VG-Wort Pixel

E-Mobilität VW I.D. Buzz – elektrischer Bulli-Nachfolger wird wirklich gebaut

VW I.D. Buzz
Der VW I.D. Buzz beschwört das alte Surferimage. 
© press-inform - das Pressebuero
Oft wurde ein Bus im Bulli-Look angekündigt, immer wurden die Fans enttäuscht, aber nun kommt der I.D. Buzz wirklich. Ende kommenden Jahres ist es soweit.

Seit Ewigkeiten zeigt VW Studien im Look des alten Bulli. Gebaut wurden sie nie. Inzwischen kündigen Start-up wie Canoo Modelle an, die der alten VW-Legende verdächtig ähneln, natürlich ohne das überdimensionale Logo am Bug. Es dauert mehr als 20 Jahre, aber nun soll ein Volkswagen Bus mit der Bezeichnung I.D. Buzz  tatsächlich doch Realität werden. In der Größe quetscht sich der Bus zwischen Sharan und Transporter. Wobei die Zukunft des Sharans aller andere als sicher ist.

VW Designer Klaus Zyciora kann selbst kaum glauben, dass sein Lifestyle-Transporter gebaut wird: "Für mich geht ein Traum in Erfüllung. Dank der ID-Plattform können wir die Proportionen des Ur-Bullis realisieren." Zur Erinnerung: Der alte Bulli hatte den Motor hinten und nicht vorn, zwischen den Knien des Fahrers und der Außenwelt lagen nur ein paar Millimeter Blech. Ganz so kann man heute nicht mehr bauen, aber es wird eben kein Motor vor den Passagieren platziert.

Sehr viel Innenraum

"Beim T1 und beim I.D. Buzz geht es darum, möglichst viel Raum auf möglichst wenig Verkehrsfläche zu Verfügung zu stellen", sagt Klaus Zyciora. Nur dass der I.D. Buzz nicht so spartanisch ausgestattet wird wie die alten Transporter. Tür öffnen ist unnötig. Ein Wischen an der Tür, dann öffnet sich der Wagen und gibt den Blick auf den Innenraum frei: Sitze mit hellen Stoffen, die auf einem Schienensystem verschoben und - im Falle der Vordersitze - sogar gedreht werden können. Hier bringt VW seine Multivan Erfahrungen mit ein. Platz gibt es reichlich, denn im E-Mobil entsprechen die Innenmaße fast den Außengrößen, Platz gibt es im ID Buzz, der mit zwei Radständen gebaut wird, dank der Länge rund fünf Metern und dem Radstand von drei Metern mehr als genug.

Das Cockpit ist erfreulich aufgeräumt. Die Navigation und andere Informationen werden im Head-up-Display eingeblendet. Der Neue ist so handlich wie der alte. Dank der hohen Sitzposition und der übersichtlichen Karosserie fällt das Rangieren leicht. Der I.D. Buzz soll in der Topversion 374 PS leisten und je nach Batteriegröße (80 bis 110 kWh) bis zu 600 Kilometer Reichweite haben. Allerdings wird vermutlich bei 160 km/h abgeregelt. Voll autonom fährt der ID Buzz nicht. Wenn er Ende 2022 auf den Markt kommt, soll er Fahrerassistenzstufe drei schaffen. Ziel bleibt die Stufe vier. Wie zu erwarten wird es neben dem Bus einen E-Transporter und einen Kastenwagen geben. Technische Grundlage ist der modulare Elektrifizierungsbaukasten sein, der schon im VW ID 3 verwandt wurde.

Die Menge macht es 

Volkswagen macht mächtig Druck bei den E-Fahrzeugen. VW will bis 2030 etwa 70 reine Elektroautomodelle auf den Markt zu bringen und damit zumindest in der Zulassungsstatistik Tesla hinter sich lassen. Der I.D. Buzz hat dabei das größte Image-Potenzial. Die Aufnahme der ikonografischen Bulli-Optik macht ihn einzigartig und Sympathieträger.

Dazu kommt die Stellung von der Nutzfahrzeugsparte von VW bei Freizeitbussen. Nirgends wo sonst ist der Abstand zur Konkurrenz so groß wie hier. Und das Konzept eines geräumigen Busses passt besser in die kommende Elektrozukunft als das einer reinen Fahrmaschine. Gebaut wird der I.D. Buzz in Hannover auf der Linie des dort ausgelaufenen Pick-ups VW Amarok. Bis 2030 soll der Absatz reiner Stromer in Europa bei VW auf über 70 Prozent steigen, das sind doppelt so viele wie aktuell, während es in China und den USA mehr als 50 Prozent sein sollen.

Kra mit Pressinform

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker