allround-Vehikel mit einer separaten Druckkabine. Wie die NASA mitteilt, testen Ingenieure und Astronauten zurzeit verschiedene Prototypen in Regionen, deren Bodenbeschaffenheit der des Mondes ähnelt – zum Beispiel in der Wüste von Arizona. Das Mondauto der Zukunft trägt den Namen Chariot (einfach übersetzbar mit Wagen, aber auch mit Triumphwagen oder Streitwagen).

Das Mondmobil besteht aus zwei Teilen. Das Fahrgestell wiegt eine Tonne, ist 4,5 Meter lang und hat 12 elektrisch angetriebene Räder, die wie bei einem Flugzeugfahrwerk paarweise an drehbaren Achsen angebracht sind. Die Allradlenkung soll das Chassis besonders wendig machen: "Der Rover kann sich im Krabben-Stil fortbewegen und so auch auf schwierigem Terrain manövrieren", erklärt die NASA auf ihrer Webseite.

Sicherer Hafen mit Allradlenkung

Auf dem Chassis sitzt ein drei Tonnen schweres Kabinenmodul. Damit wird das Vehikel zum SPR (Small Pressurized Rover). Die Kabine erinnert an eine alte Flugzeugkanzel – und auch ein bisschen an die Front des ersten VW Bulli. Sie bietet zwei Astronauten Platz und soll im Notfall auch vier Personen beherbergen können.

Durch den modularen Aufbau des Rovers kann die NASA je nach Mission verschiedene Gerätschaften anbringen, etwa Seilwinden, Lagerplattformen oder Kräne. Mit dem Mondauto von 1969 konnten die Astronauten sich nur in einem Radius von rund 10 Kilometern bewegen. Mit dem neuen Konzept und mindestens zwei Fahrzeugen könnten sich die Raumfahrer mehr als 240 Kilometer von der Basisstation entfernen, so die NASA.

Die Erkundungsfahrten durch die Kraterlandschaft wären damit viel effektiver. Die Druckkabine könnte den Astronauten jederzeit als sicherer Hafen dienen und sie bis zu 72 Stunden vor tödlicher Strahlung, Solarpartikeln und sonstigem Unbill im All schützen. Über eine Druckschleuse gelangen die Astronauten in die Basisstation, in ihr Raumschiff oder in andere Fahrzeuge. Die Allradlenkung des Chassis soll dabei zentimetergenaue Andockmanöver ermöglichen.

Forschung on the Road

Der Prototyp des Lunar Rovers sieht neben der Kabinenkonfiguration auch einen UPR-Modus (Unpressurized Rover) vor, bei dem die Astronauten in ihren Anzügen draußen am Fahrzeug den Rover auf drehbaren Sitzen pilotieren.

Auch mit Kabine an Bord will die NASA für höchste Flexibilität sorgen: Die Astronauten müssen ihre Anzüge nicht in der Kabine an- und ausziehen, sondern können innerhalb von zehn Minuten durch Luken direkt in die außen angebrachten Raumfahrer-Monturen schlüpfen. Zuletzt wird eine Rückenplatte angebracht und der Druckanzug versiegelt, dann sollen sich die Astronauten vom Fahrzeug abkoppeln und auf dem Mond spazieren. "So bleibt das Innere der Kabine staubfrei, und die Anzüge werden weniger abgenutzt", beschreibt die NASA die Vorteile des Systems.

Innerhalb der Druckkabine lassen sich Arbeiten und Experimente leichter ausführen, als man es in den klobigen Raumanzügen erledigen könnte. Gesteinsproben etwa sollen noch während der Erkundungsfahrt untersucht werden, damit die Astronauten nur das Material mit zurück schleppen müssen, das für eine intensivere Untersuchung nach der Rückkehr zur Erde lohnenswert erscheint.

Sebastian Viehmann / pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.