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Autoumsätze: Abwrackprämie lässt Händler jubeln und Hersteller kalt

Die Abwrackprämie hat den Autohändlern steigende Umsätze verschafft, den deutschen Herstellern dagegen nicht. Vielmehr verhalf die Prämie ausländischen Herstellern zu glänzenden Absätzen in der Bundesrepublik. Aber auch damit dürfte es bald vorbei sein.

Die staatliche Abwrackprämie hat Autohäusern und -Importeuren mitten in der Wirtschaftskrise einen Boom beschert. Deutsche Autohersteller und Werkstätten erlitten dagegen trotz der milliardenschweren Subvention heftige Einbußen, wie eine am Montag veröffentlichte Bilanz des Statistischen Bundesamtes zeigt. Danach stieg der Umsatz im Pkw-Handel von Januar bis Mai um 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Neuzulassungen stieg sogar um 22,8 Prozent - angekurbelt von der Abwrackprämie von 2500 Euro für die Verschrottung von Altautos.

Die enorme Differenz zwischen Umsatz- und Zulassungsplus erklärten die Statistiker mit dem Trend zu billigeren Autos. "Kleinere, kostengünstigere Pkw bis zur Kompaktklasse wurden häufiger verkauft", hieß es. "Bei größeren Personenkraftwagen - außer bei Geländewagen und Vans - ging die Zahl dagegen zurück."

Die deutsche Autoindustrie mit ihren zahlreichen Zulieferern erlitt trotz des Abwrackbooms heftige Einbußen. Ihre Umsätze fielen von Januar bis Mai um fast ein Drittel auf knapp 100 Milliarden Euro. Während Volkswagen von der Prämie profitiert, wie auch neue Absatzzahlen vom Juli zeigen, gehen die Subventionen an Herstellern von großen Wagen wie BMW, Daimler oder Porsche weitgehend vorbei. Gleichzeitig wurden deutlich mehr Fahrzeuge nach Deutschland eingeführt. Die Zahl der Importe stieg um 11,5 Prozent. Die deutschen Hersteller exportierten dagegen rund 38 Prozent weniger Fahrzeuge ins Ausland.

Auch Werkstätten leiden

Die Werkstätten nahmen ebenfalls weniger ein. Die auf Instandhaltung und Reparatur spezialisierten Betriebe hatten 150 Millionen Euro weniger in den Kassen, während der Handel fast 2,5 Milliarden Euro mehr einnahm.

Die Abwrackprämie wurde im Januar von der Bundesregierung beschlossen. Dafür stehen insgesamt fünf Milliarden Euro zur Verfügung. Der Zuschuss wird gewährt, wenn ein Halter seinen alten Pkw verschrottet und einen Neu- oder Jahreswagen zulässt. Das Altfahrzeug muss vor mindestens neun Jahren erstmals zugelassen worden sein. Wer noch von der Prämie profitieren will, muss sich sputen: Der Fördertopf ist fast leer. Beim derzeitigen durchschnittlichen Eingang von 9000 Neu-Anträgen pro Tag wäre das Geld in drei Wochen aufgebraucht. Nach Angaben des zuständigen Bundesamts für Ausfuhrkontrolle und Wirtschaft (Bafa) vom Montag gibt es noch Geld für 183.736 Prämien. Das entspricht nicht einmal mehr zehn Prozent des Gesamtetats.

Reuters/DPA / DPA / Reuters

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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