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IAA 2005: Auf dem Ball der Giganten

Die Krise soll sie meistern, den Bann brechen. In Frankfurt feiert sich eine grandiose Leistungsshow der Autoindustrie. Nur die wichtigste Frage bleibt offen.

Von Gernot Kramper

Der Wagen ist edel, der Wagen ist gut. Beim Rangieren warnen die Sensoren, beim Packen öffnet sich die Heckklappe, die Sitze sind aus Leder und beheizbar. Um es dem Fahrer bequem zu machen, lassen sie sich in jeder erdenklichen Richtung verschieben. Natürlich ist auch Leistung an Bord. Selbst auf der Autobahn bleibt Raum 220 km/h zu fahren. Die Reise nach Frankfurt zur IAA 2005 wäre ein Fest in diesem Stück deutscher Premium-Kultur. Bliebe da nicht ein Unbehagen: Ist das ein Wagen, nach dem die Zukunft verlangt? Oder trifft er sich in Frankfurt mit anderen stählernen Giganten einer vergangenen Ära?

Was bringt die Zukunft?

Nur selten hat die Frage nach dem Auto und der Zukunft der Mobilität jeden einzelnen mehr beschäftigt als in den letzten Wochen. Bei den meisten Menschen war diese Frage sehr schlicht gestrickt: Wie lange kann ich mir mein Auto noch erlauben? Angesichts explodierender Spritpreise, grundsätzlich begrenzter Ressourcen und einem häufig seit Jahren stagnierenden verfügbaren Einkommen ist das eine nahe liegende Sorge. Die Industrie gibt in Frankfurt Antworten. Viele Antworten auf viele falsche Fragen. Hier wird sich gesorgt, wie kann ein Wagen mehr Spaß machen. Soviel Power signalisieren, dass der Mund beim Betrachten trocken wird. Begehrlichkeiten und Sinnlichkeiten wecken. Noch mehr Fahrspaß bieten, in einer Zeit, in der die Fahrer die Möglichkeiten eines Kompaktwagens niemals ausreizen können. Entwaffnende Erkenntnis: Fahren, Transport und Bewegung sind Selbstverständlichkeiten. Wer Autos verkaufen wolle, müsse darüber hinausgehen.

Verkehrssünder benutzen verbotenerweise den Standstreifen.

Saurier im Umweltpack

Vor der Halle wartet eine Schar des Q7. Audis späte Antwort auf die SUV-Frage. Selten war ein Wagen mächtiger, bis zur Hüfte wölbt sich der Grill, ebenso hoch liegt hinten die Ladefläche. Und natürlich wird es den Q7 auch als Hybrid-Fahrzeug geben, mit kombiniertem Elektroantrieb. Hybrid ist das große Thema der deutschen Hersteller auf der IAA. Die deutsche Autoindustrie, die in letzter Sekunde auf diesen Zug aufspringen will. Jahrelang wurde die Hybrid-Technik geschmäht und ausgelacht, nun sind alle überzeugte Schüler des Meisters Toyota. Nach dem Desaster um den Partikelfilter ist es das zweite Mal in nur einem Jahr, dass eine selbstgefällige Industrie mit ihrer Strategie öffentlich scheitert. Gutes für die Zukunft kann das nicht bedeuten.

Mit dem Hybridantrieb ist es möglich einen geringeren Verbrauch und reduzierte Schadstoff-Emissionen zu erreichen. Das ist gut für die Umwelt. Aber dennoch werden keineswegs vorrangig umweltfreundliche Autos damit ausgestattet. Viel mehr scheint die Erkenntnis gereift zu sein, dass die Zeiten für Benzinschlucker wie dem Cayenne Turbo unwiderruflich zu Ende gehen. Die Hybrid-Technik bietet im Moment die einzige Möglichkeit, das Fahren derartiger Vehikel einigermaßen sozialverträglich zu gestalten. Eine letzte Ausfahrt vor der Sackgasse, bevor der Gesetzgeber die rote Karte zieht.

Es bröckelt

Aber schon der Schein der Feier ist dieses Jahr nicht wirklich rein. Waren die Marken-Tempel früher nicht üppiger? Tauchen heute gebrauchte Tresen anderer Messen auf? Der Zwang zum Sparen ist nicht zu übersehen. Riesige Flächen wurden angemietet, aber kaum dekoriert. Alleingelassen und hilflos stehen die Modelle auf einem Parkplatz mit Edelholzboden herum. Die einzelnen Fahrzeuge können durchaus überzeugen. Endlich baut Volkswagen wieder ein echtes Cabrio. Wunderschön sieht es aus, die Form wurde nicht verunstaltet durch das Blechklappdach. Nur zwei Köfferchen passen dafür in den Gepäckraum, mit geöffnetem Dach bekommt sie kaum wieder hinaus. Nichts ist eben perfekt. Ein Stück weiter kitzelt der Gallardo-Spider die Männerphantasien heraus. Die Fotografen flehen und betteln auf ihren Knien vor dem Wagen. Solange jammern sie, bis eine Messeschönheit sich ein wenig auf der Haube räkelt. So wie damals, als die Welt noch in Ordnung war. Die Schöne lacht über die abschüssige Haube und die Kindlichkeit der Männer im Staub vor ihr.

Ein Welt des Premiums

Die etablierten Hersteller feiern eine Welt der unbegrenzten Möglichkeiten. Und schön wäre es, wenn man diesen Traum noch einmal träumen könnte. Sportwagen für die Jugend, Power-SUVs für die Familien. Wenn aber die Welt sich als geizig erweisen sollte, und nicht jedermann zum Premium-Kunden heranwächst, was dann? Dann warten auf kleinen Ständen die neuen Herausforderer aus dem Land der Mitte. Ihr Rezept für die Zukunft ist ganz einfach: Die Technik von gestern zu den Preisen von vorgestern. Revolutionär klingt das nicht, aber es verspricht Erfolg.

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Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?