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Neuvorstellung: Saab 9-3X: Zwischenmahlzeit

Die Saab-Fans warten sehnlichst auf einen neuen 9-5. Denn im Segment der Luxuslimousinen fährt die Konkurrenz dem betagten Schweden längst davon. Doch zunächst gibt es als Zwischenmahlzeit einen 9-3X.

Audi hat es erfolgreich vorgemacht: Einen gewöhnlichen Kombi nicht nur mit Allradantrieb zu bestücken sondern auch mit optischen Offroad-Komponenten zu verkleiden, bringt mit wenig Entwicklungsaufwand Geld in die Kassen. Ein Pseudo-Geländewagen wie der Audi A6 Allroad hebt sich von den gewöhnlichen Kombis ab und hat durch Kunststoffplanken und Unterfahrschutz zumindest im Winterurlaub durchaus einen Mehrwert. Den Rest des Jahres stimmt zumindest die Show. Nun probiert Saab das gleiche Rezept: Nachdem die Nordländer im vergangenen Jahr einen Allradantrieb in ihr Volumenmodell 9-3 gebracht haben, folgt nun die robuste X-Variante.

Herzstück des neuen 9-3X bildet das variable Allradsystem XWD. Das aktive 4x4-System verteilt das Drehmoment des Motors zwischen Vorder- und Hinterachse je nach Bedarf für optimalen Grip und Stabilität in allen Fahrsituationen. Serienmäßig gibt es den neuen 9-3X mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe. Optional kann Mister X mit einer Sechsstufen-Automatik und einem elektronischen Sperrdifferential ausgestattet werden.

Ansonsten bietet er das, was auch ein Saab 9-3 XWD hat. Zumindest wenn man sich für die Benzinerversion entscheidet, gibt es die obligatorischen Kunststoffplanken, 3,5 Zentimeter mehr Bodenfreiheit und serienmäßigen Freiheitsdrang.

Basismotor ist der Saab 9-3X XWD 2.0 T mit 154 kW/210 PS und 300 Nm Drehmoment. Den Spurt von 0 auf 100 km/h schafft der Allradler in 8,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h. Im Durchschnitt soll der Schwede 8,3 Liter Super auf 100 Kilometer verbrauchen.

Mogelpackung: Diesel ohne 4x4

Zur Mogelpackung wird der Wochenend-Klettermaxe jedoch, wenn man sich für die an sich Dieselversion 9-3X TTiD entscheidet. Die bietet mit 132 kW/180 PS und doppelter Turboaufladung zwar jede Menge Fahrspaß und eine ideale Basis für einen solches Fahrzeug. Doch der Allradantrieb bleibt dem Benziner vorbehalten. Der drehmomentstarke Selbstzünder verkommt mit Frontantrieb zur Blendgranate. Darüber tröstet auch der geringe Normverbrauch von 5,5 Litern kaum hinweg.

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"Der 9-3X ist ein leistungsfähiger Allrounder für alle, die kein Auto im SUV-Stil benötigen oder wollen", sagt Saab Brand Design Chief Simon Padian. "Im übertragenen Sinn erhalten unsere Kunden einen Trekking-Schuh, der das Gleiche leistet wie ein schwerer Bergsteigerstiefel – nur eben viel komfortabler."

Die kompakte Hinterradaufhängung des Saab 9-3 ermöglicht einen niedrigen Kofferraumboden und damit ein Laderaumvolumen von 477 Liter. Bei umgelegten Rücklehnen stehen 1.331 Liter zur Verfügung. Die im Verhältnis 60/40 geteilte Rückbank verfügt über eine Durchlademöglichkeit für Ski und lässt sich nach vorn klappen, ohne die festen Sitzpolster zu bewegen. Der Innenraum des 9-3X basiert auf der Vector-Ausstattung und verfügt über dunkle Metallic-Applikationen an den Türverkleidungen. Zudem gibt es dunkle Teilledersitze. Preise und genauer Marktstart stehen noch nicht fest.

Stefan Grundhoff / pressinform / PRESSINFORM
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