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Skoda Fabia Combi: Der clevere Familienwagen

Platz wie ein Großer und dabei doch kleine Preise, das macht der Fabia Kombi möglich. Eine interessante Wahl für junge Familien, die nicht allzu viel ausgeben wollen.

Der neue Skoda sieht durch seine betonten Linien deutlich entschlossener aus als der Vorgänger.

Der neue Skoda sieht durch seine betonten Linien deutlich entschlossener aus als der Vorgänger.

Kleinwagen gibt es viele - aber Minis, die auch als Kombi angeboten werden, haben Seltenheitswert. Dabei sollten diese Exoten mehr beachtet werden: Sie kombinieren ein günstiges Basisfahrzeug mit sehr viel Nutzwert und Rauminhalt. Vier von zehn verkauften Skoda Fabia sind bisher Kombi gewesen. Und Imelda Labbé, Sprecherin der Geschäftsführung von Skoda Deutschland, zweifelt nicht daran, dass es auch künftig so sein wird.

Nach dem Octavia ist der Fabia in Deutschland die erfolgreichste Modellreihe von Skoda. Weltweit wurden allein von den ersten beiden Generationen des Fabia Combi rund 1,1 Millionen Stück verkauft, fast 300.000 davon in Deutschland.

Skoda Fabia Combi: Kompakt und geräumig
Skoda Fabia Combi - da passt einiges rein

Skoda Fabia Combi - da passt einiges rein

Beim neuen Fabia hat sich Skoda kräftig aus den Baukästen des Mutterkonzerns bedient - das sorgt dafür, dass man viele Komponenten, Aggregate und Systeme bereits aus anderen Marken und Modellen der Wolfsburger kennt. Beispiel Multimedia und Konnektivität. Dazu heißt das Zauberwort "modularer Infotainment-Baukasten". Der Fabia bringt auf Wunsch auch in der Kombi-Version nun die MirrorLink-Technik mit. In der Theorie lässt sich damit das eigene Smartphone auf dem Display des Bordcomputers "spiegeln" und sich die diversen Apps von dort auch nutzen. "Der Fabia wird zum rollenden Smartphone", verspricht Imelda Labbé.

Multimedia reift noch beim Kunden

In der Praxis ist das System dann aber doch noch höchst verbesserungsbedürftig. Das fängt damit an, dass sich längst noch nicht alle Smartphones koppeln lassen - Apples iPhone etwa findet derzeit noch keine Verbindung unter dieser Nummer. Und selbst, wenn das Smartphone passt, garantiert dies noch keine überzeugenden Ergebnisse. So brach bei unserer mehrstündigen Ausfahrt in Südfrankreich mehrfach die Verbindung zwischen Smartphone und Fabia ab, es kam immer wieder zu kompletten Abstürzen des Systems - nicht gerade erquicklich, wenn die Navigation mitten im Kreisverkehr den Dienst quittiert.

Hauptsache Platz

Das wichtigste Argument für den 4.257 mm langen und 1.732 mm breiten Skoda Fabia Combi sind allerdings nicht die elektronischen Gimmicks, sondern der Platz, den er mitbringt. Schon im Passagierabteil fühlt man sich keineswegs beengt. Die Vordersitze lassen sich auch für größere Passagiere weit genug nach hinten schieben, das Lenkrad ist in Neigung und Tiefe gut verstellbar. Und auch in der zweiten Reihe finden zumindest zwei Erwachsene ordentlich Platz. Die Sitze vorne sind straff, bequem und bieten ausreichend Seitenhalt. Ablagen gibt es nach Skoda-Art reichlich, dazu eine Reihe einfacher, aber nützlicher Kleinigkeiten, die mittlerweile fast schon Kultstatus erreicht haben - etwa der Kleinkram-Zaun aus Plastik im Kofferraum oder der Eiskratzer in der Tankklappe.

Richtig Platz gibt es im Laderaum. Schon im Normalzustand sind es 530 Liter, 50 Liter mehr als bisher. Nach dem Umklappen der im Verhältnis 40:60 geteilten Rücklehnen wächst der Platz auf bis zu 1.395 Liter. Zum Vergleich: Der Seat Ibiza ST kommt auf 430 bis 1.164 Liter, der Renault Clio Grandtour auf 443 bis 1.380 Liter und der Mini Countryman auf 350 bis 1.170 Liter Laderaum. Gegenstände bis 1,55 Meter lassen sich gut verstauen. Beim neuen Fabia Combi ist die Ladefläche des Kofferraums mit 960 mm zudem etwas breiter geworden und die Ladekante liegt 26 mm tiefer. Unter der hoch öffnenden Ladeklappe haben Zeitgenossen bis 1,90 Meter Scheitelhöhe Platz.

Genügend Platz für die kleine Familie.

Genügend Platz für die kleine Familie.

Gutes Leistungsspektrum

Von den ständigen Optimierungen im Konzernregal haben auch die Verbräuche profitiert. Im Schnitt, so Imelda Labbé, verbrauche die neue Combi-Generation bis zu 17 Prozent weniger Kraftstoff, nicht zuletzt auch dank Start-Stopp-Automatik und Bremsenergie-Rückgewinnung. Das Leistungsspektrum der Benzin-Motoren reicht vom TSI mit 55 kW/75 PS bis zu flotten 81 kW/110 PS. Der neue Dreizylinder-Diesel liefert zwischen 55 kW/75 PS und 77 kW/105 PS. Für die normale Alltagsarbeit reicht das Portfolio allemal. Der 1,4-Liter-Diesel treibt den Kompakt-Kombi ausreichend flott voran, um auch auf der Autobahn gut mithalten zu können. Er könnte nur ein bisschen spontaner am Gas hängen. Der 1,2 TSI-Benziner geht da dynamischer ans Werk. Ein harmonisch schaltendes Doppelkupplungsgetriebe (DSG) ist für jeweils einen Diesel und einen Benziner optional bestellbar.

Geringfügige Preiserhöhung

Je nach Reifenwahl fährt sich der gegenüber seinem Vorgänger um 50 Kilogramm auf eine knappe Tonne abgespeckten Fabia Combi unterschiedlich komfortabel. Einmal schluckt er Unebenheiten großzügig weg, mit härterem Geläuf poltert er dagegen schon mal eher unwillig. Insgesamt aber taugt der Tscheche, dessen Spurweite um drei Zentimeter verbreitert wurde, nicht nur für die Stadt und den Nahverkehr. Auch längere Touren und Familienausflüge sind kein Problem. Bei den Händlern steht der neue Skoda Fabia Combi ab dem 24. Januar. Die Preise starten für den Einliter-Benziner mit 75 PS bei 13.090 Euro, das wären 400 Euro mehr als das bisherige Einstiegsmodell mit 70 PS. Am teuersten ist der 1,4-Liter-TDI mit 105 PS, der ab 19.220 Euro zu haben ist. Der gefahrene 1.4 TDI mit DSG-Getriebe und 90 PS kostet ab 20.020 Euro.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.