HOME

Elektro-SUV: MB EQC – dieser Elektropanzer ist die Autozukunft von Mercedes

E-Autos müssen heute vor allem protzig aussehen – so auch das Elektro-SUV von Mercedes. Es wiegt satte 2,4 Tonnen und markiert den Beginn der reinen E-Autos mit einem Stern.

Mercedes EQ C - 450 km elektrischer Reichweite

Mercedes EQ C - 450 km elektrischer Reichweite

Niemand kann behaupten, Mercedes fahre bei den Elektrofahrzeugen voran. Und das, obwohl Showfahrzeuge wie der elektrische Supersportwagen SLS AMG Electric Drive schön anzuschauen waren. Wenigstens wollte man als Marke das erste vollelektrische SUV vorstellen – aber da überholte der Jaguar i-Pace die Schwaben. Aber sei es drum: Nun kommt der EQC als erster Modell der rein elektrischen Sub-Marke EQ. "Mit dem EQC als erstem vollelektrischen SUV von Mercedes-Benz legen wir den Schalter um", sagt Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche. "Der E-Antrieb ist ein wichtiger Baustein der Mobilität der Zukunft. Daher investieren wir in den nächsten Jahren mehr als zehn Milliarden Euro in neue EQ Produkte und über eine Milliarde in die Batterieproduktion."

Mächtiges Auftreten ist Pflicht

Während vor fünf Jahren noch Elektrofahrzeuge vor allem Bescheidenheit und einen gewissen Verzicht signalisierten, kann ein E-Auto heute gar nicht mächtig genug aussehen. Auch der EQC ist vor allem groß und bullig. Vor der schwarzen Front mit verbundenen Tagfahrlichtern hat eine Konzeptstudie bereits gewarnt. Design-Chef Gorden Wagener sagt dazu: "Der EQC verkörpert die Design-Sprache des progressiven Luxus unserer neuen Produkt- und Technologiemarke EQ. Damit wird ein Erlebnis geschaffen, das einen Vorgeschmack auf unsere Zukunft gibt."

Derzeit ist es eine Zukunft der schwergewichtigen Dinosaurier – zumindest was das Gewicht angeht. Der EQC bringt 2,4 Tonnen auf die Waage. In Sachen Sicherheit will Mercedes neue Maßstäbe definieren. Zur Erinnerung: Explosionsartige Batteriebrände haben das Image von Tesla gewaltig angekratzt. Besonders strenge Vorgaben für Batterie und alle Bauteile, die Strom führen, sollen so ein Debakel bei einem EQ-Benz verhindern. Die Stromspeicher wiegen satte 650 Kilogramm und sollen laut Mercedes über 450 Kilometer Norm-Reichweite bieten.

Das Batterie-Dilemma

Hier wurzelt auch das Übergewicht: Soll ein Auto eine Praxisreichweite von über 300 Kilometer haben, muss eine gewaltige Batterie an Bord sein. Leichtbau ist dann kaum möglich. Der EQC wird in die Serienproduktion des Mercedes-Benz-Werks in Bremen integriert. Es wird keine eigene Stromer-Fabrik geben, so kann der Anteil von Verbrennern und E-Autos flexibel gesteuert werden. Auch eine Besonderheit: MB setzt auf eigene Batterien, die in Kamenz bei Dresden produziert werden.

Im Innenraum treffen Teile aus der Zukunft auf bewährte Oldies. Der Mercedes EQC ist mit dem innovativen MB-UX-Cockpit ausgestattet, das bereits bei Mercedes A-Klasse und dem Nutzfahrzeug Sprinter Einzug hielt. Mittelkonsole und zentrale Schalterbatterie kennt man dagegen schon lange aus anderen Daimler-Modellen. Die Zeit der Lüftungsdüsen im Turbinenstil geht offenbar zu Ende, hier wurden welche in rechteckiger Form verbaut. Das Platzangebot in dem 4,76 Meter langen SUV ist vorne wie hinten insbesondere durch den 2,87 Meter langen Radstand sehr gut. In den Kofferraum passen 500 Liter. Für den EQC gibt es sogar eine Anhängerkupplung.

Bei den Leistungsdaten tummelt sich der über 2,4 Tonnen schwere Mercedes EQC im Feld der Mitbewerber. Die Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse leisten 408 PS. Das maximale Drehmoment liegt – typisch für E-Antriebe - bei unglaublichen 765 Nm. 5,1 Sekunden dauert es, bis Tempo 1000 erreicht wird, doch bei 180 km/h Spitze wird abgeregelt. Der Basispreis für den Mercedes EQC steht noch nicht fest. Vermutlich wird er unter 80.000 Euro liegen. Zu den Händlern soll der E-SUV im Frühjahr 2019 rollen.

Kra mit Pressinform/MID

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.