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Mercedes CLA 2019: Der kleine Bruder eines Luxusautos

Der Mercedes CLS bekommt mit dem CLA auch in seiner zweiten Generation einen kleinen Bruder. Das hängende Hinterteil des Vorgängers ist verschwunden und auch sonst ist der neue CLA bei seiner Weltpremiere auf der CES in Las Vegas schmucker denn je.

Mercedes CLA 250 2019 - 4,69 Meter lang

Mercedes CLA 250 2019 - 4,69 Meter lang

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Mit dem CLA gelang es Mercedes insbesondere in den USA neue Kunden zu finden. Da die kompakte A-Klasse in Amerika nicht angeboten wurde, war der bisherige CLA zu einem Einstiegspreis von unter 30.000 Dollar die günstigste Möglichkeit, einen Mercedes zu fahren. Entsprechend hoch war die Nachfrage und die Kundengewinnung beim Wettbewerb. In seiner zweiten Generation hat der Mercedes CLA optisch wie technisch deutlich gewonnen und orientiert sich stärker am Design des großen Bruders Mercedes CLS, der neben dem imposanten AMG GT Viertürer etwas ins Hintertreffen geraten ist. Der neue Mercedes CLA hat im Gegensatz zu seinem Vorgänger starke Konkurrenz im eigenen Hause, denn die A-Klasse ist mittlerweile auch als Limousine zu bekommen. Zudem ist er mit einer Länge von 4,69 Metern längst in der Mittelklasse unterwegs, wo Mercedes seine C-Klasse im vergangenen Jahr nur sehr dünn überarbeitet hat. Wer technisch das neueste Auto fahren will und sich für das sehenswerte Design eines viertürigen Coupés erwärmen kann, dürfte sich daher leicht für den neuen CLA entscheiden.

Mercedes CLA 2019: Der kleine Bruder eines Luxusautos
Mercedes CLA 250 2019 - 4,69 Meter lang

Mercedes CLA 250 2019 - 4,69 Meter lang

Seine Messepremiere feiert der flachere und breiter gewordene Daimler-Neuling als Mercedes CLA 250 mit einem Zweiliter-Vierzylinder-Turbo, der 165 kW / 225 PS und 350 Nm maximales Drehmoment leistet und an ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt ist. Sein Normverbrauch liegt bei 6,1 Litern Super (140 g CO2 / km). Bis zur Markteinführung im Mai steht die Motorenpalette der A-Klasse mit verschiedenen Benzin- und Dieselmotoren zur Verfügung. Wahlweise gibt es Schalt- oder Doppelkupplungsgetriebe sowie Front- oder Allradantrieb.

Der Mercedes CLA wirkt nicht nur optisch breiter; gerade technisch ist er es auch, denn die Spur vorne wurde um 6,3 Zentimeter und 5,5 Zentimeter hinten verbreitert, was sich auch in einem verbesserten Fahrverhalten widerspiegeln sollte. Neben einer entkoppelten Mehrlenkerachse hinten gibt es eine direktere Lenkung, Stabilisatoren mit größerem Durchmesser und auf Wunsch eine Verstelldämpfung, die dem Fahrer die aktuelle Wahl zwischen Komfort oder einer sportlichen Abstimmung lässt. Leider beginnt das Räderprogramm unverändert recht klein bei 205 / 60 R16; lässt sich jedoch bis zu 19-Zoll-Felgen und Rädern im Format 225/40 R 19 aufstocken. Einen Patzer erlaubt sich der Mercedes CLA wie schon bei der A-Klasse auch bei den Scheinwerfern, denn serienmäßig ist das viertürige Coupé zwar mit rahmenlosen Seitenscheiben, aber auch betagten Halogenscheinwerfern unterwegs. Nur optional gibt es zeitgemäße LED-Technik.

Erstmals ist ein Mercedes mit einer Gestenerkennung ausgestattet, die bei den bisherigen Modellen mit dem modernen Bediensystem MBUX jedoch kaum jemand vermisste. Auch bei der Konkurrenz von BMW führt die vor drei Jahren eingeführte Gestensteuerung bisher eher ein Schattendasein. "Durch das Erkennen von Bewegungen erleichtert er die natürliche Bedienung", sagt Mercedes-Entwicklungsvorstand Ola Källenius, "nicht nur mit dieser Neuheit bietet der CLA sehr viel automobile Intelligenz." Die Gestensteuerung ermöglicht unter anderem eine Anpassung der Bildschirminhalte, sobald sich eine Hand dem Touchscreen in der Armaturentafel oder dem Touchpad auf der Mittelkonsole nähert. Je nach aktuell aufgerufenem Menü werden einzelne Elemente hervorgehoben. Darüber hinaus kann das System zwischen den Bedienwünschen von Fahrer und Beifahrer unterscheiden und weiß so zum Beispiel, bei welchem Sitz die Massagefunktion aktiviert werden soll.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.