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Suzuki Ignis 1.2 Allgrip: Die Qual der Wahl

Der neue Suzuki Ignis ist als Fünfsitzer oder als Viersitzer mit verschiebbarer Rückbank erhältlich. Zwischendurch wechseln geht leider nicht.

Ob allein oder mit Kindern, der Suzuki Ignis bietet Platz genug.

Ob allein oder mit Kindern, der Suzuki Ignis bietet Platz genug.

Wer sich heutzutage seinen Neuwagen aus der Welt der Klein- und Kleinstwagen kaufen möchte, steht oft vor großen Kompromissen. Mal sieht er schick aus, hat aber designverschuldet wenig Platz. Mal schaut er grausig aus. Tja. Ende. Na gut, es gibt auch fast hübsche Kleine mit viel Platz, die zudem noch mit Leistung brillieren. Doch die sind dann vielleicht ein wenig zu teuer. Und es gibt den Suzuki Ignis. Ein vom Marketing zum Micro-SUV ernannter 3,70 Meter langer und 1,60 Meter breiter Einkaufswagen mit stark polarisierendem Heck. Der durchaus als kompakt zu bezeichnende Japaner rollt ab 11.900 Euro in die eigene Garage. Dann stehen fünf Sitze, die im Verhältnis 60 zu 40 umklappbar sind, ein einfarbiges Armaturenbrett und eine Radioanschlussvorbereitung parat. Es wirkt nicht nur so, sondern es handelt sich dabei um die absolute Sparversion. Schon für 1.590 Euro stehen in der spartanisch eingerichteten Club-Variante eine Klimaanlage, ein Drehzahlmesser, ein CD-Radio und ein zweifarbiges Armaturenbrett zur Verfügung. Einen Allradantrieb gibt es ab 15.990 Euro und den automobilen Ignis-Christbaum mit allem drum und dran für 17.740 Euro. Und genau der überzeugt bereits nach nur wenigen Metern - um nicht zu sagen bereits im Stand.

Die Qual der Wahl
Ob allein oder mit Kindern, der Suzuki Ignis bietet Platz genug.

Ob allein oder mit Kindern, der Suzuki Ignis bietet Platz genug.

Denn der neue Suzuki Ignis mit Allrad und der damit unvermeidbaren Viersitz-Konfiguration inklusive 16,5 Zentimeter Verschieb-Möglichkeit der 50 zu 50 geteilten Rückbank ist die langgesuchte eierlegende Wollmilchsau. Wurde sich mit dem Design angefreundet bietet der 945 Kilogramm schwere Sumo-Wagen auf nahezu jeden Anspruch die passende Lösung. "Die Kinder müssen mit zum Getränkemarkt?" Kein Problem. Rückbank nach vorn schieben, Kindersitze drauf, Kinder rein, Kästen rein fertig. Es wirkt fast so einfach, wie es in dem uralten Witz lautet: "Wie bekommt man einen Elefanten in den Kühlschrank? Kühlschranktür auf, Elefant rein, Kühlschranktür zu." Ok, ein Elefant dürfte angesichts der erlaubten 385 Kilogramm Zuladung nicht gerade transportiert werde. Passen würde er aber vom Gefühl her. Mit einem guten Gefühl darf, dem Allradantrieb sei Dank, der Einkauf auch im Winter in den Bergen stattfinden. Der 90 PS starke Vierzylinder-Benzinmotor kommt bei vollbesetzten Sitzplätzen und Kofferraum natürlich nicht mehr ganz so spritzig daher. Doch reicht die Kombination aus Leistung und 120 Newtonmetern Kraft locker für ein zügiges Mitschwimmen im Straßenverkehr.

Damit der 30 Liter fassende Treibstofftank nicht schon nach weniger als 400 Kilometern neu befüllt werden muss, sollte auf die 165 Kilometer pro Stunde-Spitzengeschwindigkeit und den 11,9 Sekunden-Sprint selbstverständlich verzichtet werden. Wer seinen Gasfuß jedoch im Griff hat, kommt dem Normverbrauch von fünf Litern recht nahe. Beim defensiven Fahren kommen einem die guten Sitze, die ordentliche Sitzposition und vor allem die gewaltige Kopffreiheit zu gute. Das manuelle Fünfganggetriebe lädt aufgrund mangelnder Möglichkeiten nicht gerade zu einer Schalt-Schlacht à la Fast and Furious ein. Dafür flutschen die Gänge gut ins Getriebe und bleiben auch bei ruppiger Fahrweise dort, wo sie hingehören. Was ebenfalls sehr erfreulich ist, ist die Rundum- beziehungsweise Übersicht. Denn dort, wo nichts mehr vom Auto zu sehen ist, da hört es auch auf. Liest sich einfach und ist einfach. Zur Not hilft aber natürlich auch die Rückfahrkamera beim engen Rangieren. Für den Fall, dass es vor der eigenen Front sehr eng zugeht, ist eine aktive Bremsunterstützung zur Stelle. Das kamerabasierte System ist vor allem im Stadtverkehr ein großer Sicherheitsgewinn. Der vierstufige Sicherheitsassistent warnt sowohl visuell als mit einer selbst eingeleiteten Bremsung. Der das Lenkrad zum Vibrieren bringende Spurhaltewarner erfüllt ebenso seinen Zweck. Alles in allem bietet der kleine Suzuki Ignis mehr, als auf dem ersten Blick zu erwarten wäre.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.