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Ford Vertrek: Kuga bekommt Nachfolger

Mit dem Vertrek will Ford zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Das Kompakt-SUV könnte gleichzeitig den amerikanischen Escape und den europäischen Kuga ersetzen.

Ford verfährt nach dem McDonalds-Prinzip: Was den Kunden in einem Land schmeckt, soll auch im Rest der Welt ankommen. Der neue Focus sieht in New York genauso aus wie in Köln oder Shanghai, "One Ford" ist der Slogan des Autokonzerns. Was jetzt bei der Detroit Motor Show auf einer rauchverhüllten Bühne zu dramatischer Musik per Lift aus dem Boden emporstieg, ist noch ein Konzeptfahrzeug. Doch der Ford Vertrek gibt die Richtung vor, in die sich Fords neues Kompakt-SUV entwickelt. Extrawürste wie die Aufteilung in Escape (USA) und Kuga (Europa) gibt es bald wohl nicht mehr, die Serienversion des Vertrek soll alle Geschmäcker zufriedenstellen.

Dynamische Designsprache

Der Vertrek hat mehr Ähnlichkeit mit dem Kuga als mit dem kantigen Escape, doch er treibt die dynamische Designsprache des Unternehmens auf die Spitze. Die Front wird nicht durch den schmalen Kühlergrillstreifen zwischen den Scheinwerfern geprägt, sondern durch die drei mächtigen Lufteinlässe darunter. Die hohe Seitenlinie lässt die Fenster sehr klein wirken, das bullige Heck erinnert an den Minivan C-Max. Ungewöhnlich ist das Glasdach, das sich mittig und in einer leichten V-Form von der Windschutzscheibe bis zum Heck zieht. Die Studie hat Kameras statt Außenspiegel – das wird es wohl kaum in die Serienproduktion schaffen – und keine sichtbaren Griffe in den Türen. Der Wagen ist ungefähr so groß wie der 4,4 Meter lange Kuga, soll aber 20 Prozent mehr Laderaum besitzen.

Der Vertrek ist ein weiterer Spross der globalen C-Plattform, auf der auch Focus und C-Max aufgebaut sind. Unter der Haube hat das Kompakt-SUV in der Basisversion einen 1,6 Liter großen EcoBoost-Motor mit Start-Stopp-Funktion. Er dürfte genau wie im Focus in zwei Versionen mit 150 oder 182 PS zu haben sein. Bis 2013 soll der größte Teil der weltweiten Ford-Palette mit Turbo-Direkteinspritzern ausgerüstet sein. In Europa wird das neue SUV außerdem mit Zweiliter-Dieselmotoren bestückt.

Im Interieur der Studie warten vier Einzelsitze. Das Serienmodell wird mit zahlreichen Assistenzsystemen bestellbar sein. Dazu zählen dank der elektrischen Servolenkung eine Parkautomatik, ein Totwinkelassistent und in Europa wahrscheinlich auch Abstandsregeltempomat, Spurwechselassistent, Auffahrwarner mit automatischer Notbremsung sowie Verkehrszeichenerkennung per Kamera. Das SUV dürfte mit Frontantrieb ausgerüstet sein, Allradantrieb gibt es dann gegen Aufpreis beziehungsweise in Kombination mit den stärkeren Motoren. Dass es auch eine Hybridversion wie beim C-Max geben wird, ist wahrscheinlich, denn der Ford Escape ist schon jetzt als Hybrid zu haben. Wann eine Serienversion des Vertrek Concept die Modelle Kuga und Escape ersetzt, hat Ford bislang nicht verraten. Es dürfte jedoch nicht allzu bald sein: Der Escape –dessen Vorgänger Maverick übrigens auch in Europa zu haben war - verkauft sich in den USA immer noch ausgezeichnet. Die aktuelle Generation des Wagens kam erst 2008 auf den Markt. Der Kuga ist für Ford in Europa ebenfalls ein großer Erfolg und wurde 2008 eingeführt. Selbst wenn Ford den üblichen Modellzyklus von sechs Jahren abkürzt, wird der Vertrek wohl frühestens 2012 erscheinen.

Sebastian Viehmann/press-inform / press-inform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.