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Autoindustrie: Allianz der Giganten - Ford und VW arbeiten zusammen

Die Überraschung hält sich in Grenzen, denn dass Ford und Volkswagen Kooperationsgespräche führen, war seit geraumer Zeit bekannt. Jetzt gibt es die ersten Inhalte der geplanten Allianz. Pick Ups und Transporter machen den Anfang.

Ford Ranger - auch er könnte zukünftig von der VW-Ford-Kooperation profitieren

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Die Voraussetzungen könnten unterschiedlicher kaum sein: der Volkswagen AG geht es trotz des immer noch nicht vollends abgeschlossenen Dieselskandals prächtig. Bei der Ford Motor Company sieht es ganz anders aus. Die immer geringer werdende Nachfrage an den jahrzehntelang so ertragreichen Limousinen setzt den Amerikanern insbesondere in ihrem Heimatland USA zu und auch auf den meisten Märkten in Europa sieht es trotz eines guten Produktportfolios nicht gerade rosig aus. Doch auch Volkswagen hat so seine Probleme. Gerade in den USA sind die Wolfsburger bei weitem nicht so erfolgreich, wie man es gerne sein möchte und der chinesische Markt ist für alle ein Risiko, das es zu minimieren gilt. Zu spät ist man bei VW auf den SUV-Zug aufgesprungen, die Pick Ups hat man vernachlässigt und der modulare Elektrobaukasten, der mittlerweile die Volumenmarken des Konzerns bestimmt, ist zwar variabel und beliebig skalierbar, jedoch auch teuer. Zudem kommen auf beide Großkonzerne mächtige Kostenrisiken bei der Einführung von Elektromodellen zu.

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Ein Mann, ein Auto: 1968 stimmte die Autowelt noch.

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Kein Wunder daher, dass das Topmanagement beider Marken in den vergangenen Monaten die Köpfe zusammengesteckt hat und die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit thematisierte - mit Erfolg. Eine Kapitalverflechtung der beiden Konzerne aus Dearborn und Wolfsborg ist nicht geplant und die Zusammenarbeit soll höchst zögerlich mit einem gemeinsamen Mittelklasse-Pick-Up beginnen. Den brauchen beide Marken und hier ist es vergleichsweise einfach möglich, entsprechende Markenmodelle abzuleiten wie man bei den Kooperationsmodellen Mercedes X-Klasse, Nissan Navara und Renault Alaskan oder dem Doppelpack aus Mitsubishi L200 und dem Fiat Fullback sieht. Mit der Kooperation gibt es auch grünes Licht für den von VW Nordamerika heiß ersehnten Tanoak Pick-Up. Der seit Jahren auf dem Markt befindliche VW Amarok ist deutlich zu teuer für die preissensiblen Märkte wie die USA und wurde nicht für den so wichtigen US-Markt entwickelt. Die neue Generation könnte zusammen mit dem Ford Ranger entstehen; einem der erfolgreichsten Pick Ups in Europa.

Führungskräfte beider Unternehmen

Gesteuert wird die Allianz über ein gemeinsames Leitungsgremium, das aus Führungskräften beider Unternehmen besteht und von den beiden CEOs Hackett und Diess geleitet wird. "Im Laufe der Zeit wird die Zusammenarbeit beiden Unternehmen helfen, Wert zu schaffen und dabei sowohl den Anforderungen der Kunden als auch den Erwartungen der Gesellschaft gerecht zu werden", erklärte Ford-CEO Hackett. "Die Zusammenarbeit wird nicht nur zu einer signifikanten Steigerung der Effizienz führen und die Voraussetzungen beider Unternehmen zur Bewältigung der künftigen Herausforderungen verbessern. Sie wird es uns darüber hinaus ermöglichen, die neue Ära der Mobilität mit zu prägen", so Hackett weiter.

Mehr als nur Pick Ups

Doch bei gemeinsamen Pick Ups, die ab 2022 auf die internationalen Märkte kommen, soll es nicht bleiben. Als nächsten Schritt sieht die Kooperation die gemeinsame Entwicklung von Transportern für den europäischen Markt vor. In den kommenden fünf Jahren wird eine weltweit steigende Nachfrage nach mittelgroßen Pick-ups und Transportern erwartet. Die Allianz wird es beiden Unternehmen ermöglichen, die Entwicklungskosten zu teilen, ihre jeweiligen Fertigungskapazitäten optimal auszulasten, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Fahrzeuge zu verbessern und Kosteneinsparungen zu realisieren - und dabei ihre unverwechselbaren Markeneigenschaften zu bewahren.

Noch keine Einigung gab es bei dem gemeinsamen Bau oder zumindest der der Entwicklung von Elektrofahrzeugen, autonomen Fahrzeugen und möglichen Mobilitätsdiensten. Erste Einsparungen sollen sich für die Ford Motor Company und die Volkswagen AG ab 2023 in operativen Ergebnisverbesserungen bemerkbar machen. Volkswagen-Chef Diess: "Volkswagen und Ford werden ihre Ressourcen, ihre Innovationskraft und ihre komplementären Marktpositionen gemeinsam dazu nutzen, um Millionen Kunden aus aller Welt noch besser zu bedienen als bisher. Für Volkswagen ist diese Allianz zugleich ein wichtiger Eckpfeiler, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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