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Jaguar I-Pace 2017: Star of Show

Es ist der Paukenschlag auf der Los Angeles Autoshow. Die umtriebigen Briten zeigen unweit des Staples Center ihr erstes Elektrofahrzeug. Der Oberklasse-SUV Jaguar I-Pace kommt Mitte 2018 in den Handel.

Jaguar I-Pace Concept 2016 - 500 km elektrischer Reichweite

Jaguar I-Pace Concept 2016 - 500 km elektrischer Reichweite

Der anhaltende Erfolg von Jaguar Land Rover ist mittlerweile zu einem echten Problem geworden. Sonderregelungen in Sachen CO2 sind längst Vergangenheit und so mühen sich die indischen Briten nach Leibeskräften mit ihrem Flottenverbrauch herunterzukommen. Problem: im Gegensatz zur Konkurrenz verkaufen sie bei beiden Edelmarken ganz überwiegend Fahrzeuge in der Ober- und Luxusklasse - mit kraftvollen Sechs- und insbesondere Achtzylindern. Die Hybriden stehen unverändert wie Blei in den Verkaufsräumen. Das ist Gift für die harten gesetzlichen Vorgaben in Sachen Normverbrauch. Da kommt ein Elektro-SUV wie das I-Pace Concept gerade Recht. "Der I-PACE Concept ist eine radikal neue Definition des Themas Elektrofahrzeug" so Jaguar-Chefdesigner Ian Callum, "die Studie steht für die bereits nächste Generation elektrisch angetriebener Fahrzeuge. Ein dramatisches, in die Zukunft gerichtetes Design - Produkt aus einer authentischen Jaguar DNA, wunderschönen Details und britischer Handwerkskunst."

Star of Show
Jaguar I-Pace Concept 2016 - 500 km elektrischer Reichweite

Jaguar I-Pace Concept 2016 - 500 km elektrischer Reichweite

Ian Callum hat nicht zu viel versprochen. Wie schon der F-Type und der F-Pace sieht auch der I-Pace mit seiner modernen Jaguar-Front und dem knackig abfallenden Heck richtig scharf aus. Nichts von müder Elektro-Langeweile, sondern dieser Crossover macht optisch richtig Laune. Das galt auch für die Premiere. Während Elektrokonkurrenten zaudern und hadern, zieht Jaguar Land Rover das Tuch von seinem ersten Elektromodell geradezu futuristisch mit einer virtuellen Live-Schaltung zwischen London und Los Angeles. Die Überhänge des 4,68 Meter langen Allrad-SUV sind kurz, die Räder studiengerecht üppig und die Dachlinie fast schon coupéartig. Überraschend üppige präsentiert sich das Platzangebot des Jaguar I-Pace. Dafür sorgen der fehlende Mitteltunnel und ein Radstand von knapp drei Metern. Im Innern gibt es vier Einzelsitze und einen Notsitz in der Fondmitte. Bedienen lässt sich die Konzeptstudie nahezu komplett über groß dimensionierte Touchdisplays, die sich dem jeweiligen Menüpunkt anpassen sowie über Lenkradtasten. Allein die Temperaturregelung geschieht vorn wie hinten über Aluminium-Drehregler.

Da das Akkupaket im Unterboden versteckt ist, hat der Laderaum ein Volumen von stattlichen 530 Litern. Unter der Fronthaube gibt es weiteren Stauraum für schmale 38 Liter. Weitere Ablagen gibt es in der Mittelkonsole sowie unter den Fondsitzen. "Dies ist mehr als nur eine Konzeptstudie. Vielmehr der Vorbote eines fünfsitzigen Serienmodells, das schon 2018 auf die Straße rollen wird. Es wird der erste rein elektrisch angetriebene Jaguar sein und ein neues Kapitel in der Geschichte unserer legendären Marke aufschlagen", so Ian Callum. Das Serienfahrzeug feiert seine Weltpremiere im Herbst 2017, ehe es Mitte 2018 auf den Markt kommt. Der erwartete Einstiegspreis dürfte bei rund 70.000 Euro liegen. Und es wird nach Aussagen von Technikchef Dr. Wolfgang Ziebart nicht bei einem einzigen Modell bleiben: "Die Plattform ist variabel skalierbar." Davon dürfte noch in diesem Jahrzehnt auch Land Rover mit einem eigenen Elektromodell profitieren.

Der Antrieb des Jaguar I-Pace, der gerade von vorn Ähnlichkeiten zur Konzeptstudie des gestoppten Turbinensportlers C-X75 kaum verhehlen kann, steht mit einer Maximalleistung von 294 kW / 400 PS dem sportlichen Aussehen in nichts nach. "Die Elektromotoren sprechen ohne Verzögerung, Gangwechsel und Unterbrechungen an", erklärt Baureihen-Direktor Ian Hoban, "das im Vergleich zu Verbrennungsmotoren unmittelbar abrufbare volle Drehmoment sorgt für ein neuartiges Fahrerlebnis. Dank 700 Nm und Allrad-Traktion beschleunigt der I-Pace Concept in rund vier Sekunden von 0 auf 100 km/h." Die beiden kompakten Elektromotoren werden von einem 90 kWh-Lithium-Ionen-Akkupaket befeuert, das eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern garantieren soll. An einem 50 kW Gleichstrom-Anschluss lässt sich der Elektro-Erstling in 90 Minuten auf 80 Prozent seiner Kapazität aufzuladen; in etwas mehr als zwei Stunden erstarkt das Akkupaket vollends. Das ist doch einmal ein Elektroauto, auf das man sich wirklich freuen kann.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.