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Bentley Mulsanne: Noble Sportskanone

Kraft ohne Ende und Luxus pur: Der Bentley Mulsanne ist die perfekte Symbiose aus Sportskanone und Nobelkarosse.

Wenn ein Auto die Bezeichnung Mulsanne trägt, dann müsste es sich eigentlich um einen grandiosen Sportwagen handeln. Mulsanne heißt eines der bekanntesten Teilstücke der legendären Rennstrecke von Le Mans; eine Gerade die Fahrern und Rennwagen alles abverlangt. Auch wenn der Bentley Mulsanne von einem alles andere als zurückhaltenden Achtzylinder mit doppelter Turboaufladung befeuert wird - ein Rennwagen ist der 5,58 Meter lange Brite mit Manufakturstandort im britischen Crewe beim besten Willen nicht.

Die knapp 300.000 Euro teure Nobellimousine ist weltweit eine der exklusivsten Möglichkeiten, um zwei Punkte auf einer Straße miteinander zu verbinden. Die Konkurrenz ist wahrhaft dünn. Der Bentley Mulsanne ist nach dem Ableben von Maybach aus dem Luxushimmel der einzige ernsthafte Konkurrent des Rolls-Royce-Zweigestirns aus Phantom und Ghost. Der Luxus, den der Mulsanne bietet, ist allemal auf Augenhöhe mit den Vorzeigemodellen aus dem südbritischen Goodwood. Edelste Hölzer, in monatelanger Arbeit zu Zierrat und Instrumenteneinfassungen umfunktioniert, verwöhnen das Auge des Betrachters fast genauso schamlos wie das anschmiegsame Leder der phantastischen Sessel.

Kraft ohne Ende

Egal, ob man seinen Mulsanne selbst steuert oder deutlich stilechter im Fond Platz genommen hat, kennt der Reisekomfort kaum irdische Grenzen. Federung und Dämpfung sind weich und ebenso feinfühlig wie die Komfortsitze in den beiden Reihen. Der Fahrer kann variabel einstellen, ob er sänftengleich oder etwas direkter mit der Fahrbahn verbunden sein möchte. Wirklich sportlich lässt sich der 2,6 Tonnen schwere Britenkoloss nie bewegen. So ist auch sein Name durchaus Programm. Denn die 377 kW / 512 PS und phantastische 1.020 Nm maximales Drehmoment bei 1.750 U/min sind für den Imagespurt eine lange Gerade entlang wie eben die Mulsanne von Le Mans genau das richtige. Für Kurven oder gar Kehren gibt es perfekte Besetzungen - auch im Hause Bentley.

Der doppelt aufgeladene Achtzylinder mit knapp 6,8 Litern Hubraum macht entlang einer geraden oder leicht gewundenen Linie keine Gefangenen. 0 auf Tempo 100 schafft der Brite in eindrucksvollen 5,3 Sekunden. Das eigene Übergewicht wird hierbei zumindest temporär schlicht pulverisiert. Auch bei der Höchstgeschwindigkeit zeigt der Bentley seine durchaus sportlichen Gene. Erst knapp unterhalb der 300er-Marke setzt dem nicht enden wollenden Tatendrang die Aerodynamik ihre faktischen Grenzen. Das Fahrwerk inklusiv emsigster Wankstabilisierung müht sich redlich, dem Piloten vorzugaukeln, man wäre nicht mit 2,6 Tonnen unterwegs. Doch völlig hinwegträumen lassen sich die fahrdynamischen Folgen der Luxusausstattung nicht, so sehr man Schalter und Taster auch bedient.

Bei 292.000 Euro geht es los

Dass sich das in aufwendiger Handarbeit kreierte Schlachtschiff bei artgerechten Leistungsabrufen dabei längst vom werkseitig in Aussicht gestellten Normverbrauch von knapp 17 Litern entfernt hat, bedarf keiner näheren Erläuterung. Die Zylinderabschaltung macht sich beim realen Trinkverhalten kaum nennenswert bemerkbar. Unter 20 Litern spielt sich im Mulsanne-Universum nichts ab. Stören wird es keinen der bekannt erlauchten Kunden, die sich in den Emiraten genauso zu Hause fühlen wie in Orange County oder dem Süden Frankreichs. Schließlich garantiert ein Basispreis von über 292.000 Euro eine gewisse natürliche Selektion des Klientel.

Die Möglichkeiten, seinen Bentley Mulsanne zu individualisieren, kennen keine ernsthaften irdischen Grenzen. Nahezu alles ist möglich, sobald nicht in die Sicherheitsausstattung der fahrenden Luxussuite eingegriffen wird. Mit Intarsien nach Wunsch, verrückten Lederfarben oder karierten Holztischen ist es dabei kaum getan. Wer will, kann seinen Mulsanne mit iPads und Flachbildschirmen zum mobilen Kinosaal oder einem Businessjet ausstaffieren. Dazu verzückt das Highend-Soundsystem die Ohren weit mehr als das aufgeladene Triebwerk, von dem bei ungünstigen Windverhältnissen allenfalls ein leichtes Säuseln zu vernehmen ist. Der Bentley Mulsanne bietet seinen Insassen eine nicht enden wollende Reise in einer automobilen Parallelwelt. Was sind dafür schon 300.000 bis 400.000 Euro?

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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