HOME

Wildunfall: Hirsch auf der Haube

Herbstzeit bedeutet Unfallzeit: Schlechte Sichtverhältnisse, glitschige Straßen und Wildwechsel gefährden den Verkehr. Allein im vergangenen Jahr starben zwölf Menschen bei Wildunfällen, knapp 2300 zogen sich Verletzungen zu.

Die Tiere treten meist in Rudeln auf. "Besonders nach Wildwechsel-Schildern gilt: Langsam fahren und auf die Fahrbahnränder achten", sagt Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland. "Befinden sich Tiere auf der Fahrbahn, heißt es: Umsichtig bremsen, abblenden und hupen. Außerdem sollten Autofahrer stets mit mehreren Tieren aus einem Rudel rechnen."

Die Folgen eines Zusammenstoßes sind nicht zu unterschätzen. Auf keinem Fall sollten man dem Tier ausweichen. Dabei besteht das Risiko gegen einen Baum zu prallen oder den Gegenverkehr zu gefährden. Im günstigen Fall endet die Rutschpartie im Straßengraben.

Autofahrer müssen einen Wildunfall nach dem Sichern der Unfallstelle sofort der nächsten Polizei- oder Forstdienststelle melden. Nur mit einer schriftlichen Bestätigung der zuständigen Behörde leisten die Versicherungen Schadensersatz. Tote Füchse und Marder nicht ohne Handschuhe berühren. Die Tiere können Tollwut oder den Fuchsbandwurm übertragen.

Hans Bast / pressinform / PRESSINFORM
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity