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Polo Vivo: Die Rückkehr des Citi Golf

Der legendäre Citi Golf ist längst Geschichte, doch nun hat VW seinen Nachfolger angekündigt: Der Polo Vivo soll den in Südafrika produzierten Uralt-Golf als günstiges Einsteigerauto ersetzen - für weniger als 10.000 Euro.

In Südafrika lebt der Golf scheinbar ewig. Noch immer rollen tausende Citi Golf am Kap, basierend auf dem Ur-Golf der ersten Generation und nach wie vor enorm populär. So schnell wird die Kult-Kante von den Straßen nicht verschwinden, doch gebaut wird er nicht mehr: Mit einer Schlussedition von 1000 Sondermodellen hat VW die unendliche Geschichte im Januar nach einem Vierteljahrhundert schließlich doch noch beendet. Insgesamt wurden 377.484 Citi-Gölfe gebaut. Das Modell war 1984 auf den Markt gekommen und wurde über all die Jahre als günstiges Einstiegsmodell parallel zu den folgenden Golf-Generation angeboten.

Das Ziel: "erschwingliche Mobilität"

Nun übernimmt der Polo Vivo den Staffelstab. Mit dem Wagen wolle man "erschwingliche und erreichbare Mobilität" auf dem südafrikanischen Markt sicherstellen, heißt es in einer Pressemitteilung des VW-Konzerns. Der Wagen rollt im Werk Uitenhage vom Band und besteht laut VW zu 70 Prozent aus Teilen lokaler Zulieferer. Das Auto basiert auf dem Vorgänger des aktuellen Polo. Es wird als Zwei- und Viertürer sowie als Fließheck und Stufenheck angeboten. Optisch wurde der Wagen durch einen schwarzen, direkt mit den Scheinwerfern verbundenen Kühlergrill näher an das aktuelle VW-Design gebracht.

Deutlich bessere Ausstattung

Der Polo Vivo kostet umgerechnet rund 9932 Euro. Damit ist der Wagen teurer als der Citi Golf, verfügt aber neben zeitgemäßer Technik auch über eine deutlich bessere Ausstattung. Unter anderem sind Servolenkung und zwei Airbags an Bord. Klimaanlage, CD-Radio und ABS sind optional erhältlich. Unter der Haube arbeitet im Basismodell ein 1,4-Liter Motor mit 75 PS und einem Durchschnittsverbrauch von 6,2 Litern pro 100 Kilometer. Optional gibt es eine 86 PS-Version des Motors sowie eine 1,6-Liter Maschine mit 105 PS. Damit erreicht der Polo Vivo fast 190 Km/h und beschleunigt in 10,6 Sekunden von 0 auf 100.

Neben dem Polo Vivo laufen auch der normale Polo sowie der CrossPolo in Südafrika vom Band. "Wir planen den Export von insgesamt 71.500 neuen Polo in die wichtigsten Rechtslenkermärkte weltweit sowie in Linkslenkermärkte in Europa", sagt David Powels, Managing Director von VW Südafrika. So würden Polos aus der VW-Fabrik in Uitenhage nun auch ihren Weg in die Autostadt nach Wolfsburg finden. Bis Ende 2009 hätten die Südafrikaner bereits 19.000 Rechtslenker-Polos nach England, Irland, Japan, Singapur, Malaysia, Australien, Neuseeland, Zypern und Malta exportiert, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Darüber hinaus werde VW Südafrika der alleinige Produzent des neuen Cross Polo sein, der auf dem Genfer Automobilsalon vorgestellt wurde. "VW Südafrika ist innerhalb des globalen Produktionsnetzes des Volkswagen-Konzerns für die Plattform des neuen Polo fest etabliert", so David Powels.

Wichtige Stütze

Südafrika schützt seine Automobilindustrie - nach Bergbau und Finanzwesen der drittgrößte Wirtschaftszweig des Landes - durch hohe Zölle. Viele Autobauer haben deshalb eine einheimische Produktion. Südafrika ist schon lange auch Auto-Exporteur, denn neben VW lassen noch viele andere Hersteller dort Modelle für Rechtslenker-Märkte fertigen. Zum Teil handelt es sich nur um die Montage von vorgefertigten Teilesätzen aus den Herstellerländern. Die Automobilproduktion ist für den Gastgeber der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft eine wichtige Stütze, doch Südafrika blieb von der Automobilkrise nicht verschont. Im ersten Halbjahr 2009 brachen die PKW-Verkaufszahlen am Kap um mehr als die Hälfte ein.

Sebastian Viehmann, press-inform / press-inform
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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