Neue Kombi-Klasse Frankfurter Familienpackung


Der Trend hat sich schon länger ganz zart abgezeichnet - auf der IAA ist er unübersehbar: Der klassische Kombi, in Zeiten ausufernder Van-Kreationen fast schon totgesagt, erfreut sich putzmunterer Gesundheit.

Ich schau dir in der Kofferraum, Kleines: Die Heckklappe des Mercedes C-Klasse T-Modells steht bei dieser IAA nicht still. So viele Concept Cars es auch geben mag, für viele Käufer bleibt doch entscheidend, was hinten rein kommt. Der C-Klasse Kombi ist einer der Publikumsmagneten bei Benz. Der unspektakuläre Lademeister setzt ganz auf kühle Eleganz und Sachlichkeit. Verspielter geht es da beim Mini Clubman zu, der mit seinen zweigeteilten Hecktüren einen dicken Retro-Bonus einheimst. In Wolfsburg setzt man dagegen alles auf die Sparsamkeits-Karte. Die BlueMotion-Modelle sind die dezenten Stars auf dem Volkswagen-Stand. Neben dem Passat Variant BlueMotion empfehlen sich die Messepremieren Caddy Life und Touran BlueMotion als Familienkutschen für kühle Rechner. Den Kasten-Van Caddy gibt es jetzt auch als "Maxi"-Version mit um 47 Zentimeter gestreckter Karosserie.

Die Konzernschwester Skoda dürfte dagegen mit dem Fabia Combi weiter auf ihrer Erfolgswelle surfen. Mit Motoren von 70 bis 105 PS setzen die Tschechen auf einen sparsamen Vernunft-Kombi. Im Vergleich zum Vorgänger ist der neue Fabia-Laster nur um sieben Millimeter gewachsen. Im Fond bleibt es an den Knien für Erwachsene etwas eng, aber die Kopffreiheit ist großzügig. Familiensinn beweisen auch die Franzosen. Renault bringt den neuen Kangoo. Die Neuauflage des beliebten Lastesels war auch überfällig, denn neben der Fülle an multifunktionalen Van-, Kombi- und SUV-Verschnitten sah der Kangoo ziemlich alt aus. Die Neuauflage bleibt dem bewährten Design treu – hohes Dach, niedrige und breite Ladekante, zwei Schiebetüren. Optisch wurde er dem rundlichen Look der Marke abgepasst, die Front sieht dem neuen Twingo ähnlich.

Kombi-Flut auf der IAA

Zwei Nummern kleiner als der Kangoo ist der Clio Grandtour. Der elegant geschnittene Kompakt-Kombi tritt in Konkurrenz zum Peugeot 207 SW. Eine wahre Kombi-Flut erwartet IAA-Besucher diesmal aus dem fernen Osten. Der neue Mazda6 präsentiert sich von außen äußerst schick und schnittig, sowohl als Limousine als auch als Kombi. Grundsolide und fast schon ein wenig dröge geht es dagegen im Innenraum zu. Dafür stimmt der Platz. Eher eine Limousine mit Touring-Touch als ein echter Kombi ist der neue Subaru Impreza. Das Stummelheck wirkt ein wenig wie zu früh abgeschnitten, unverwechselbar sind die geschwungenen Scheinwerfer und Rückleuchten. Diese welligen Linien setzen sich auch im Cockpit-Design fort. Der Impreza ist mit einem 1,5- oder 2,0-Liter Benziner ausgerüstet und hat permanenten Allradantrieb. Neu ist das Sportshift-Automatikgetriebe als Alternative zur Fünfgangschaltung.

Eine Mischung aus SUV, Van und Kombi

Einen Doppelschlag teilen Hyundai und Kia aus. Hyundai i30 SportyWagon und Kia Cee'd SW basieren auf der gleichen Plattform. Der Cee'd fällt durch seine verspielte Heckpartie auf, bei der das letzte Seitenfenster durch eine wild geschwungene Säule zweigeteilt wird. Eine Mischung aus SUV, Van und Kombi ist der neue Dodge Journey, der mit einer Länge von über 4,80 Metern bis zu sieben Personen bequemen Platz bietet. Er basiert auf der Plattform des Dodge Avenger und wird von den bekannten Benzin- und Dieseltriebwerken mit 140 und 186 PS angetrieben. Erstmals soll in ihm auch die von VW bekannte Doppelkupplung zum Einsatz kommen.

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