Liebherr T 282 B Minen-Monster


Sie würden gerne 320 VW Golf durch die Gegend fahren oder haben in Ihrem Garten eine kleine Kupfermine? Dann hat die Firma Liebherr das richtige Spielzeug im Angebot.

Sie würden gerne 320 VW Golf durch die Gegend fahren oder haben in Ihrem Garten eine kleine Kupfermine? Dann hat die Firma Liebherr das richtige Spielzeug im Angebot. Die Schwaben präsentieren auf der Münchner Messe für Baumaschinen (Bauma) den größten Diesel-Muldenkipper der Welt.

Technische Daten

Motor

20-Zylinder Dieselmotor

Leistung

3.650 PS

Gesamtgewicht

Maximal 592 Tonnen

Nutzlast

Maximal 370 Tonnen

Reifen-Durchmesser

3,8 Meter

Höchstgeschw.

64 km/h

Weltweit im Einsatz

Üblicherweise haben Fahrzeuge wie der T 282 B nichts in europäischen Großstädten verloren. Weltweit werden die riesigen Fahrzeuge beim Abbau von Ölsand, Kupfer, Kohle und Eisenerz eingesetzt. Um in München der Öffentlichkeit vorgestellt werden zu können, musste der Kipper einiges auf sich nehmen.

Aufwändiger Transport

In Liebherr-Werk im amerikanischen Newport News gebaut, wurde das Premieren-Modell, in sechs große Einzelteile zerlegt, nach Europa geschickt. Nach der Überseepassage rollten Container und Bauteile von Bremerhaven aus per Zug und Schwertransport nach München, wo sie Anfang März zusammen mit den 3,8 Metern hohen Spezialreifen aus Spanien eintrafen. Um die in vier Einzelteilen angelieferte Kippmulde zusammenschweißen zu können, wurde auf dem Bauma-Messegelände eigens ein Bierzelt aufgebaut.

370 Tonnen Nutzlast

Was für europäische Augen überdimensioniert erscheint, wird in den Minen Südafrikas, Chiles und Kanadas freudig erwartet. Der neue Liebherr kann pro Fahrt bis zu 370 Tonnen Nutzlast transportieren (50 Tonnen mehr als sein Vorgänger), das entspricht dem Gewicht von 320 VW Golf. Den Minenbesitzern sparen die riesigen Lastwagen bares Geld. Sie sind genügsam, zuverlässig und erlauben durch die große Nutzlast eine Minimierung der Förderkosten.

3.650 PS

Der Aufwand ist dementsprechend. Der T 282 B wiegt unbeladen 222 Tonnen. Vollbeladen kommt die Fuhre auf ein maximales Gesamtgewicht von 592 Tonnen. Um dieses Gewicht bewegen zu können, setzt man bei Liebherr auf einen dieselelektrischen Antrieb. Dabei liefert ein 3.650 PS starker MTU-Diesel mit 20 Zylindern die Energie für einen Elektromotor, der das Fahrzeug auf bis zu 65 Stundenkilometer beschleunigen kann.

Gesteuert werden die rollenden Giganten nach wie vor von einem einzigen Fahrer. Der sitzt in einer kleinen Kabine links neben dem Motor und kann seiner Arbeit dank eines speziellen Überrollschutzes relativ gelassen nachgehen. Das Fahrerhaus des neuen T 282 B ist übrigens zehn Prozent größer als beim Vorgänger und bietet seinem Insassen Annehmlichkeiten wie eine Klimaanlage, elektrische Fensterheber und eine Rückenlehne mit Liegesitz-Funktion.

Jochen Knecht

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