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VW Passat Alltrack: Der Biedermann zieht die Wanderstiefel an

Der Passat darf jetzt auch mal runter von der Straße. Dem Vertreterauto wurden dafür rustikale Kunstoffplanken angeschnallt. Zumindest für die größeren Motoren gibt es sogar Allradantrieb – bei VWs Cross-Modellen ist das nicht selbstverständlich.

Die Modelle CrossPolo, CrossTouran und CrossGolf wurden zum Erfolg für die Wolfsburger Autobauer. Und das, obwohl sie über keine nennenswerten Geländefähigkeiten verfügen, "Cross" bedeutet nichts anderes als eine rustikales Styling-Paket zu einem fairen Preis. Da bietet der VW Passat Alltrack mehr: Zumindest die Topmodelle wird es mit serienmäßigen Allradantrieb geben. Ideengeber für den VW ist die Ländler-Variante des A6, die unter dem Namen Allroad angeboten wird. Beim Passat Alltrack gibt es den gewünschten rustikalen Auftritt und mehr Bodenfreiheit jetzt auch für die Außendienstler, denen der edle Gelände-Audi versagt bleibt.

Spürbar mehr Bodenfreiheit

Der Alltrack baut auf der Kombiversion des Passat Variant auf und ist vorrangig in den beiden Zweiliter-Motorvarianten mit 170 Diesel- und 210 Benziner-PS zu bekommen. Während diese beiden Varianten obligatorisch auf 4x4-Vortrieb und die Kombination mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG setzen, ist das Allradmodul bei dem kleineren 2.0-TDI-Modell mit 140 PS optional. Die beiden Dieselmodelle verbrauchen rund sechs Liter auf 100 Kilometern. Zudem gibt es den VW Passat Alltrack 1.8 TSI als 160 PS starken Basisbenziner.

Optisch unterscheidet sich der 4,77 Meter lange Alltrack von seinen zahmeren Brüdern durch robuste Kunststoffplanken in Form vom Radhaus- und Schwellerverbreiterungen sowie voluminöse Schürzen. Abgerundet wird das Offroad-Bild von einem Unterfahrschutz vorne und hinten sowie der von 13,5 auf 16,5 Zentimeter erhöhten Bodenfreiheit, die man unter anderem auch von den erfolgreichen Allroad-Modellen von Audi kennt. Ebenso wie die größeren Brüder VW Touareg und VW Tiguan ist auch der Passat Alltrack serienmäßig mit einem Offroad-Fahrprogramm für leichtes Gelände ausgestattet. Im Normalbetrieb wird der 4-Motion-Alltrack bevorzugt über die Vorderachse angetrieben. Bei normaler Fahrt werden zehn Prozent der Leistung an die Hinterachse übertragen. Je nach Fahrsituation schaltet die elektrohydraulische Allradkupplung ein und verteilt die Leistung variabel auf beide Achsen. Abgesehen von dem höheren Fahrwerk ist der Alltrack mit den gleichen Komfort- und Sicherheitsausstattungen wie der normale Passat unterwegs. Dazu gehören unter anderem Park- und Müdigkeitsassistent, Reifendruckkontrolle, Soundsystem und Klimaautomatik sowie das gesamte Paket an Sonderausstattungen.

Alltrack wird teuer

Das Laderaumvolumen des VW Passat Alltrack liegt bei 603 bis 1.731 Liter. Die maximale Zuladung beträgt 656 Kilogramm. Wem das nicht reicht: der Wolfsburger kann bis zu 2,2 Tonnen an den Haken nehmen. Seine Weltpremiere feiert der neue VW Passat Alltrack in der kommenden Woche auf der Motorshow in Tokio. Die Preise für den neuen Klettermaxen stehen noch nicht fest. Sie dürften zur Markteinführung im Frühjahr jedoch rund 1500 bis 2500 Euro über den vergleichbaren normalen Passat-Modell liegen. Somit sollte es bei rund 32.000 Euro losgehen.

Stefan Grundhoff, Press-Inform
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