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Mini-SUV: Suzuki Jimny – süßer Offroader im Retro-Look

Der Jimny ist eine Legende. Kaum ein Wagen leistet im Gelände mehr als der Winzling aus Japan. Die neue Version bietet noch mehr Offroad-Qualitäten als zuvor und besticht mit einem markanten Aussehen.

Den Jimny gibt es in den Ausstattungsvarianten Comfort und Comfort+, erstmals ist eine Verkehrsschilderkennung an Bord. Was fehlt, ist eine Variante mit absolut puristischer Serienausstattung. 

Den Jimny gibt es in den Ausstattungsvarianten Comfort und Comfort+, erstmals ist eine Verkehrsschilderkennung an Bord. Was fehlt, ist eine Variante mit absolut puristischer Serienausstattung. 

MID

In den 80er Jahren war der Suzuki SJ Kult: Entweder oben offen oder mit einem Surfbrett auf dem Dach, der Suzuki garantierte einen perfekten Auftritt. Inmitten der SUV-Welle ist es ruhiger um den Japaner geworden, der nie verhehlen konnte, dass er mit seiner Mini-Größe zwar niedlich aussah, aber im Kern als beinharter Offroader konzipiert wurde.

Echtes Offroad mit dem Suzuki Jimny

Der Suzuki Jimny ist einer der wenigen echten Geländewagen, mit Untersetzung, kurzem Radstand, viel Bodenfreiheit und quasi unstoppbar. Seit 1998 konnte Suzuki 87.421 Stück in Deutschland verkaufen. Nach den 80ern schrumpfte die Anhängerschaft auf die Kernzielgruppe: Jäger und Bauern im Gebirge, dort wo die Wege steil sind, aber teilweise so schmal werden, dass protzigere Geländewagen passen müssen.

Der neue Jimny hat durchaus das Zeug, zu einem Lifestyle-Auto zu werden. Schluss ist mit den seifigen, rundgelutschten Formen des Vorgängers. Der neue Jimny kehrt zu seinen kantigen und markanten Ursprüngen zurück. Genau genommen sieht er aus wie die alte G-Klasse und ein größeres Lob gibt es in diesem Fahrzeugsegment ja nicht. Bloß drei Nummern kleiner.

Suzuki Jimny setzt auf funktionalen Innenraum

Der Traditionalismus setzt sich im Innenraum fort. Der punktet mit unverwüstlichem Hartplastik und nackten Blechen. Dezente Modernisierung findet sich am Lenkrad, dort gibt es jetzt Fernsteuerungselemente. Und in der Elektronik. Ein Touchscreen ist die zentrale Kommunikationszentrale. Navigation, Bluetooth und das DAB-Radio – das funktioniert alles. Es gibt sogar eine Verkehrszeichenerkennung und einen Spurhalteassistenten.

Ein komfortables Mobil für längere Reisen ist der Jimny nicht geworden. Das Gestühl erinnert an einen R4 der frühen 80er Jahre, es ähnelt eher einem Klappstuhl als dem opulenten Mobiliar, das schon ein Golf bietet. Das Lenkrad ist nur in der Höhe verstellbar, dennoch findet sich eine vernünftige Sitzposition.

Fahrkomfort hat merklich zugelegt

Auf asphaltierten Straßen kommt man voran. Mit seinen 102 PS reißt der Vierzylinder-Benziner samt Saugrohreinspritzung aber niemand vom Zaun. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 145 km/h – sie hört sich aber merklich schneller an. Kurzum: Für die Landstraße reicht es so. Dort und in der Stadt kann der nur 1165 Kilogramm schwere Jimny gut mithalten. Das Fahrwerk ist gut abgestimmt und bietet einen ordentlichen Komfort. Ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zum Vorgänger. Dafür ist der Spritdurst mit einem Durchschnitt von 6,8 Litern auf 100 km erstaunlich niedrig.

Das Fünfganggetriebe ist wie gewohnt knorpelig und wird über einen altmodisch langen Hebel bedient. Die Besonderheit liegt unter dem Ganghebel. Dort befinden sich zwei weitere kurze Hebel: Einer zum Zuschalten des Allradantriebs, was bis 100 km/h möglich ist, und der andere für die mechanische Untersetzung, die im Gelände wahre Wunder wirkt. Der Jimny kommt auch dort weiter, wo vier Mal so teure SUVs aufgeben müssen. Und das nicht nur wegen seiner Größe. Ob Schräglagen, Steigungen oder Abfahrten, der kleine Wagen kann weit mehr, als ihm seine Fahrer abverlangen werden. Überzeugend auch die für Geländefahrten optimierte Traktionskontrolle.

Viel Platz auf 3,65 Metern Länge

In dem nur 3,65 Meter langen Kubus ist mehr Platz, als man von außen glaubt. Zwei ausgewachsene Personen finden vorn Platz und auch hinten, wenn die Reise nicht zu lang ist. Aber wie schon immer kann der Jimny entweder Passagiere oder Gepäck mitnehmen. Bei vier Personen bleiben 85 Liter Kofferraumvolumen. Die Rücklehnen lassen sich im Verhältnis 50:50 umlegen. So produziert man maximal 830 Liter Inhalt.

Wirklich billig war der Japaner noch nie, aber preiswert. Nun startet die Preisliste bei 17.915 Euro. Für 2070 Euro mehr gibt es das gut ausgestattete Topmodell. Nur eins gibt es erst mal nicht: ein Cabrio mit Stoffverdeck.

Kra mit Pressinform und MID

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.