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GEBRAUCHTWAGEN: Im Falle eines Knalles

Wenn es kracht, dann sollte man besser in keinem Renault Clio sitzen. Das geht aus einer aktuellen schwedischen Pkw-Sicherheitsstudie hervor, in der auch der kleine Franzose (Baujahre 1991 bis 1998) bewertet wurde.

Brisante TabelleReale Unfälle liefern genaueres BildSichere Sache: Der Polo

In der Klasse der Kleinwagen würden die Stockholmer anstelle des Clio vermutlich zum Kauf eines VW Polo der Geburtsjahrgänge 1995 bis 2001 raten. Denn der kleine Wolfsburger übertraf den mathematischen Mittelwert um 20 Prozent. Der Renault Clio hingegen lag 20 Prozent darunter. Überraschend gut schnitt der relativ alte Mazda 323 der Jahrgänge 1986 bis 1990 ab. Der Wagen, eingruppiert in die Kategorie kleine Familienautos, bietet nach der Folksam-Berechnung 20 Prozent mehr Insassenschutz als der deutlich jüngere 3er-BMW der Baujahre 1991 bis 1997. Das bayerische Auto, als Mittelklassewagen eine Gruppe höher als der Mazda eingestuft und sicherheitstechnisch theoretisch zumindest anspruchsvoller, brachte es hingegen nur auf ein mittelmäßiges Ergebnis. Begründung: »Die Verletzungen der Mazda-Insassen waren nicht so schwer wie die der BMW-Fahrer«, so Kullgren.

Skepsis bei deutschen VersicherernRisiko-Rückgang um 25 Prozent

Bei den Kompaktwagen stach der ab 1999 gebaute Ford Focus mit 40 Prozent mehr Sicherheit als der Durchschnitt besonders hervor. Der zwischen 1992 und 1995 gebaute Honda Civic hingegen knackte die traurige Rekordmarke von minus 40 Prozent. Bester ist der Volvo S 70/ V 70, Baujahre 1998 bis 2000, der das rechnerische Durchschnittsauto um mehr als 50 Prozent übertraf. Insgesamt konnten die Folksam-Forscher innerhalb der letzten 15 Jahre einen Rückgang des Verletzungsrisikos um 25 Prozent feststellen, die Anzahl der Verletzungen im Nackenbereich verdoppelte sich hingegen.

Philipp Dix

Wissenscommunity