Nachrichten: Autokonjunktur VDIK: Jetzt Kaufanreize für emissionsarme Pkw schaffen


Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) begrüßt die Überlegungen der Bundesregierung zur Förderung der Automobilkonjunktur und bemängelt gleichzeitig die Absicht, mit der Umsetzung auf die Zeit nach 2010 zu warten.

Der Präsident des VDIK Volker Lange weißt darauf hin, dass die Automobilindustrie nicht mehr länger warten kann, und fordert energische Maßnahmen um den Absatz von Neufahrzeugen zu fördern. Eine kurzfristig eingeführte steuerliche Förderung für Pkw mit geringen CO2-Emissionen wird die schwache Autokonjunktur beleben. Personenkraftwagen sollten ab sofort entsprechend ihrer CO2-Emissionen beispielsweise für die Zeiträume zwei, drei oder vier Jahre steuerbefreit werden. Analog zur früheren Förderung der Abgasstufen Euro3/4 sollten ab sofort auch Fahrzeuge der Abgasstufe Euro5/6 von der Kfz-Steuer befreit werden. Zusätzlich sollten den Autofahrern zinsgünstige Kredite für die Anschaffung von Fahrzeugen, die den Effizienz-Kriterien der EU entsprechen, durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eingeräumt werden.

Dass solche Maßnahmen überproportional den Verkauf japanischen Autos fördern würden, die als einzige im großen Maßstab bereits C02-reduzierte Modelle fertigen, wischt Lange mit dem Hinweis auf die starke Exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft vom Tisch. "Es ist unbestritten, dass die internationalen Hersteller in der deutschen Automobilwirtschaft über 140.000 Arbeitsplätze sichern. Die stark exportorientierte Zulieferindustrie, eine Stütze der deutschen Konjunktur, verkauft jährlich weltweit im hohen Milliardenumfang Komponenten für die Fahrzeuge der internationalen Hersteller", sagte Volker Lange.

Hans Bast / pressinform PRESSINFORM

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