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Minivan Opel Zafira Tourer Concept Reisen in der ersten Klasse


Eine Lounge auf Rädern nennt Opel seinen Zafira Tourer Concept. Die realitätsnahe Studie zeigt, wie komfortabel es in einem Opel zugehen soll. Unter einem gläsernen Himmel lässt sich der Van in eine Wohlfühlzone mit Kuschelbeleuchtung verwandeln.
Von Gernot Kramper

Ja, spinnen die bei Opel? Die Studie des neuen Zafira bricht mit alten Traditionen. Zum Zafira der ersten Generation konnte man sagen: sehr praktisch und sehr flexibel. Über Fahrleistungen und Gestaltung musste man eisern schweigen. Krude Kunststoffe, wohin man griff, und Stoffmuster, deren einzige Eigenschaft es war, dass Flecken nicht weiter auffielen. Trifft man in Genf auf die Studie der dritten Zafira-Generation, kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Mit dieser "Lounge auf Rädern" will Opel den Van neu erfinden. Sicher, es ist eine Studie, es wird nicht alles so gebaut, aber das Modell ist doch bereits sehr seriennah. Allerdings sollte man beim Blick in die Studie im Kopf behalten, dass diese Ausstattung dem teuersten Modell entspricht.

Das Auto als Lounge – das ist nicht nur eine Idee von Opel. Studien prognostizieren, dass das Auto als sportliche "Fahrmaschine" an Bedeutung verlieren, als individueller "Lebensraum" aber gewinnen wird. Der neue Zafira lockt mit einem lichtdurchfluteten Innenraum. Dafür sorgt die Panorama-Windschutzscheibe, an die sich nahtlos ein gläserner Himmel bis ins Heck anschließt. Eine zweite Scheibe aus hochwertigem Kunststoff unter dem Panoramadach wird an den Rändern durch LEDs beleuchtet. Die in dem Material enthaltenen winzigen Metallpartikel reflektieren ein warmes Licht. Die Töne des Lichts lassen sich variieren und sorgen auch bei schlechtem Wetter für ein kuscheliges Ambiente.

Das Sitzkonzept des Siebensitzer Zafira haben die Ingenieure weiterentwickelt. Die dritte Reihe lässt sich komplett im Boden versenken. Neu: Auf Knopfdruck wird aus der fünfsitzigen Konfiguration vollautomatisch ein Viersitzer, der Fondpassagieren mehr Bequemlichkeit bietet. Ein neuartiger Klappmechanismus bildet hier aus der Rückenlehne des mittleren Sitzes die komfortablen Armlehnen für die Passagiere auf den beiden äußeren Plätzen. Die Außensitze fahren schräg nach hinten in Richtung Fahrzeugmitte und sorgen für ein Maximum an Bein- und Armfreiheit. Mit ausgeklappten Fußstützen wird das Reisen im Zafira-Fond noch entspannender. Die Studie verwirklicht so ein Reisegefühl, das Mercedes mit der R-Klasse versprochen hat. In Genf unterstützen Lederausstattung und Großbildschirme den Eindruck, erster Klasse zu reisen. Innovativ ist das Sitzkonzept auf jeden Fall. Fragt sich nur, wie viel Wert eine normale Familie darauf legt, den Kindern auf der Rückbank so luxuriöse Plätze anzubieten.

Lounge bedeutet auch Infotainment

Im Zafira-Konzept dominiert ein großes Touchscreen-Display die Mittelkonsole. Darüber befindet sich unter einer Klappe ein Staufach, in dem ein Tablet-Computer oder ein iPad ihren Platz finden. Mit den flexibel und schwenkbar gelagerten Tablet-Computern an den Rücklehnen der Vordersitze können die Reisenden in der zweite Reihe bequem im Internet surfen oder Multimedia-Anwendungen steuern.

Außen fallen die pfeilförmig geschwungenen Frontscheinwerfer auf, die man vom dem Ampera kennt. Das Design des Zafira erinnert zwar an den Meriva, aber die auffälligsten Eigenheiten, mit dem der Meriva sich abhebt, finden sich nicht wieder. Auf den auffälligen Knick in der Fensterlinie, mit dem Meriva-Passagiere auch hinten besser sehen können, verzichten die Zafira-Designer. Auch gegenläufig öffnende Türen gibt es nicht. Der neue Opel Zafira wird mit einer Länge von knapp 4,70 Metern deutlich wachsen. Er wird dann der größte Van auf Basis der Kompaktklasse. Wer es noch größer will, muss in die deutlich teurere Klasse von Ford S-Max und VW Sharan wechseln.

Mit Press/Inform


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