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Opel Insignia OPC: Power-Rekord aus Rüsselsheim

Opel strotzt vor Selbstvertrauen. Kein Wunder, scheinen die Rüsselsheimer doch sehr begehrt, wie das Buhlen bei GM zeigt. Und passend zu den Rekordabsatzzahlen kommt jetzt auch noch der stärkste Serien-Opel aller Zeiten: Der Insignia OPC, 325 PS, soll zeigen, dass Opel in der ersten Liga spielt.

Von Sebastian Huld

Volker Stryczek, Verantwortlich für die Opel-Spaßmodelle mit dem Kürzel OPC, platzt geradezu vor Stolz und Selbstvertrauen. Krise hin oder her. Und das aus gutem Grund: Seine Abteilung hat aus dem Mittelklassemodell Insignia eine Sportlimousine mit richtig druck gebastelt. Der 325-PS Dampfhammer Insignia OPC schreit in die Welt: "Seht her, was wir alles können!"

Das Erfolgsmodell Insignia glänzt seit der Einführung mit 130.000 Bestellungen und hat so seinen Beitrag zum besten Verkaufs-Ergebnis im zweiten Quartal seit fünf Jahren geleistet.

Nun folgte auf die Pflicht die Kür: Der Insignia wurde zum antriebsstarken Technologieträger aufgepumpt, der technisch überzeugt und zum Kampfpreis an den Markt geht.

Der Fahrer des Ford Mustang macht ganz schön auf dicke Hose

Mit besten Grüßen aus der Spaßabteilung

Verantwortlich hierfür ist das 'Opel Perfomance Center' (OPC), wo seit zehn Jahren biedere Serien-Opel zu ambitionierten Straßenflitzern umgebaut werden. Doch während OPC anfangs kaum mehr als eine bessere Tuning-Klitsche mit Werksgarantie war, durften die zwei Dutzend Ingenieure diesmal einen Komplettumbau wagen. Nicht nur, dass der 2,8-Liter-Turbo-V6 per Umbau und erhöhtem Ladedruck auf 325 PS hochgejubelt wurde. Nein, auch die vordere Aufhängung wurde neu konstruiert, ein adaptiver Vierrad-Antrieb verbaut und neben anderen Innovationen ein angemessen sportliches Outfit auf die Insignia-Haut geschneidert.

Derart gerüstet soll der Insignia zweierlei zeigen. Erstens, Opel kann Hightech im besten Sinne der Kunst. Zweitens, auch mit der dreifachen Power des Basismodells (1,6-Liter-Vierzylinder mit 115 PS) ist der Insignia langlebig und zuverlässig. Um das zu beweisen, hat der Insignia OPC über 10.000 Kilometer am Stück auf dem Nürburgring absolviert - und zwar im Renntempo.

Starker Auftritt, nerviges Dröhnen

Auf den ersten Blick weiß der stärkste Serien-Opel aller Zeiten zu gefallen. Dem ohnehin charaktervollen Auftreten des Standard-Insignia stehen die großen Lufteinlässe unter den Scheinwerfern gut. Die 19-Zoll-Felgen (für 1000 Euro Aufpreis gibt es geschmiedete 20-Zöller) stehen dem Auto ebenso wie die dicken Endrohre der Auspuffanlage. Sportlich, ohne peinlich zu wirken

Leider lässt sich das weniger vom Klang des Autos sagen. Schon beim Standgas brummt der Sport-Auspuff, als mache ihn jede Minute seiner Existenz jenseits der Rennstrecke wütend. Was von außen noch sportlich klingen mag, wird innen zum Störfaktor. Während der Motor dank Dämmung praktisch nicht zu hören ist, ist die Auspuffanlage mit ihrem Dauerbrummen stets präsent.

Doch die Aussicht auf den Inneraum entschädigt. Kaum, dass der Fahrer in den sehr empfehlenswerten Recaro-Sportsitzen (1600 Euro extra) kuschelt, fällt sein Blick auf das wertig anmutende und voll ausgestattete Cockpit. Das besondere Schmankerl im Insignia OPC sind die zwei Tasten auf der Mittelkonsole: „Sport“ und "OPC" steht auf ihnen. Wenn man sie drückt soll der Insignia endgültig zur Pistensau mutieren. Vor allem im "OPC"-Modus ist der Effekt spürbar: Der Lenkung reagiert direkter, das Gaspedal spricht schneller an und das mechatronische "FlexRide"-Fahrwerk bietet ein Maximum an Agilität. Des Weiteren leuchtet das Zifferblatt feurig rot. Wer hätte von Opel so viel Sportsgeist erwartet?

Spaß bis in den Grenzbereich

Beim Fahren wird schnell klar: Den Ingenieuren ist ein guter Kompromiss gelungen aus Alltags-Fahrbarkeit und Leistungssport. Die Gänge sind recht lang übersetzt, die maximale Leistung liegt erst bei über 5000 Umdrehungen an. Bis dahin fährt sich der Insignia OPC entspannt und souverän. Der vom Werk angegebene Normverbrauch von 11, 4 Litern SuperPlus-Benzin lässt sich entspannt umsetzen, denn auch bei 60 km/h im fünften Gang steht jederzeit genug Kraft zur Verfügung. Wer jedoch das Gaspedal durchtritt, lernt das aggressive Gesicht des Insignia kennen: In sechs Sekunden beschleunigt das Auto auf 100 km/h. Noch beeindruckender die Elastizitäts-Werte: in 7,1 Sekunden von 80 auf 120 km/h sind ein Wert, von dem auch ein deutlich teurerer Audi S4 nur träumen kann.

Gute Lenkung, noch bessere Bremsen

Das Fahrwerk mit adaptivem Allradantrieb weiß die vielen Pferdestärken gekonnt umzusetzen. Bei Testfahrten auf einem stillgelegten Flugplatz zeigt sich der Wagen unheimlich agil, die Elektronik greift nicht zu früh ein. Der Grenzbereich bei Kurvenfahrten wird spürbar erweitert, Otto Normalfahrer darf den Vettel geben. Dennoch, die Physik legt dem Insignia OPC Grenzen auf, Technik und Elektronik arbeiten mit vereinten Kräften, um den Fliehkräften der 1,8 Tonnen Leergewicht entgegenzuwirken. Da hilft es auch nicht, dass Opel mit hohem Aufwand Gewicht an der vorderen Aufhängung eingespart hat.

Hinzukommt, dass die Lenkung zwar gut und leichtgängig geht. Sie wirkt im Grenzbereich aber etwas schwammig. Die exzellenten Vierkolben-Bremsen von Brembo sind dem OPC-Paket als vertrauensbildende Maßnahme beigefügt.

Preiswerter Volkssportler

Der Opel-Insignia macht Spaß. Wer agiles Fahren mag und trotzdem Platz für Familie und Gepäck braucht, bekommt mit dem Insignia OPC ein interessantes Angebot. Das gilt vor allem für den Kombi (heißt bei Opel "Sports Tourer"), der 540 Liter Stauraum bietet. Auch der Preis des gut ausgestatteten Insignia OPC ist eine echte Kampfansage im Nischenmarkt der Sportlimousinen: Bei 44.900 Euro geht es los. Die Konkurrenzmodelle sind entweder schwächer motorisiert (z.B.: VW Passat R36) oder spürbar teurer (z.B.: Audi S4).

Opel hat es also geschafft: Der Insignia OPC ist eine Referenz, an der man sich in Rüsselsheim künftig gerne messen lassen wird. Auch wenn es in Details, wie zum Beispiel bei der Bedienung oder der Übersicht beim Parken, noch zu den (teureren) Premiumherstellern Audi oder BMW fehlt, darf Opel stolz sein auf seinen neuen Opel(-)Rekord.

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Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?
  • Sebastian Huld